Kommentar zur deutschen Konjunktur Schluss mit den Märchen!

Die Wirtschaft in Deutschland brummt unverändert. Dafür gibt es gute Gründe – zum Beispiel den starken Export. Doch in den besten Zeiten macht man auch die schlimmsten Fehler.
39 Kommentare

Konjunktur: Es hat sich ausgejammert

Es ist Zeit, sich zu freuen: Deutschland ist auf dem Weg in die Hochkonjunktur, erklären uns heute die Forscher mehrerer Forschungsinstitute genauso wie Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Sie alle können zwar nicht wirklich in die Zukunft gucken, aber der Trend, den sie ausmachen, zeigt klar nach oben. Und das heißt: Die Wirtschaft brummt.

Zwei Gründe dafür sind entscheidend. Erstens: Die Exporte legen weiter zu. Für mich ist das ein Zeichen, dass wir die lautstarken Klagen über das Bildungssystem, eine mangelnde Start-up-Kultur und den Einbruch der Wirtschaft in Schwellenländern nicht übergewichten dürfen. Denn wenn unsere Autos, unsere Maschinen und unser Know-how nach wie vor weltweit gefragt sind, dann sind die Menschen, die dies entwickeln und produzieren, offenbar weder zu schlecht ausgebildet noch zu teuer.

Es scheint auch genügend Innovatives aus Deutschland zu geben, und es sieht eben nicht so aus, als wäre die oft beschriebene Rezession in den Schwellenländern wirklich besonders relevant für deutsche Firmen.

Der zweite Grund für die brummende Konjunktur ist eine starke Binnennachfrage. Die Deutschen kaufen gerne ein und haben offenbar das Geld dafür. Wer jetzt jammert, dass sein Einkommen zu gering, die Steuerbelastung zu hoch und der Kita-Platz zu teuer ist, mag das vielleicht so empfinden, die volkswirtschaftlichen Zahlen allerdings sprechen eine andere Sprache.

Fazit: In den besten Zeiten macht man die schlimmsten Fehler. Aus der Staatskasse gibt es weiter nichts zu verschenken. Aber es gibt etwas zu verteilen, wenn es um Investitionen in die Zukunft geht: Flüchtlinge, die in Deutschland bleiben und hier mitmachen wollen, sind zum Beispiel eine solche Investition.

Startseite

Mehr zu: Kommentar zur deutschen Konjunktur - Schluss mit den Märchen!

39 Kommentare zu "Kommentar zur deutschen Konjunktur: Schluss mit den Märchen!"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.


  • Was macht die Ladenkette, wenn es sich bei den Einwanderern und anderen herumgesprochen hat, dass man bei ihr umsonst einkaufen kann?
    Ich nehme an, dann kommt das Verbot für solche Leute, den Laden überhaupt zu betreten. Oder die Zahl der für Sicherheit zu sorgenden Beschäftigten wird drastisch erhöht.
    Keine Kaufhauskette kann es sich auf Dauer leisten, dass Ware massenhaft gestohlen wird.
    Je früher sie da ein Stop Schild aufstellt, desto besser für die Ladenkette.

  • Das Niveau des Handelsblattes nähert sich immer mehr der 4- Buchstaben- Gazette an.

  • Bei mir hier auf dem Land, hat ein regelrechtes Einzelhändlersterben eingesetzt. Ich weiss ja nicht, wo sie leben Herr Stock, aber hier bei mir in der Gegend stehen jede Woche mehr Läden leer oder kündigen ihre baldige Geschäftsaufgabe an.
    Ich glaube, dass ist das eigentliche Problem des Journalismus und der Politik.
    Die Wahrnehmung der Realität ist in diesen Kreisen diametral zu denen der Normalbürger.
    Deshalb wundert es auch nicht, warum man den Medien und ihrer Darstellung der „Realität“ keine Glaubwürdigkeit mehr zubilligt. Viele Jourmalisten/innen betreiben einseitigen interessensgesteuerten politischen Journalismus, anstatt den Sachverhalt dem Leser wertungsfrei und neutral darzustellen.
    Wenn Sie ihre persönliche politische motivierte Meinung dem Leser kundtun wollen, bietet sich dafür die Möglichkeit der Kommentierung.

  • Wir dürfen kommentieren. Klar. Und wir dürfen sagen, dass das Geld für die Flüchtlingshilfe in Deutschland bleibt. Im Falle Griechenlands war das was anderes oder, Herr Stock?

    Ich verstehe die Nichtwähler und Schwarzarbeiter immer besser. Für diesen Staat zu atmen fällt schon schwer, für ihn zu leben umso mehr. Ich reihe mich dann mal bei den Deutschlandkritikern ein samt Medienlandschaft ( Radiosmog) und Stahlkultur.

  • Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist seit 2011 nicht mehr gestiegen. Das ist leider kein Märchen.

  • Biosprit:

    Wir haben 3 Diesel in der Familie. In der Schweiz ohne Biodieselanteil laufen sie hervorragend. 1x in Deutschland getankt: Notlauf!

    Super Geschäft für die Werkstätten. Der Verbraucher zahlt drauf!

  • Wirtschaft brummt...

    Firmen können zu 100% ausgelastet sein und trotzdem keinen Gewinn machen, die Arbeitnehmer ausquetschen und ums Überleben kämpfen.

    -Richtig: Die Wirtschaft brummt!
    -Richtig: Der Staat nimmt viel Steuern allein durch die MwSt ein.

    -RICHTIG: Dem Normalbürger geht es schlecht!

    -RICHTIG: Der letzte Punkt ist für die Politik von untergeordneter Bedeutung

  • Die Wirtschaft scheint zu brummen, weil der Ausbeuterstaat sein Geld den Arbeitern und Angestellten wegnimmt und somit von jeder Gehaltserhöhung oft mehr als der Arbeitnehmer profitiert.

    Die Kommunen, die sich an die Unternehmen halten müssen, beklagen Einbrüche von 20% und mehr.

    Wo brummt denn da genau die Wirtschaft?

    Nebenan werden gerade mehrere hundert von gut 2000 Mitarbeitern entlassen. Hier sieht es überall nicht besonders rosig aus.

    Draghis Geldentwertung hat uns überhaupt nichts gebracht, außerdem werden Großprojekte aus Unsicherheit immer häufiger und länger verzögert werden.


    Das mit der tollen ökonomischen Bilanz ist auch glatt gelogen, wenn man genau hinsieht, denn wir haben das Problem nur verschoben. In Borneo werden gerade jetzt für unseren Biosprit die Urwälder in großem Stil abgeholzt, um später Palmöl ernten zu können. Da sprechen nur extreme Zyniker oder Uninformierte von einer guten Bilanz bei uns. Und warum sind unsere Medien dafür total blind? Hilft da auch der Staat ein wenig nach?

  • Und wenn sie nicht mitmachen wollen oder können? Was dann.
    Saudi Arabien will ja auch mitmachen, mit den Bau von 200 zusätzlichen Moscheen.
    Ubrigend, was haben die Exporte mit den jetzigen illegalen Flüchjtlingen zu tun?

    "Flüchtlinge, die in Deutschland bleiben und hier mitmachen wollen, sind zum Beispiel eine solche Investition.
    Das ist doch alles nur ein Schmarrn.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%