Kommentar zur NRW-Wahl Die kraftlosen Grünen

Die Grünen finden keinen Weg aus der Krise. In NRW erlebt die Partei ein Debakel. Ohne ein „kraftvolles Zeichen“, das Spitzenkandidat Özdemir versprochen hatte, droht die nächste Pleite. Ein Kommentar.
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NRW-Wahlschlappe: Was können die Grünen daraus lernen?

NRW-Wahlschlappe: Was können die Grünen daraus lernen?

BerlinIn Nordrhein-Westfalen haben es die Grünen mit Ach und Krach geschafft, so viele Stimmen zu bekommen, dass sie erneut in den Landtag einziehen können. In Schleswig-Holstein dagegen haben sie vor eine Woche gezeigt, dass zweistellige Ergebnisse für die Ökopartei möglich sind. Was lernen die Grünen daraus für den jetzt startenden Bundestagswahlkampf? Was müssen sie daraus lernen, um ihre Chancen beim Wähler zu vergrößern?

Die mageren 6,4 Prozent in Nordrhein-Westfalen machen die Aufholjagd im Bund, wo die Grünen in den Umfragen bei acht Prozent herumdümpeln, nicht eben einfacher. Und bislang ist der Ökopartei nicht viel eingefallen, um sich aus ihrer Krise zu befreien.

Einen „neuen Sound“ hatte sich das Spitzenduo Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir verordnet. Es gehe nicht darum, alles kleinteilig zu erklären, hieß es bei der Vorstellung des vorläufigen Wahlprogramms im März. Deutschland solle ökologischer Spitzenreiter werden, „über das Wie sind wir bereit zu diskutieren.“ Bloß keine Verbotspartei sein, statt dessen jede Menge Gesprächsangebote. „Wir sind nicht beratungsresistent“, hieß es.

Der Vorwurf aber, die Grünen seien die Spaßverderber, machten alles schlecht und stürzten die Wirtschaft ins Verderben, sitzt tief. So ist Özdemir sicher auf dem richtigen Kurs, wenn er feststellt, es sei in der nordrhein-westfälischen Landtagswahl nicht gelungen, das „Klischee des grünen Wirtschaftsverhinderers“ zu vermeiden. Ist ihnen das in Schleswig-Holstein gelungen? Das ist fraglich, aber zumindest haben viele Wähler im hohen Norden das Gefühl, dass sich die Grünen ihrer Probleme annehmen und an Lösungen arbeiten.

Es sieht trübe aus für die Ökopartei – ungeachtet der verbliebenen neun Regierungsbeteiligungen. Eine gemeinsame Sprache hat die Partei nicht gefunden. In manchen Regionen gilt ein Bündnis mit der FDP als Teufelszeug, woanders als möglich. Wie das dem Wähler vermitteln?

Cem Özdemir will den Parteitag Mitte Juni dazu nutzen, ein „kraftvolles Zeichen“ zu setzen. Nur wie das aussehen soll, das hat er bislang nicht verraten. Er selbst hält sich und Göring-Eckardt für eine gute Besetzung – ebenso die Entscheidung, erst im Herbst einen neuen Parteivorstand zu wählen, nach den Wahlen im September.

Warum eigentlich? Was hält die Partei davon ab, vor der Bundestagswahl ein Aufbruchssignal zu senden? Weil Fristen vor dem Bundesparteitag einzuhalten sind, die nicht ignoriert werden können? Mit dieser Haltung stehen sich die Grünen selbst im Wege. Ihre Hoffnung auf ein gutes Ergebnis im Bund, gar eine Regierungsbeteiligung, können sie so begraben.

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13 Kommentare zu "Kommentar zur NRW-Wahl: Die kraftlosen Grünen"

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  • @Herr Piet Vrolijk15.05.2017, 14:34 Uhr

    "Die Leute liegen immer richtig ... weil sie aus freie Stücken entscheiden wenn sie wählen."

    ;-) DER war gut.

  • Rainer von Horn - 15.05.2017, 14:15 Uhr

    AFD = 7,4%
    GRÜNE = 6,4%

    Dann ist auch klar wie groß die Unterschied tatsächlich ist.

    Und wenn sie auf die Tastatur schauen dann sehen sie dass die 5 unter die %-zeichen liegt ...

    Die Leute liegen immer richtig ... weil sie aus freie Stücken entscheiden wenn sie wählen.

  • @ Herr Piet Vrolijk15.05.2017, 14:10 Uhr

    Die Minderheit von die GRÜNEN ist momentan gerade 1% kleiner als die Minderheit von die AFD ...Die Minderheit von die GRÜNEN ist momentan gerade 15% kleiner als die Minderheit von die AFD ...

    Ja was denn nun1% oder 15%.

    Selbstverständlich sind bei solchen Zustimmungsraten beide Parteien Minderheitsparteien - das heisst aber im Umkehrschluss nicht, daß die Mehrheit richtig liegt. Meiner Meinung nach hat es schon was, wenn die Partei nun in NRW mit den Aufräumarbeiten betraut wird, deren Parteivorsitzende massgeblich für die missglückte Willkommenskultur und deren Folgen verantwortlich zeichnet.....

  • Die grüne Verbotspartei braucht niemand mehr.
    Eine Partei, deren Hauptanliegen inzwischen darin liegt, diejenigen "Die schon länger hier Leben" zu gägngeln und in schädliche Sozialexperimente (islamische Massenzuwanderung, Genderwahnsinn, Energiewende, KFZ und Dieselverbot, Veggie-Day, sexuelle Vielfalt für Kindergartenkinder und grenzenlose Toleranz für alles und jeden. zu stürzen und diesen Schwachsinn auch noch selbst zu finanzieren, gehören zurecht weg vom Fenster
    Spitzenpersonal wie Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, die gerne hinter "Deutschland, du mieses Stück Scheisse" Transparenten her läuft, eine Göring-Eckhard, die sich freut "Dass sich Deutschland durch die Flüchtlinge radikal verändert", Berufshomosexuelle wie "Volker Crystal Beck" oder der auf ganz spezielle Weise Kinder liebende Cohn Bendit sind nur ein Querschnitt dessen, was unter dem grünen Mäntelchen so kreucht und fleucht und sich dabei erdreistet, dem Bürger ständig die Moralkeule überzuziehen

  • Rainer von Horn - 15.05.2017, 13:53 Uhr
    Die Minderheit von die GRÜNEN ist momentan gerade 1% kleiner als die Minderheit von die AFD ...
    (... da war die Finger auf die Hochstelltaste bleiben hängen!)

  • Rainer von Horn - 15.05.2017, 13:53 Uhr
    Die Minderheit von die GRÜNEN ist momentan gerade 15% kleiner als die Minderheit von die AFD ...

  • @ Herr Piet Vrolijk15.05.2017, 12:54 Uhr

    "....und hat dabei die politische Landschaft deutlich mit gestaltet."

    Mit "gestaltet" ist gut, ich würde eher sagen, daß diese Partei, die lediglich eine kleine Minderheit repräsentiert, durch ihr Ge- und Verbotspolitik dem Land einen ziemlichen Schaden zugefügt hat. Unbelehrbares Oberlehrerverhalten, gepaart mit Machgeilheit und das alles im grünen Tarnkleid.

    https://www.welt.de/vermischtes/article164568577/Bei-Anne-Will-offenbart-Trittin-eine-verstoerende-Machtgeilheit.html

  • Die Grünen haben ihren Zenit überschritten - in jeder Hinsicht.

    D braucht die Grünen nicht mehr, genauso wenig wie die FDP.

  • Es ist wie bei der FDP. Die Grünen versuchen jetzt mit verrotteten Parolen aus der Steinzeit sich am Leben zu erhalten und wissen dennoch ganz genau, dass keiner sie mehr braucht.

  • Bei den Blödsinn, den die "Grünen" seit Jahrzehnten angerichtet haben, muß man feststellen, daß diese Partei noch immer 5% zuviel Wählerstimmen erhält.

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