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Konjunktur Neue Regierung erwarten sprudelnde Steuereinnahmen

Die gute Konjunktur lässt auch die staatlichen Steuereinnahmen wachsen. Der Anstieg sowohl im September als auch aufs Gesamtjahr betrachtet liegt deutlich über vier Prozent. Eine Steuer legt besonders deutlich zu.
20.10.2017 - 08:17 Uhr Kommentieren
Der Staat kann sich über erhöhte Steuerzahlungen freuen. Quelle: dpa
Steuereinnahmen

Der Staat kann sich über erhöhte Steuerzahlungen freuen.

(Foto: dpa)

Berlin Die nächste Bundesregierung kann auf weiter lebhaft sprudelnde Steuerquellen bauen. Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern nahmen im September zum Vorjahr um 4,6 Prozent auf 65,2 Milliarden Euro zu, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Für die ersten neun Monate ergab sich damit ein Zuwachs von 4,2 Prozent auf 492,3 Milliarden Euro. Der Anstieg liegt damit etwas höher, als es die amtlichen Steuerschätzer für das Gesamtjahr 2017 mit 3,9 Prozent bislang voraussagen.

Die anhaltend günstige Entwicklung geht auf die gute Konjunktur zurück. Erst kürzlich hatte die Bundesregierung ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum deutlich auf 2,0 Prozent für dieses Jahr und 1,9 Prozent für nächstes Jahr aufgestockt. Auf dieser Basis aktualisieren Anfang November die amtlichen Schätzer ihre Berechnungen für die künftige Steuerentwicklung.

„Für eine Fortsetzung des Aufschwungs sprechen günstige wirtschaftliche Fundamentaldaten: niedrige Zinsen, verbesserte Absatzperspektiven im In- und Ausland und Lohnsteigerungen“, so das Ministerium. „Zudem sind die Kapazitäten gut ausgelastet, die Beschäftigung steigt weiter und die Verbraucherpreise sind stabil.“ Für das zurückliegende dritte Quartal signalisierten die Konjunkturdaten „eine deutliche Expansion der wirtschaftlichen Aktivitäten“.

Kräftig aufwärts ging es im September mit 8,2 Prozent bei der Körperschaftssteuer, die etwa die großen Kapitalgesellschaften zu zahlen haben. Noch stärker erhöhten sich mit 16,4 Prozent die Einnahmen aus der Abgeltungssteuer auf Zins- und Veräußerungserträge. Geringer fielen die Steigerungen bei den Umsatzsteuern, zu denen die Mehrwertsteuer zählt, mit 4,7 Prozent und bei der Lohnsteuer mit 2,5 Prozent aus.

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