Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Konjunktur ZEW-Index bricht ein – Corona-Infektionen sorgen für Unsicherheit

Nach einer monatelangen Erholung gibt es wieder einen Dämpfer für die deutsche Wirtschaft. Dafür ist nicht nur die Coronakrise verantwortlich.
13.10.2020 - 11:33 Uhr Kommentieren
Eine zweite Welle mit stark steigenden Corona-Infektionen und weiteren Einschränkungen für die Wirtschaft könnte die Belebung weiter dämpfen. Quelle: dpa
Corona-Abstrichstelle in Stuttgart

Eine zweite Welle mit stark steigenden Corona-Infektionen und weiteren Einschränkungen für die Wirtschaft könnte die Belebung weiter dämpfen.

(Foto: dpa)

Berlin Börsianer blicken auch wegen steigender Corona-Fälle wieder pessimistischer auf die Aussichten für die deutsche Konjunktur. Das Barometer ihrer Erwartungen für die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten sechs Monaten fiel im Oktober überraschend stark um 21,3 auf 56,1 Punkte, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag unter Berufung auf seine monatliche Umfrage unter 171 Analysten und Anlegern mitteilte. „Die große Euphorie der Monate August und September scheint verflogen zu sein“, erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die zuletzt stark gestiegene Zahl der Corona-Infektionen erhöhe die Unsicherheit über den Konjunkturverlauf.

Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf 73,0 Zähler gerechnet. Die Börsenprofis beurteilten allerdings die Lage der Konjunktur besser: Dieses Barometer kletterte um 6,7 Punkte, verharrte aber mit minus 59,5 Zählern deutlich im negativen Bereich. „Das Vertrauen in den Aufschwung gerät ins Wanken“, warnte Michael Holstein von der DZ Bank.

„Der starke Anstieg der Infektionszahlen in ganz Europa bereitet auch den Finanzmarktteilnehmern zunehmend Sorgen.“ LBBW-Experte Jens-Oliver Niklasch sieht als größte Gefahr für die Konjunktur einen zweiten flächendeckenden Lockdown. „Die verunglückte Entscheidung zu den Beherbergungsverboten, die kaum jemand versteht, die Vorschläge irgendwelcher Hinterbänkler, die Winterferien zu verlängern – das alles trägt jetzt wieder zur Verunsicherung bei.“

Eine Stimmungsbremse sei auch ein möglicher Brexit ohne Handelsvertrag zwischen EU und Großbritannien, ergänzte ZEW-Chef Wambach. „Auch die gegenwärtige Situation vor den Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten steigert die Unsicherheit.“

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die deutsche Wirtschaft war wegen der Coronakrise im zweiten Quartal mit 9,7 Prozent und somit in Rekordtempo eingebrochen. Fachleute erwarten für das laufende Halbjahr wieder spürbares Wachstum. Eine zweite Welle mit stark steigenden Corona-Infektionen und weiteren Einschränkungen für die Wirtschaft könnte die Belebung hingegen dämpfen.

    Mehr: Britische Arbeitslosigkeit steigt unerwartet auf Drei-Jahres-Hoch

    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Konjunktur - ZEW-Index bricht ein – Corona-Infektionen sorgen für Unsicherheit
    0 Kommentare zu "Konjunktur: ZEW-Index bricht ein – Corona-Infektionen sorgen für Unsicherheit"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%