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Konsum Kaufkraft der Deutschen ist deutlich gestiegen

Die Kaufkraft der Deutschen ist in 20 Jahren um 9 Prozent gestiegen - für einen modernen Fernseher zum Beispiel müssen sie heute statt 78 nur noch 28 Stunden arbeiten. Dienstleistungen sind jedoch teurer geworden.
29.05.2013 - 22:46 Uhr 21 Kommentare
Die Deutschen können sich heute deutlich mehr leisten als vor 20 Jahren. Quelle: dpa

Die Deutschen können sich heute deutlich mehr leisten als vor 20 Jahren.

(Foto: dpa)

Berlin Die Deutschen müssen für ein Paket Butter heute deutlich weniger arbeiten als noch vor rund 20 Jahren. Im vorigen Jahr waren es nur vier Minuten, 1991 noch sechs Minuten, wie am Mittwoch aus einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zur Kaufkraft hervorgeht. Dank steigender Einkommen und des technischen Fortschritts können sich die Deutschen mit ihrem Nettoverdienst demnach durchschnittlich neun Prozent mehr Güter leisten als damals. Wegen der jüngsten Tarifabschlüsse dürfte sich laut IW der Trend fortsetzen.

Allerdings entwickelte sich die Kaufkraft je nach Produkt unterschiedlich. Viele Lebensmittel sind günstiger geworden - etwa Milch, Eier und Schweinekotelett. Wer aber Kabeljau mag, muss für ein Kilogramm heute im Schnitt zehn Minuten länger arbeiten als 1991. Denn die geschrumpften Bestände haben die Fischpreise nach oben getrieben. Für eine Flasche Bier muss man hingegen heute wie damals rund drei Minuten arbeiten.

"Teurer geworden sind manche Dienstleistungen wie der Friseurbesuch - nicht zuletzt deshalb, weil bei handwerklichen Leistungen meist kaum Produktivitätssteigerungen möglich sind", erklärte das arbeitgebernahe IW. Über ein großes Kaufkraftplus können sich Fans von Unterhaltungselektronik freuen. Heute muss man für einen Flachbildfernseher rund 28 Stunden arbeiten - Anfang der 1990er Jahre war ein Röhrengerät erst nach fast 78 Stunden verdient.

Die Forscher räumen aber ein, dass ein langfristiger Kaufkraftvergleich bei Fernsehern, Computern und Handys schwierig ist, da die aktuellen technischen Geräte kaum noch mit denen von damals zu vergleichen sind. Klar sei aber: "Für ein Smartphone der Einsteigerklasse muss ein Arbeitnehmer heute im Schnitt knapp 10 Stunden schuften." Hätte man ein solches Gerät bereits Mitte der 1990er Jahre herstellen können, wäre dafür der Verdienst von etwa 100 Stunden nötig gewesen, hieß es.

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    Die IW-Analyse basiert auf einem durchschnittlichen Nettoentgelt von 10,31 Euro je Arbeitsstunde im Jahr 1991. Für 2012 schätzen die Forscher den Verdienst auf 15,89 Euro.

    • rtr
    Startseite
    21 Kommentare zu "Konsum: Kaufkraft der Deutschen ist deutlich gestiegen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Also ich weiß nicht, wo diese angeblichen Preissenkungen herkommen.
      Zum Beispiel sind in meinem Supermarkt in den letzten 6 Monaten die Milch um 30% und das Kilo Äpfel um 25% teurer geworden.
      Geht's noch? Und dann werden hier solche dreisten Lügen verbreitet?

    • Wow, ganze 9 Prozent in _20_ Jahren. Zu den Wirtschaftswunderzeiten im Nachkriegsdeutschland gab es das teilweise in _einem_ Jahr.

      Und ehrlich, 0,5% pro Jahr mehr ist nicht viel. Das ist nahezu Stagnation. Rechnet man dann noch die Inflation dagegen, sehen wir, dass es real sogar weniger geworden ist.

      Alles in allem ein Armutszeugnis, dass solche Propanda überhaupt verbreitet wird, denn letztlich fangen die billigen Produktionen aus China, Indien, etc. den Kaufkraftverlust seit 20 Jahren einigermaßen auf.

    • Wow, Orwell hätte seine helle Freude und Adam Riese würde nur den Kopf schütteln, genialer Aufwärtstrend a la 1984 Wahrheitsministerium. Eigentlich reine Propagandalüge, hat das Handelsblatt es wirklich nötig so etwas zu verbreiten? Da war ja der schwarze Kanal die reinste Realitätsbeschreibung. Ich staune über diesen "Qualitätsjournalismus"

    • Was für ein unglaubliches Propagandastück des IW

      9% in 20 Jahren, also 0,43% pro Jahr hat sich die Kaufkraft verbessert, während die Produktivität zwischen 1,3 und 1,5% pro Jahr gestiegen ist!

      Vermutlich ohne es zu wollen liefert die IW-Berechnung den besten Beweis dafür, dass den Deutschen seit 20 Jahren jährlich ein Prozent an Kaufkraft vorenthalten wurde. Kumuliert sind das satte 24%, das Mehrfache des angeblichen Kaufkraftgewinns!

    • Humanist
      Solche Meldungen nannte man mal Göppels-Propaganda
      Das Volk muß bei der Stange gehalten werden

    • Ja sicher, das ist ja total toll, da ich jeden Tag mir einen Fernseher kaufe und Eier alle zwei Jahre. Ich weiss nur wenn ich alle 2 Jahre in den Supermarkt gehe, habe ich die hälfte für das selbe Geld im Warenkorb. Und mein Gehalt hat sich halbiert. Leute da lacht die Republik über diesen Artikel! Außer ich wäre Millionär, dann merke ich das nicht.

    • Axel Sieger
      Ach ja? Was sind Sie denn für ein Kasper?
      Ich hbe es mir von Bank mal ausechnen lassen, da sind die 3 Damen selbst bald vom hocker gefallen
      Eingezahlt bis heute fas 1 Mio €
      Hätte ich das alles immer meiner Bank gegeben, würden die mir eine Rente von 1467 E garantieren und eine monatliche Gewinnausschüttung von 267 €
      Bekommen werde ich um die 1100€
      Und da bin ich dann ein "guter" Rentner, die normal Eckente beträgt 930 €
      Das Geld für gute Renten wäre vorhanden, wenn der Staat nicht ständig in die Rentenkasse greifen würd
      Also bitte immer erst schlau machen, dann eine Meinung abgeben

    • Eddi
      einen Fernseher oder ähnliches kann ich niht zum Maßstab nehmen.
      Ich kaufe nicht jeden Moat einen neuen Fernseher.
      Die Lebensmittelpreise z. B. steiegen über nacht zum Teil um 20 Cent pro Produkt

    • Was soll mit solchen Mitteilungen eigentlich erreicht werden? Will man die Leute beruhigen und von der sich ständig verschlechternden Lebenssituation in diesem Lande ablenken, das sich, mit Gesamtschulden von mehr als 7,0 Bio. Euro oder 70% des gesamten inländischen Nettovermögens, jetzt auch noch eine Rettung Europas leisten will bzw. aufgedrückt bekommt? Und wen will man damit beruhigen? Wohl nur den, der sich die Hosen mit der Kneifzange anzieht und nicht mal die Grundrechenarten beherrscht: Sicherlich, der Deutsche bekommt heute seinen Fernseher billiger als vor 20 Jahren und er sitzt auch mehr als 10 Stunden täglich davor. Aber was soll er sonst machen bei mehr als 12% Arbeitslosigkeit und einem Rentenniveau, daß in der gleichen Zeit mindestens um 40% an Kaufkraft verloren hat und Löhnen, die in den letzten 10 Jahren um ganze 10% nominal gestiegen sind und von denen er kaum noch eine Familie vernünftig ernähren kann, wenn nicht die ganze Familie mit schuftet. Denn er sitzt meistens in Wohnungen, deren Preise in den letzten 20 Jahren um 60% gestiegen sind und braucht Energie, die in der gleichen Zeit ähnliche Preissprünge verzeichnet u.s.w. u.s.w. …. Da kann ihm doch nur noch das Schweineschnitzel schmecken, denn schon der Kabeljau bleibt ihm im Halse stecken.
      Man kann solche, die wahren Lebensbedingungen nur verschleiernden, Mitteilungen dem Wahljahr zuschreiben, wo alle staatlich finanzierten Kräfte zur Mobilisierung der Wähler für die rot-rot-grün-gelb-schwarzen Blockparteien verpflichtet werden. Da tut es dem Wähler gut, wenn sich endlich eine Alternative für Deutschland (AfD) auftut.
      Mit freundlichen Grüßen
      Klaus Peter Kraa

    • Nach einer OECD-Statistik für 2007 betrugen die durchschn. Renten, gemessen in Prozent des letzten Arbeitseinkommens:
      in Deutschland 39,9%
      in Portugal 54,5%
      in Schweden 62,1%
      in Spanien 81,2%
      in Griechenland 95,7%.
      Bei Deutschland ist zu berücksichtigen, dass das Rentenalter um zwei Jahre angehoben und das Rentenniveau um 16% abgesenkt werden wird, obwohl schon jetzt das Rentenniveau in Europa nur im UK und in Irland noch niedriger ist als bei uns.
      Renten werde nicht aus den eingezahlten Beiträgen der Rentner sondern aus den Beiträgen der Arbeitnehmer zuzüglich der Staatszuschüsse für den Wegfall der Beiträge der 8,5 Mio nicht versicherungspflichtigen Jobs
      finanziert. Das ist in Deutschland so, kann aber auch, wie in der Schweiz) anders geregelt werden; jedenfalls hat Versicherungsmathematik dabei nichts zu suchen.

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