Konsumbarometer Das Geld sitzt wieder lockerer in deutschen Haushalten

Die Konsumfreude der Deutschen steigt wieder. Die Entwicklung passt zu anderen Konjunktursignalen.
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Das Konsumbarometer in Deutschland ist wieder angestiegen. Quelle: dpa
Passanten in Köln

Das Konsumbarometer in Deutschland ist wieder angestiegen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Zurückhaltung der Deutschen beim Konsum könnte sich bald auflösen. Darauf jedenfalls deutet das HDE-Konsumbarometer für den Monat August: Nachdem es im Juli stark eingebrochen war, liegt es mit 101,4 Punkten inzwischen wieder fast so hoch wie zuletzt im April. Der Anteil der Verbraucher, die sich vorstellen können, bald nennenswerte Anschaffungen zu tätigen, ist klar gestiegen.

Auch sind die rund 2.000 befragten Haushalte wieder etwas optimistischer, was die Entwicklung des eigenen Einkommens angeht. Die Sorge, dass sich die weltpolitischen Turbulenzen allzu bald auf die Wirtschaftslage in Deutschland durchschlagen könnten, scheint also nicht mehr so groß zu sein.

Die Entwicklung des Barometers – welches das Handelsblatt Research Institute für den Handelsverband HDE berechnet, um den Konsum im folgenden Quartal zu prognostizieren – passt zu anderen Konjunktursignalen der jüngsten Zeit: So hat sich auch die Stimmung bei den Unternehmen zuletzt wieder etwas gefestigt, nachdem sie sich zuvor von Monat zu Monat weiter eingetrübt hatte.

Nach einer langen Talfahrt landete der Ifo-Geschäftsklimaindex Ende Juli bei 101,7 Punkten. Im Vergleich zum Vormonat war das lediglich noch ein minimales Minus. Auch die Auftragslage der Industrie hat sich zuletzt wieder etwas gebessert. Gleichzeitig zeigt sich auch der Arbeitsmarkt robust, auch wenn die Quote der Jobsuchenden im Juli ferienbedingt leicht auf 5,1 Prozent angestiegen ist.

Über der konjunkturellen Entwicklung schwebt weiterhin die Unsicherheit, wie es im Handelsstreit der großen globalen Wirtschaftsblöcke weitergeht – und wie dramatisch die Folgen des Brexits sein werden.

So haben viele Wirtschaftsforscher ihre Wachstumsprognosen zuletzt gesenkt: Die EU-Kommission etwa geht davon aus, dass das Wachstum im Euro-Raum 2017 nur noch 2,1 Prozent betragen wird. Für Deutschland wird sogar ein Wert knapp unterhalb von zwei Prozent angesetzt. Zuvor waren jeweils 2,3 prognostiziert worden. Die wirtschaftliche Dynamik ist damit noch immer gut – aber nicht mehr so stark wie zuvor.

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