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Kontrolle der Fahrverbote Scheuer will beim Datenschutz nachbessern

An den Plänen zur automatischen Nummernschild-Erfassung zur Kontrolle der Fahrverbote gab es massive Kritik. Jetzt will Scheuer nachbessern.
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Scheuer hatte Kritik an den Plänen zur Kontrolle der Fahrverbote bereits zurückgewiesen. Der Bund wolle keine „Massenüberwachung“ der Autofahrer. Quelle: dpa
Verkehrsminister Andreas Scheuer

Scheuer hatte Kritik an den Plänen zur Kontrolle der Fahrverbote bereits zurückgewiesen. Der Bund wolle keine „Massenüberwachung“ der Autofahrer.

(Foto: dpa)

BerlinBundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will nach massiver Kritik an Plänen zur automatischen Kontrolle von Diesel-Fahrverboten beim Datenschutz nachbessern. Das Kabinett beschloss am Mittwoch einen Entwurf zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes.

Darin wird präzisiert, dass es sich um stichprobenartige Kontrollen handeln soll. Außerdem sollen die erhobenen Daten künftig spätestens zwei Wochen nach ihrer erstmaligen Erhebung gelöscht werden, bisher waren sechs Monate vorgesehen. Das geht aus dem Entwurf hervor, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Zuvor hatte die Funke Mediengruppe darüber berichtet. Über den Entwurf wird nun im Bundestag beraten.

Der Bundesrat hatte „erhebliche datenschutzrechtliche Bedenken“ gegen die von der Bundesregierung geplante automatisierte Nummernschild-Erfassung bei der Kontrolle von Fahrverboten geäußert. Eine automatisierte Kennzeichenerfassung greife in den Schutzbereich des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung ein, wenn die erfassten Daten nicht unverzüglich wieder gelöscht würden, hieß es in einer Stellungnahme.

Die Regelung erfasse unterschieds- und anlasslos alle Fahrer und Fahrzeuge, die sich innerhalb beschränkter Zonen bewegten. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung wurde abgelehnt, er ist aber nicht zustimmungspflichtig.

Scheuer hatte Kritik bereits zurückgewiesen. Der Bund wolle keine „Massenüberwachung“ der Autofahrer. Es gehe um nachhaltige Lösungen, die die Luft besser machten und die Mobilität der Bürger erhielten. In vielen Städten haben Gerichte Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge angeordnet.

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  • dpa
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