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Kostenexplosion Merkels Strompreislüge

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Ökostrom lässt die Kosten explodieren

Umlage auf den Strompreis

EEG-Vergütung nach Energieträgern

in Mrd. Euro


( mit der Maus über die Grafik fahren)

Die Erneuerbare-Energien-Branche hält solchen Berechnungen gern entgegen, der Strom aus Windparks oder Photovoltaik-Anlagen habe auch kostensenkende Effekte. So muss die deutsche Volkswirtschaft immer weniger Geld für fossile Brennstoffe wie Öl und Gas aufbringen. Außerdem überflutet an sonnen- und windreichen Tagen Öko-Strom die Leipziger Strombörse und drückt die Börsenpreise.

Fachleute sind sich aber einig, dass dadurch nur ein Bruchteil der Kosten aufgefangen werden kann. "Die finanziellen Belastungen durch die Energiewende sind enorm", sagt McKinsey-Experte Thomas Vahlenkamp. "Die Hauptlast tragen die privaten Haushalte."

Die besonders energieintensiven Branchen wie Stahl oder Aluminium hingegen können ab 2013 auf Subventionen für höhere Strompreise hoffen. Entsprechende Voraussetzungen hat die EU-Kommission durch Änderungen im Beihilferecht geschaffen, wie sie gestern mitteilte. 2013 tritt der Emissionshandel der EU in eine neue Phase, weiter steigende Stromkosten sind die Folge. Doch jetzt können die Mitgliedstaaten gegensteuern. Die entsprechenden Subventionen dürfen bis 2015 bis zu 85 Prozent der höheren Kosten abdecken.

Danach wird der Anteil der erlaubten Subventionen gesenkt. Die EU-Kommission begründet die Ausnahmeregeln damit, dass die betroffenen Industrien bei weiter steigenden Kosten aus der EU abwandern könnten. Wenn sie dann im Ausland ihren Strom aus vergleichsweise stark luftverschmutzenden Anlagen bezögen, wäre für den Klimaschutz nichts gewonnen. Die Bundesregierung wird aus den Emissionseinnahmen jährlich etwa 500 Millionen Euro für die stromintensive Industrie bereitstellen.

Energiewende: Merkels letzte Chance

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99 Kommentare zu "Kostenexplosion: Merkels Strompreislüge"

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  • Wenn der Ökostrom dermaßen die Preise explodieren lässt, wie kann es dann sein, dass der Strom aus der Atomnation Frankreich um 25% teurer ist, als bei uns? Müsste der ach so billige Atomstrom aus Frankreich nicht viel günstiger sein, als unser teurer Ökostrom?

  • Die EEG-Umlage muss sehr wohl von der Industrie gezahlt werden. Nur bei einem extrem hohen Stromanteil an der Wertschöpfung gibt es eine Befreiung!

  • Es wurde zwar nicht direkt gesagt, dass die Energiewende nichts kostet - aber vielleicht ist Ihnen der Slogan: "Die Sonne schickt keine Rechnung" bekannt. Damit tourte ein gewisser Franz Alt lange durch die Lande und Medien. Diese Aussage wurde von der Mehrheit so verstanden: "Die Energierwende bringt keine Kosten mit sich.

  • Da gab es doch mal einen Mann, Theologe und Journalist, auch im öffentlich rechtlichen Fernsehen - der tourte einige Jahre durch die Republik mit einem griffigen Slogan: "Die Sonne schickt keine Rechnung". Seit einiger Zeit hört man nichts mehr von dem Herrn - ach ja, der Name: Franz Alt

  • Zu versuchen wären alternative Stromtarife wie "Billigstrom ab Windfarm, wo und wann er anfällt". Stromintensive Industrien wie Aluminiumhersteller sind es gewohnt, dorthin zu gehen, wo der Strom anfällt. Wieso nicht in den Norden?

  • Der Ausstieg aus der Kernenergie war sicher Merkels größter Fehler. Alle Vorteile der Agenda 2010 sind mit der momentanen Energie und Europapolitik wieder aufgebraucht.
    Die beste Alternative währen Gaskraftwerke in Kombination mit Fracking. Außerdem könnten die Netze nach Frankreich und Tschechien ausgebaut werden. Das gibt genug Luft für ein paar Jahrzehnte, bis die Anti-Atom Stimmung verflogen ist und wir eine neue Generation sicherer Kraftwerke aus China importieren können.

  • Die EEG-Umlage stellt doch nur einen Bruchteil der vom Staat verursachten Kosten dar! Hinzu kommen die "Netzentgelte", die Teile der Kosten der Schattenkraftwerke enthalten, die Brennelementesteuer und diverses andere Gedöns. So hat man viele Jahre lang politische Sabotage an den Kernkraftwerken geübt: beispielsweise hat nach mir zugetragenen Informationen die Atomaufsicht in Schleswig-Hollstein wiederholt das Wiederanfahren des KKW Krümmel nach Revisionen ohne Grund um jeweils einige Tage verzögert, wodurch alle Projektpläne der Betreiber und der beteiligten Zulieferfirmen (die bei einer Revision manchmal über 1000 Mitarbeiter in einem KKW haben) platzten und erhebliche Mehrkosten entstanden.

  • Kleine Korrektur: Für Endverbraucher sind die Stromkosten in Deutschland mittlerweile etwa VIERMAL so soch wie in Texas. In Dallas, TX, betragen sie nach unserer Recherche derzeit umgerechnet auf Euro und "brutto" 7 Cent pro Kilowattstunde.

  • Der Bundesbürger zahlt so oder so - entweder direkt über die Stromrechnung, oder indirekt über geringere Lohnsteigerungen oder gar den Verlust seines Arbeitsplatzes. Die richtige Rechnung ist also: bei 20 Milliarden Euro pro Jahr, verteilt auf 80 Millionen Bundesbürger, zahlt jeder - vom Baby bis zum Greis - 250 Euro PRO JAHR für die Energiewende.

  • die Nutzung der Erneuerbaren Energien muss Vorrang haben, wenn wir unseren Kindern nicht die Last unserer Resourcenverschwendung, das verpresste CO2 und den Atommüll hinterlassen wollen. Langfristig ist die Nutzung der Erneuerbaren sogar kostengünstiger, da nur die Anlagen gebaut werden müssen - danach aber keine Brennstoffkosten mehr zu zahlen sind. Kurzfristig müssen diese Anlagen aber gebaut werden. Dazu ist Geld nunmal notwendig. Und das müssen wir auch ausgeben, wenn wir uns am nächsten morgen vor unseren Kindern nicht schämen wollen.

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