Krankenkassenbeitrag Gesundheitsministerium fordert Entlastung

Zum Jahreswechsel verfügten die gesetzlichen Krankenkassen über ein Finanzpolster von 28 Milliarden Euro. Das spricht laut Bundesgesundheitsministerium gegen eine Beitragssatzerhöhungen. Es sei eher Zeit für Entlastung.
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Reichlich strömendes Beitragsgeld brachte den Krankenkassen ein ungeahntes Finanzhoch. Quelle: dpa
Krankenkassen haben dickes Polster

Reichlich strömendes Beitragsgeld brachte den Krankenkassen ein ungeahntes Finanzhoch.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDas Bundesgesundheitsministerium sieht Spielraum für Beitragssenkungen bei den gesetzlichen Krankenkassen. „Hohe Finanzreserven“, die bei zahlreichen Krankenkassen Ende 2014 vorhanden gewesen seien, zeigten, „dass die Spielräume für niedrigere Zusatzbeiträge 2015 bei weitem nicht ausgeschöpft werden“, zitierte die „Wirtschaftswoche“ am Samstag aus einem Schreiben von Staatssekretär Lutz Stroppe an den zuständigen Ausschuss des Bundestages.

Zum Jahreswechsel verfügten die gesetzlichen Krankenkassen laut Gesundheitsministerium über ein Finanzpolster von 28 Milliarden Euro. „Angesichts der guten Finanzausstattung sind Spekulationen, es könne bereits im Laufe des Jahres 2015 wieder zu Beitragssatzerhöhungen kommen, fehl am Platze“, führte Stroppe dem Bericht zufolge aus. Es sei eher Zeit für Entlastung.

Seit diesem Jahr haben Kassen mehr Spielraum, ihre Einnahmen festzulegen: Es gilt seither ein Mindestbeitragssatz von 14,6 Prozent. Die Kassen können aber noch individuelle Zusatzbeiträge erheben, die in der Regel um die 0,9 Prozent liegen. Allerdings verlangen einige Kassen derzeit noch niedrigere Zusatzbeiträge.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) rechnet allerdings schon länger damit, dass die Versicherten bereits 2016 höhere Beiträge zahlen müssen als zu Beginn dieses Jahres.

  • afp
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