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Kredit Corona-Kredite in NRW und Bayern am höchsten

Die Coronakrise belastet ganz Deutschland finanziell – auch finaziell. Nordrhein-Westfalen hat Berechnungen des Ifo Instituts zufolge 25 Milliarden Euro an Krediten aufgenommen.
13.11.2020 - 08:50 Uhr Kommentieren
Auf NRW folgen Bayern mit 31 Prozent (20 Milliarden) und Niedersachsen mit 27 Prozent (rund 9 Milliarden). Quelle: dpa
Geldscheine

Auf NRW folgen Bayern mit 31 Prozent (20 Milliarden) und Niedersachsen mit 27 Prozent (rund 9 Milliarden).

(Foto: dpa)

Berlin Nordrhein-Westfalen nimmt einer Untersuchung des Ifo-Instituts zufolge die höchsten coronabedingten Kredite aller Bundesländer auf. Das bevölkerungsreichste Bundesland haben Kreditermächtigungen in Höhe von 33 Prozent seines Haushaltes von 2019 beschlossen, wie die Münchner Wirtschaftsforscher am Freitag mitteilten. Das entspreche 25 Milliarden Euro. Es folgen Bayern mit 31 Prozent (20 Milliarden) und Niedersachsen mit 27 Prozent (rund 9 Milliarden).

„Die Höhe der Kreditermächtigungen und der bereits in Anspruch genommenen Mittel erscheinen als Reaktion auf diese außergewöhnliche Situation nachvollziehbar“, schreiben die Ifo-Forscher um Niklas Potrafke und Joachim Ragnitz. „Die Schuldenbremse muss angesichts der konjunkturellen Entwicklung so schnell wie verantwortbar wieder eingehalten werden.“

Rheinland-Pfalz nimmt demnach Kredite von 20 Prozent seines Haushaltes auf. Es folgen das Saarland (16 Prozent), Bremen und Brandenburg (je 15), Baden-Württemberg (13), Hessen (12), Berlin (11) und Sachsen (10). Danach kommen Schleswig-Holstein (8), Hamburg (6) Mecklenburg-Vorpommern (4) sowie Sachsen-Anhalt (2). „Thüringen wurde mit 0 veranschlagt, da dort der Landtag bis zur Drucklegung des Aufsatzes noch nichts beschlossen hatte“, hieß es.

In absoluten Zahlen folgen auf NRW und Bayern die Bundesländer Hessen und Baden-Württemberg mit jeweils rund 14 Milliarden Euro, dann kommen Niedersachsen (9), Berlin und Sachsen (je 6), Rheinland-Pfalz (3,5), Hamburg (3), das Saarland und Brandenburg (rund 2), Schleswig-Holstein und Bremen (rund 1). Schlusslichter sind Mecklenburg-Vorpommern mit 700 Millionen Euro und Sachsen-Anhalt mit rund 260 Millionen Euro.

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