Kreditaffäre Neue Vorwürfe gegen Christian Wulff

Bundespräsident Christian Wulff soll Medien zufolge weitere geschäftliche Beziehungen zu Egon Geerkens verschwiegen haben. Geerkens sei Mandant und Vermieter von Wulffs Rechtsanwaltskanzlei gewesen.
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Wulff soll weitere Geschäftsbeziehungen verschwiegen haben. Quelle: dpa

Wulff soll weitere Geschäftsbeziehungen verschwiegen haben.

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BerlinBundespräsident Christian Wulff soll nach Recherchen von „tagesschau.de“ weitergehende geschäftliche Beziehungen zum Geschäftsmann Egon Geerkens unterhalten haben als bislang angegeben. Geerkens sei Mandant und Vermieter einer Rechtsanwaltskanzlei gewesen, für die Wulff über Jahre hinweg tätig gewesen sei, berichtete „tagesschau.de“ am Montag. Bislang war bekannt, dass Geerkens Ehefrau Wulff 500.000 Euro für den Kauf eines Hauses lieh.

Geerkens sei jahrelang Mandant der Osnabrücker Anwaltskanzlei Funk, Tenfelde und Partner gewesen, für die Wulff mehr als 15 Jahre tätig gewesen sei, berichtete „tagesschau.de“ unter Berufung auf Anwaltsschreiben, in denen Wulff im Briefkopf geführt wird. Die Kanzlei habe noch im Oktober 2004 Geerkens vertreten, der Unternehmer sei zudem bis 2007 Vermieter der Kanzleiräume gewesen. Die niedersächsische Landesregierung hatte im Februar 2010 in einer Fragestunde des Landtags erklärt, zwischen Wulff und Geerkens habe es in den vergangenen zehn Jahren keine geschäftlichen Beziehungen gegeben.

Wulffs Anwalt Gernot Lehr erklärte gegenüber „tagesschau.de“, Wulff habe seine anwaltliche Tätigkeit 1994 abgeschlossen und danach keinerlei Einkünfte mehr aus seiner Anwaltstätigkeit erhalten. „tagesschau.de“ berichtete indes, die Kanzlei habe auch danach wiederholt mit Wulff als prominentem Kanzleimitglied geworben. Die Kanzlei selbst erklärte demnach, Wulff sei bis 1994 als Anwalt angestellt gewesen und sei dann in ein freies Mitarbeiterverhältnis gewechselt. Diesen Vertrag habe er erst im Sommer 2011 aufgelöst. Bis dahin sei er als Außensozius geführt worden, ohne aber Mandanten zu vertreten.

  • afp
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25 Kommentare zu "Kreditaffäre: Wulff soll Geschäftsbeziehung zu Geerkens verschwiegen haben"

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  • Also ich finde, so langsam reicht es. Der ist ja nur noch negativ in den Schlagzeilen.
    Merkt Wulff eigentlich nicht selber, dass er dem Amt schadet, wenn er weiterhin am Stuhl klebt?
    Hat er denn nicht einen Funken Anstand und be endet das endlich?
    Hier zeigt sich doch eigentlich bestens, was wir für "Eliten" haben, sie sind allesamt unterste Schublade.

  • @ Marion,
    mit Verlaub; das Ehrenwort, im Zusammenhang mit einer Badewanne, war ein anderer Fall.
    Ironie aus.

  • Sind wir Bundesmichels doch alle froh, daß wir so einen in allen Belangen integren, von Bundesmutti ausgewählten, über jedweden Verdacht erhabenen BP haben, der gerne bereit ist, jedwede ESM- o. ähnliche Verpflichtung seitens des bundesdeutschen Steuermichels zu unterzeichnen, damit er bis ans Ende seiner Tage die Apanage erhält.

    WIE TIEF ist dieses Land unter diesen Politdarstellern gesunken!?

    Mir fehlen irgendwie die Worte!

  • Naja, langsam aber sicher sollte man unseren BuPräs. bei der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften für den Nobelpreis für Chemie vorschlagen. Er hat nämlich eindeutig das Teflon eklatant weiter entwickelt. Egal welchen vom BuPräs. selbst gemachten Dreck die Journalisten nach ihm werfen, da bleibt wirklich nix haften. Ich glaube sogar allmählich das noch nicht mal nachgewiese Banküberfälle und Kinderschändung etwas daran ändern würden. Der Mann bleibt standhaft mit seinem Amt verbunden, einfach abstossend phänomenal und eine neue Form von "treuer Pflichterfüllung" ! Im medialen "Stahlgewitter" entstand uns ein "großartiger" neuer "Held".

  • Bekommt ein Außensozius Geld?

    Als Nicht-Jurist stelle ich die Frage: Wenn Hr. Wulff bis Sommer 2011 ein "Außensozius" war, hat er dann Geld bekommen von Funk, Tenfelde und Partner? Oder wie ist die Beziehung zwischen Kanzlei und Außensozius?

  • Liebe Leute,
    das ist doch an den Haaren herbeigezogen. Erstens heißt das überhaupt nicht, daß Wulf geschäftliche Beziehungen gehabt hat, wenn zwischen ihm und Geerkens keine Mandatsbeziehung vorlag. Zweitens muß Wulf, da auch die Sozien der Kanzlei der anwaltlichen Schweigepflicht unterworfen waren davon gar nicht zwingend etwas gewußt haben als reiner max. Briefkopfsozius. Drittens hätte Wulf, wenn er über solche anwaltlichen Drittgeschäftsbeziehungen im aller weitesten Sinne berichtet hätte gegen die ihm gesetzlich obliegende anwaltliche Schweigepflicht verstoßen. Das wäre nun ein echter harter Gesetzesverstoß gewesen. Als Geerkens hätte ich ihn nie von der Pflicht zur Verschwiegenheit entbunden. Über wie wenig journalistischen Anstand muß man verfügen, wenn man diese Umstände, die jedem gut ausgebildeten Journalisten bekannt sind im Artikel nicht erwähnt nur um den Topf der Emotion schön weiter am Kochen zu halten. Das Lesen von Springer habe ich schon eingestellt. Mit dem Handelsblatt geht es bald weiter.

  • "...und versuchen es bei den Piraten!"

    Darf ich Ihnen ein Taschentuch reichen? Ja, die Welt ist so grausam und ungerecht.

    Aber was die Piraten betrifft, würde ich eher darauf setzen, daß es dazu (den anderen das Auge aushacken) gar keiner "anderen" bedarf - den Job werden die Piraten schon selbst übernehmen.

    Wenn ich im TV einen Piraten sehe, der seinen Parteisprecher als "das Frettchen" bezeichnet, verstehe ich Martina nur zu gut, die lieber erst mal ihren Abschluss machen will.

    Bis dahin hat sich die Trollgemeinde, die sich für "die" Piraten hält, slebst von Bord gekickt und, oh Schreck!, die "Realos" bleiben übrigen, Martina ist mit ihrer Ausbildung durch - und _dann_ reden wir noch mal über die Piraten.

  • Wulff SOLL drei Hoden haben
    Wulff SOLL sich den Hintern mit links wischen
    Wulff SOLL eine dritte Brustwarze haben
    Wulff SOLL vom Planeten Holger Frinkams stammen
    Wulff SOLL ...

    Blah, Blah, Blah.

    Konnte man sich nicht darauf verständigen, einfach nur das zu schreiben, was er HAT?

  • Stimmt genau! Langsam reicht's!
    Als Wulff Landesvorsitzender von Niedersachsen wurde, hat er seine Anwaltstätigkeit niedergelegt. Vorher war er in der Anwaltskanzlei angestellt; es war nicht seine. Und folglich war er auch nicht der Mieter. Was ist das für eine Geschäftsbeziehung. Da kann sich die Tagesschau aber an die Brust klopfen, was sie da wieder einen Skandal ausgegraben haben. Und die Handelsblätter hängen das mal wieder unbesehen an die große Glocke, als wäre ihnen in diesem wild sich drehenden Skandalkarussel auch das letzte Quentchen Grips ihnen noch aus den Ohren davongeflogen. Was fehlt denen denn? Ethisches Empfinden, Verstand, Verantwortungsbewußtsein oder von allem etwas?

  • So lange die "Deutschen" Ihren Arsch nicht hochkriegen und auf dem Pariser Platz in Berlin wochenlang, täglich demonstrieren und unseren Bundestagsabgeordneten vom Volk
    basisdemonkratisch " feuer unterm Arsch" gemacht wird ändert sich gar nichts in der Bananenrepulik Deutschland.

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