Krieg gegen den Terror Die wahren Kosten der Anschläge

Die Anschläge am 11. September 2001 waren ein Angriff auf das Herz der westlichen Wirtschaft. Der ökonomische Schaden für die USA wirkt bis heute nach. Die verheerende Bilanz.
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Bushs legendäre Rede am Ground Zero

WashingtonMaximalen Schaden anzurichten, das war das Ziel von Osama bin Laden und El Kaida. Als die Terroristen die Anschläge vom 11. September 2001 planten, wollten sie möglichst viele Menschen töten und gleichzeitig den größtmöglichen wirtschaftlichen Schaden anrichten. Deshalb steuerten sie zwei Flugzeuge in das World Trade Center, das Herz der westlichen Wirtschaftswelt.

Wie teuer der Anschlag und der darauf folgende „Krieg gegen den Terror“ die USA zu stehen kommen würde, hätte sich aber auch Bin Laden wohl niemals träumen lassen. Die Bilanz nach zehn Jahren ist verheerend: Ökonomen schätzen, dass die Kosten für die USA inzwischen ähnlich hoch sind wie im Zweiten Weltkrieg. Die enormen Ausgaben trieben die Staatsverschuldung in die Höhe, die heute schwer auf dem Land lastet. Zugleich begünstigte die Konzentration der Supermacht auf den Anti-Terrorkampf den Machtverlust gegenüber China.

Allein die Waffengänge in Afghanistan und im Irak kosteten nicht nur mehr als 6 000 US-Soldaten und zahllosen Zivilisten das Leben, sie verschlangen darüber hinaus eine unvorstellbare Menge Geld. Eine aktuelle Studie der Brown University beziffert die Ausgaben für die Kriege, die die Regierung unter Präsident George W. Bush nach den Anschlägen anzettelte, auf 3,7 bis 4,4 Billionen Dollar. Zum Vergleich: Den Vietnam-Krieg taxieren Experten inflationsbereinigt auf 686 Milliarden, den Zweiten Weltkrieg auf 4,4 Billionen Dollar.

Der amerikanische Nobelpreisträger Joseph Stiglitz hat dazu seine eigene Rechnung aufgemacht. Der Wirtschaftsprofessor der Columbia University kalkulierte die Kriegskosten bereits 2008 auf drei bis fünf Billionen Dollar. Heute, betont Stiglitz, sei diese Annahme längst von der Realität überholt: Addiere man alle finanziellen Belastungen hinzu, die durch Invalidenrenten und Behandlungskosten für viele zum Teil schwer verletzte Soldaten entstünden, dann steige die Summe noch einmal um bis zu 900 Milliarden Dollar. Zusätzlich hätten die im Zuge der Kriege gestiegenen Ölpreise die US-Verbraucher gezwungen, deutlich mehr Geld für Benzin statt für den Kauf amerikanischer Waren auszugeben.

Am meisten bekümmert den meinungsstarken Wirtschaftsprofessor aber, dass die Kriege auf Pump finanziert wurden. Als Bush im Januar 2001 die Regierungsgeschäfte von Bill Clinton übernahm, hinterließ der einen ordentlichen Haushaltsüberschuss. Bush ordnete nicht nur zwei große Kriege an, er beglückte die amerikanische Oberklasse auch noch mit Steuergeschenken. Die Steuersenkungen der Jahre 2001 und 2003 sowie die gestiegenen Militärausgaben sind laut Stiglitz „der Schlüssel dafür, warum wir von einem Überschuss in Höhe von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts jetzt in eine prekäre Defizit- und Schuldenposition geraten sind“.

Dagegen wirken die direkten Schäden der Anschläge vom 11. September geradezu winzig. Die eingestürzten Gebäude, die zerstörte Infrastruktur und die Aufräumarbeiten rund um das World Trade Center kosteten laut einer Studie zusammen rund 22,7 Milliarden Dollar.

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11 Kommentare zu "Krieg gegen den Terror: Die wahren Kosten der Anschläge"

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  • .
    Genau das versuche ich seit Jahren wieder zu geben.
    Die Amerikaner sind einfach zu blöd für diese Welt.
    Um sich solidarisch mit ihnen zeigen zu können, könnte ja zum eigenen Nutzen sein, springen mir XYZ ins Wort und erklärt mich für viel blöder.

    Beruhigt von diesem Umstand lehnen sich die eigentlichen blöden wieder zurück und machen wie gehabt weiter.

    Am amerikanischen way of life sollst du genesen !!!
    Da kann ich nur sagen, was ein Glück kommt zu dieser Blödheit noch eine viel grßere Portion Eitelkeit hinzu.
    Man kann nicht krieg gegen die Physik führen und ihn gewinnen. Über jahrmilliarden gespeicherte Energie in 200 Jahren frei setzne und sich danach reicher fühlen funktioniert nicht.
    .

  • --@ 1444057

    vordergründig (oberflächlich) gesehen haben Sie Recht.

    Aber es ist dennoch ein riesiger Unterschied, ob eine Volkswirtschaft sich auf Krieg (Massenmorde) oder Aufbau (Erschaffen neuer Werte) befasst.

    Krieg zerstört (das Unterbewusstsein der Mörder)
    Frieden ernährt

    Ein gesunder Wettbewerb bereichert beide, wie z.b. der Kampf um die Eroberung des Weltraums. Aber wehe denen, die ihr Glück auf dem Unglück anderer begründen.

    Amerika ist deshalb (auch so) am Ende, weil sie 10 Jahre lang die Menschenrechte (Auch wenn Krieg off. legal ist) mit Füßen (Bomben) getreten haben. Hinzu kommt, dass Amerika sich immer mehr zum Sozialstaat gemausert hat.

    Amerika hat den Pfad der "Werteerschaffung" verlassen und zerstört, wo sie langkommen

    Dt. hat den Pfad der Werteerschaffung auch verlassen, denn hier gelten nur noch der Rechte der UMVERTEILUNG, wer die Werte erschaffen soll, ist leider irrelvant.

    Aber evtl. muss man auch eine energetische Denkweise haben, um das alles verstehen zu können.

    sorry an alle Profanen

  • Eine Milchmädchenrechnung.

    Wohin floss denn das Geld, das ausgegeben wurde?
    Im Grunde war es doch eine riesen große Maßnahme, Stellen in der Rüstungsindustrie zu halten, Arbeitslose als Soldaten von der Straße oder direkt von der High School zu holen. Mit dem Geld wurde massiv die heimische Wirtschaft angekurbelt, indem Waffen, Munition, Ausrüstungsgegenstände und Kleidung gekauft werden mussten.

    Wir Deutschen bauen Autobahnen, die Amis führen Krieg.
    Wer glaubt denn heute noch, dass Kriege wegen Ideologien oder der Gerechtigkeit geführt werden und nicht wegen dem Geld und anderen politischen Gründen.
    Vor dem 2. Weltkrieg waren die USA doch nur eine große Agrar-Nation ohne nennenswerte Industrie. Die Rüstungsindustrie hat die USA groß gemacht und wenn heute Obama in stark subventionierten Fabriken für Windkraftwerke herumspaziert, dann ist das für mich nur ein Ausflug ins Teletubbi Land.

  • "Zusätzlich hätten die im Zuge der Kriege gestiegenen Ölpreise die US-Verbraucher gezwungen, deutlich mehr Geld für Benzin statt für den Kauf amerikanischer Waren auszugeben."

    Ja, u. a. um die Kriege zu finanzieren. Absolut absurd.

  • Zum einen finde ich das Pseudo "Dummschule Deutschland" sehr treffend, denn ausser Venezuela und den USA gibt es wenige Länder, die mit aller Macht versuchen ihr Land, ihr Schätze und alles was sie besitzen, mit aller Macht vernichten und verschenken und sich somit enteignen.asZvf

  • Das aller schlimmste was seit dem 11.9. geschah ist:
    Dass man den Oberverbrecher G.W.Bush und seine Spiessgesellen nicht für die von ihnen inszenierte, unnützen Kriegen nicht bestrafen kann!
    2000 Jahre Knast wäre noch zu gut!

  • Wer jetzt noch die offizielle Version glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen. Die Physik wird bei den "Untersuchungsergebissen" mehrfach auf den Kopf gestellt. Wer an derartige Wunder glauben möchte, der soll es. Das Handelsblatt sollte hier kritischer agieren oder besteht eine Veröffentlichungspflicht gewisser Wahrheiten?

  • .
    Was schon wieder bezeichnend ist für die ganze Situation. In USA liegt der Preis des Erdöls natürlich wieder 20% darunter.

    Ein Beweis für die Armseeligkeit dieser Nation.
    Es kann nämlich sonst nichts !!!
    .

  • .
    Ihr könnt euch heute noch garnicht vorstellen,
    was ihr Atta und co. zu verdanken habt.
    Selbst wenn ihr es viel späteren Jahren überhaupt nicht zugeben würdet.
    Denn Atta habt ihr es zu verdanken, daß das Erdöl heute, nach zehn Jahren, nicht mehr 10 sondern 100 Dollar kostet.

    Nur wer diesem Umsatnd einen Gewinn abringen kann, hat auch die Realitäten begriffen.
    .

  • Blödsinn. Handelsblatt, du solltest dich schämen, so ein Unfug hier zu verbreiten. Wer hat dir diesen Artikel untergejubelt und wieviel hat er gezahlt.

    Es ist ja wirklich nicht zu glauben, für wie dumm uns diese Zeitung hier hält.

    Ich bin enttäuscht.

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