Kriminalität Weniger Jugendliche verurteilt

Die Zahl der Verurteilten in Deutschland geht weiter zurück, ebenso die Jugendkriminalität. Dennoch werden Jüngere häufiger verurteilt als Ältere – und nur jeder Fünfte aller Verurteilten ist weiblich.
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Jeder fünfte Verurteilte stand wegen Straftaten im Straßenverkehr vor Gericht. Quelle: dpa

Jeder fünfte Verurteilte stand wegen Straftaten im Straßenverkehr vor Gericht.

(Foto: dpa)

WiesbadenIn Deutschland werden immer weniger Menschen verurteilt. Die Gerichte verhängten 2013 gegen rund 755.900 Angeklagte eine Haft-, Bewährungs-, Geld- oder Jugendstrafe. Das waren so wenige wie nie seit Einführung der flächendeckenden Statistik im Jahr 2007.

Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der rechtskräftig Verurteilten noch einmal um zwei Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch berichtete. Die Jugendkriminalität geht statistisch ebenfalls stetig zurück. Dennoch wurden Jüngere wieder häufiger verurteilt als Ältere.

Straftaten im Straßenverkehr waren die größte Deliktgruppe – mehr als jeder Fünfte aller Verurteilten stand wegen Verkehrssünden vor Gericht. Häufigste Sanktion ist nach wie vor die Geldstrafe. 81 Prozent der Verurteilten waren Männer.

  • dpa
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4 Kommentare zu "Kriminalität: Weniger Jugendliche verurteilt"

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  • "Die Zahl der Verurteilten in Deutschland geht weiter zurück, ebenso die Jugendkriminalität".
    Die Pressemitteilung des statischen Bundesamtes spricht in keiner Weise von einem Rückgang der Jugendkriminalität (auch nicht der von Erwachsenen), sondern nur über den Rückgang von Verurteilungen. Ist das ein gutes oder schlechtes Zeichen?
    Gibt es weniger Verurteilungen aufgrund rückläufiger Kriminalität, aufgrund personell überforderter Strafermittlungsbehörden, aufgrund im Bundesgebiet nicht greifbarer Straftäter oder aufgrund von Resignation geschädigter Bürger die möglicherweise Eigentumsdelikte wegen fehlender Aussicht auf Ermittlungserfolg gar nicht zur Anzeige bringen?

  • Aus der rückläufigenZahl der Verurteilungen glaubt man also auf den Rückgang der Kriminalität schliessen zu können. Vielleicht sollte man daraus eher auf eine zunehmende Verblödung der schon ohnehin unfähigen Ermittlungsbehörden bzw. staatlicher Organe (Ausnahme Finanzbehörden) generell schliessen, sowie weichgespülter, Verständis für schlimme Kindheit und herkunftskulturbedingter Verhaltensweisen aufbringender Richter

  • Bloss nicht differenzieren, denn das würde zu unnötigen Spannungen gegen Islamisten führen.

  • Man könnte auch eine solche Statistik etwas differenzierter im HB veröffentlichen bzw. dastellen. Bisher tut man dies aber nicht. Verständlich, gewollt? Was würde in dieser Zeit dagegensprechen, wenn man diese mit und ohne Migrationsanteil und dies ggf. im prozentualen Verhältnis darstellt.

    Man könnte hier schon anfangen den Pegida-Anhängern die Zähne zu ziehen. Dies u.a. wären Beiträge die erhitzten Gemüter zu beruhigen. Wir müssten uns an der eigenen Nase fassen, weil es unsere eigenen Kinder sind, die diese negativen Statistiken anführen. Oder sollte ich mich irren?


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