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Kriminalstatistik Seehofer hält Deutschland für „eines der sichersten Länder der Welt“

Die Kriminalstatistik für das Jahr 2018 belegt einen weiteren Rückgang der Straftaten – und einen leichten Anstieg bei der Aufklärungsquote.
Update: 02.04.2019 - 13:42 Uhr Kommentieren
An diesem Dienstag stellte der Bundesinnenminister die polizeiliche Kriminalstatistik für 2018 vor. Quelle: dpa
Horst Seehofer

An diesem Dienstag stellte der Bundesinnenminister die polizeiliche Kriminalstatistik für 2018 vor.

(Foto: dpa)

Berlin Deutschland wird sicherer: Wie die Kriminalitätsstatistik für 2018 zeigt, geht die Zahl der Straftaten weiter zurück – und erreicht den niedrigsten Stand seit dem Beginn der gesamtdeutschen Datenerhebung in den frühen 1990er-Jahren. Man könne daher „uneingeschränkt sagen, dass Deutschland eines der sichersten Länder der Welt ist“, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer an diesem Dienstag in Berlin.

Der CSU-Politiker hob auch den leichten Anstieg bei der Aufklärungsquote von Verbrechen hervor, die den höchsten Stand seit einer Statistikänderung 2005 erreicht hat. Insgesamt haben die Polizeibehörden im vergangenen Jahr 5,56 Millionen Straftaten registriert. Das sind 3,6 Prozent weniger als 2017. „Jede Straftat ist natürlich eine zu viel. Aber objektiv ist dies der niedrigste Wert seit Jahrzehnten“, sagte Seehofer.

Von der Statistik werden allerdings nur jene Verbrechen erfasst, die der Polizei gemeldet werden. Es bleibt ein Dunkelfeld. „Wir sehen nur Ausschnitte“, räumte Holger Münch, Chef des Bundeskriminalamts, bei der Vorstellung der Zahlen ein.

Trotzdem sei die Statistik aussagekräftig, da auf Umfragen basierte Schätzungen darauf hindeuteten, dass das Verhältnis zwischen gemeldeten und nicht-gemeldeten Straftaten konstant geblieben sei.

„Weniger als ein Prozent der Bevölkerung ist von schweren Straftaten wie Raub oder Wohnungseinbruch betroffen“, sagte Seehofer. Dass die Zahl der Einbrüche deutlich abnimmt – einen Rückgang von 16,3 Prozent verzeichnet die Statistik –, bezeichnet Seehofer als besonders erfreulich.

Die Furcht vor Einbrüchen hatten in den vergangenen Jahren das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung stark beeinflusst. Noch deutlicher sank die Zahl der erfassten sexuellen Übergriffe; diese gingen um 18,2 Prozent zurück.

Dagegen stieg die Zahl der Drogendelikte (plus 6,1 Prozent), der Straftaten gegen das Arzneimittelgesetz (plus 8,3 Prozent) und der Verbreitung pornografischer Schriften (plus 13,6). Den stärksten Zuwachs verzeichnete die Rubrik „Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf die Staatsgewalt“. Dieser Anstieg mache ihn besonders betroffen, betonte Seehofer.

Allerdings ist die Zunahme von fast 40 Prozent auch der Tatsache geschuldet, dass eine Reform des Strafgesetzbuchs dazu geführt hat, dass mehr Straftaten unter diese Kategorie fallen.

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