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Krisenpolitik unter Beschuss „Bald kauft die EZB auch alte Fahrräder auf“

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Sorge um Deutschlands Bonität

Spätestens seit Freitag ist das nicht mehr zu halten: Noch vor dem Wochenende war in Rom und Frankfurt zu erfahren, dass es zu einem Kuhhandel kommen dürfte - mehr Sparanstrengungen in Rom gegen Anleihekäufe in Frankfurt. Italien besserte sein Sparpaket nach - die EZB kauft laut Händlern seit Montagmorgen Roms Anleihen. Damit scheint ein einstiges Tabu Normalität zu werden.

Hinzu kommt, dass in Berlin auch noch aus anderen Gründen deutliche Zweifel an der EZB-Krisenpolitik laut werden. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch befürchtet durch die neuerlichen Stützungsmaßnahmen Auswirkungen auch auf die deutsche Bonität. „Es ist ein Rutschen auf der schiefen Ebene und übersteigt jede Dimension“, sagte Willsch dem Handelsblatt. „Dies wird auch Auswirkungen auf die Bonität Deutschlands haben.“

Willsch gehört zu den Gegnern umfangreicher Rettungsmaßnahmen für verschuldete Staaten. Er rechnet damit, dass die Zahl der Kritiker im Bundestag steigen wird. „Bislang habe ich die Zahl derer, die Bauchschmerzen mit der Art der Euro-Rettung haben, auf 30 bis 40 Prozent geschätzt“, sagte er. „Es werden jetzt eher noch mehr werden, weil immer wieder nicht eingehalten wird, was vorher gesagt wurde“, kritisierte er.

Der Dresdner CDU-Parlamentarier Manfred Kolbe sprach vom „Schuldensozialismus“. Die Politik der Rettungsschirme sei gescheitert. Staaten wie Spanien oder Italien seien zu groß. „Eine ehrliche Politik mit einer Umschuldung im Fall Griechenland wäre der bessere Weg gewesen“, sagte er. Angesichts der neuen Lage müsse die Fraktion beraten. „Eine Sondersitzung der Fraktionen ist das Mindeste, angesichts der Schwere und Tragweite der Lage“, sagte Kolbe. Der CDU-Haushaltspolitiker Alexander Jung bezeichnete es als „verheerend, jetzt auch noch mit EZB-Geld Anleihen von Spanien und Italien aufzukaufen“.

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43 Kommentare zu "Krisenpolitik unter Beschuss: „Bald kauft die EZB auch alte Fahrräder auf“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ich empfinde es als Zumutung, dass die Handelsblatt als eines der letzten einigermaßen seriösen Finanzzeitungen jetzt schon die Ansichten des linkspopulistischen unseriösen gewerkschaftsnahen IMK-Instituts verbreiten. Die die immer für Staatsverschuldung und Lohnerhöhungen auch zur Unzeit sind, wollen jetzt noch Lösungsvorschläge unterbreiten? Lächerlich!

    Natürlich ist die Unabhängigkeit der EZB nicht gegeben. Es ist zuviel Geld für den realen Markt da, die Kleinanleger zahlen es jetzt schon mit Billigzinsen und durch die erhöhte Inflation wird es sie richtig erwischen.

    Das trifft die deutschen dreifach: Einmal als Steuerzahler wegen der Staatsschulden, einmal als Anleger wegen der Inflation und zum dritten als Lohnenpfänger, da reallohnanstiege auf 10 Jahre ausgeschlossen sind.

  • Nie. Denn wir haben nur noch stramm linke Parteien. Eine bürgerliche Partei als Gegengewicht, die einiges wieder in Ordnung bringen könnte, fehlt in diesem Land.
    Sie wird ja auch von den gesamten Sozialisten verhindert
    Denn die CDU ist ja schon lange keine demokratischen Union mehr.
    Es ist die völlige Deutschland Vernichtung angesagt.
    Schulden + Überfremdung auf usnre Kosten sind eine brisante Mischung
    Unsere eigenen Politiker arbeiten gegen das eigne Land und Volk.
    So etwas hat es wohl noch nie gegeben

  • Stimmt. Ein Volk, was überhaupt nicht mehr nachdenkt, ständig nur dem angesagten Zeitgeist hinterher rennt, ist leicht manipulierbar und sas ist gefährlich.
    Und für diese Manipulationen haben wir ja die linke Presse und die Medien, die von der Politik gesteuert sind.
    Und der Zetigeist udn die political correctness ist nun mal links
    Ein solches Volk würde auch einen 2. Hitler wählen.
    Und genau das sollte uns wachsam machen, denn das macht Angst

  • ja richtig. Eigentlich könnte doch die EZB gleich mit Wagen rumfahren und Metallschrott einsammeln.
    Ich hab auch noch so einige Dinge im Keller die Metallschrott sind und somit viel wert.
    Anstatt das Einsammeln irgenwem zu überlassen, die hin und wieder hier durch die Straßen fahren, könnte das doch die EZB übernehmen
    Das wäre wenigstens ein gutes Geschäft

  • Der Euro funktioniert nicht. Schafft ihn ab bevor wir auch hier in Deutschland ruiniert sind. Wenn die Waehrung zusammenbricht, sind auch unsere Finanzwerte hinueber. Deutschland kann nichts fuer die Politik in Italien, Spanien, Portugal, Griechenland, Irland und wo auch immer. Und EZB-Stuetzungen werden die Politik in diesen Laendern nicht aendern. Das Ende des Euro wird hinausgeschoben, aber es kommt dann um so gewaltiger. Schafft den Euro ab und damit natuerlich auch gleich die EZB. Jedes Zoegern wird die Konsequenzen nur verschlimmern.

  • Schon seit einiger Zeit beobachte ich oben angegebenen markt und habe festgestellt:
    Es gibt eine Verknappung, die derzeit noch keine großen Kursbewegungen ausgelöst hat. Sollte aber die Nachfrage weiter steigen, sehe ich diesen Markt stark bullisch.
    Eine Verdoppelung dieser Werte ist zu erwarten.
    Neu ist allerdings, daß die EZB hier mitmischt und den Part von Hedge Fonds übernommen hat.
    In diesen unsicheren Zeiten brauchen wir reale Werte und das ist bei alten Fahrrädern durchaus gegeben.
    Ich wünsche der EZB ein gutes Händchen bei ihren Geschäften.

    Schönen Tag noch.

  • Halloooooo Deutschland wach auf ! ! !

    es ist Tanzpause, trink was und besinne dich auf deine Tugenden "seriös arbeiten und wirtschaften"
    und überlass den euro den Verbrechern Europas.
    Besinne dich; wie oft gingen die Südstaaten Europas am Bankrott vorbei, wegen Misswirtschaft, Schlendrian,Korruption, Selbstbetrügerei ?
    Willst Du Deutschland dafür blechen ? hör auf mit dem Scheiss !

  • gute worte......... gratuliere.
    was die eurofritzen aber im moment abziehen ist schlicht ein kapitulationsprogramm zu gunsten jener staaten, welche betrogen haben. auf kosten der ehrlichen. wenn das so weitergeht, haben sie mehr als recht.

  • Es kann ja wohl nicht sein, dass die EZB durch die Hintertür Staatgelder (Steuergelder) in Eigenregie verschleudert.
    Auf diese Weise werden doch durch die Hintertür schlicht und einfach Steuergelder (welche z.b. für Schuldenabbau in BRD gebraucht würden) in die Pleitestaaten gepumt.
    Dies war und wird niemals das sein, was für Europa gut ist und vom Stimmbürger gewollt ist. Da kann man der Schweiz nur gratulieren, dass sie an dieser Possen nicht teilgenommen hat. Was sich hier Politik und EZB leistet, ist schlicht kriminell. mit verlaub ein schweizer

  • Nachtrag:
    Die Talfahrt an den Börsen spiegelt nicht nur die doppelte Angst vor einer weltweiten Rezession und einer unkontrollierbaren Staatsschuldenkrise wider. Dahinter steckt auch das schwindende Vertrauen in die Fähigkeit der Politik, der selbst verschuldeten Krise Herr werden und einen glaubwürdigen Weg zum Abbau der Verschuldung aufzeigen zu können.
    Europas überforderte Krisenmanager taumeln von einer Verlegenheit in die andere. Noch bewahrt der Bürger die Ruhe – trotz der gebrochenen Versprechen und der Sorge um die Ersparnisse, trotz der Hilflosigkeit der Politik und des undurchschaubaren Spiels der Finanzmärkte, trotz der Zukunftsentscheidungen am Parlament vorbei. Aber was ist, wenn die Rettungsaktionen misslingen, Wachstum und Wohlstand nicht mehr mit gepumptem Geld produziert werden können und nach dem Vertrauen in die Währung auch das Vertrauen in die Demokratie schwinden sollte? Das wäre dann der eigentliche Ernstfall. Es sieht nicht so aus, als ob die weiter um den heißen Brei herumredenden Politiker diesen Ernst der Lage schon begriffen hätten.

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