Kristina Schröder Die gescheiterte Familienministerin

Kristina Schröder gerät zur tragischen Figur im Kabinett Merkel. Was die Ministerin anfasst, zerrinnt ihr unter den Händen. Auch ihr Projekt einer Flexi-Frauenquote kommt nicht mehr. Eine Steilvorlage für die Opposition.
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Ministerin auf Abruf? Kristina Schröder (CDU) auf der Regierungsbank im Bundestag in Berlin. Quelle: dapd

Ministerin auf Abruf? Kristina Schröder (CDU) auf der Regierungsbank im Bundestag in Berlin.

(Foto: dapd)

DüsseldorfStünde in diesen Tagen eine Kabinettsumbildung an, dann würde Bundeskanzlerin Angela Merkel möglicherweise Kristina Schröder (beide CDU) über die Klinge springen lassen. Die Familienministerin gilt schon lange als Nullnummer. Die „Bild“-Zeitung brachte ihre Bilanz unlängst auf den Punkt: „Kein Mut! Keine Ideen! Kein Erfolg! Nix ist öder als die Politik von Frau Schröder“.

Dass die CDU-Politikerin jetzt eines ihrer zentralen Projekte, die umstrittene Flexi-Quote für Frauen in Führungspositionen, für diese Legislaturperiode begräbt, zeigt einmal mehr ihre Schwierigkeiten, sich im Berliner Politikbetrieb durchzusetzen. Denn die Quote ist nur eines von vielen Vorhaben, die der Ministerin unter ihren Händen zerrinnen.

Die einstige Hoffnungsträgerin der Hessen-CDU, die nur ins Kabinett stolperte, weil Ex-Ministerpräsident Roland Koch sich massiv für sie einsetzte, wurschtelt seit Amtsantritt glücklos herum. Ob Betreuungsgeld, Frauenquote oder Kitaplätze – Schröder kommt nirgendwo voran. Und in der „Spiegel“-Liste der 20 wichtigsten Politiker kommt die Christdemokratin seit Januar schon gar nicht mehr vor. Vor allem Frauen sind enttäuscht von der Ministerin.

Aber auch innerparteilich bröckelt der Rückhalt. „Bild“ zitierte vor kurzem einen Spitzenpolitiker aus der Union mit den Worten: „Im Kabinett ist Frau Schröder alles andere als ein Aktivposten.“ Aber genau das braucht Merkel, wenn sie gegen die SPD punkten will. Daher wäre es kein großer Verlust, wenn sie besser heute als morgen auf Schröder verzichten würde.

Darauf hofft auch die Opposition. „Schröder konnte es nicht, kann es nicht und wird es nicht können: Das Ministerinnenamt ist gleich mehrere Nummern zu groß für Sie“, sagte die Vize-Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Dagmar Ziegler, Handelsblatt Online. Die zentralen Baustellen blieben unter der CDU-Politikerin unbearbeitet: „Gleiche Entlohnung für Frauen? Fehlanzeige! Krippengipfel und Sicherung des Kitaausbaus? Ebenfalls Fehlanzeige! Weiterentwicklung des Kinderzuschlags und des Elterngelds? Beide Projekte hat Schwarz-Gelb, ohne Widerstand von Schröder, schon vor Monaten an den Nagel gehängt“, sagte die SPD-Politikerin.

"Eine dramatische Fehlbesetzung"
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28 Kommentare zu "Kristina Schröder: Die gescheiterte Familienministerin"

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  • Frau Schröder ist das Sommerlochopfer unserer Angie. Hier wird eine junge Frau verheizt und der Meute zum Fras vorgeworfen. The same procedure as every year.


  • Wer in der Privatwirtschaft einen bescheidenen Job will - zB Produktionsleiter oder Leiter Rechnungswesen - muß Kenntnisse, Erfahrung und Referenzen vorweisen. In der Politik kann ein Küken Minister werden, ohne irgendwelche Erfahrungen oder Leistungen vorzuweisen.

  • Mag ja sein, dass sie den Erwartungen nicht entspricht. Wenn ich aber an Profalla, Schäuble, Westerwelle, Nibel etc. denke, fällt mir nichts mehr ein! Ja, und die Chefin mit dem minimalen Sprachduktus erst, ihren infantilen Proklamationen wie "Scheitert der Euro, scheitert Europa!", oder ihr "alternativloses" Geschwätz, das in Wahrheit Phantasielosigkeit offenbart!

  • Ministerin von Leyens Gnaden.
    Ohne Erfahrung zur Ministerin gekürt, nur damit Frau v.d.L. ins Arbeitsministerium wechseln konnte. Und lernfähig ist sie ja auch nicht gerade.

  • Familienministerium?
    Wie geschaffen für eine streßverbreitende junge Frau, die von ihrem Poster eines gelernt hat: Stress sitzt man aus:
    Hauptsache man wirkt wichtig.
    Das wußte schon der Dicke.
    Und das weiß man als Kanzlerin auch: Lebendigkeit an der Willy Brandt Straße no1. Darum gehts.
    Wie lebendig die Republik doch ist im Vergleich zu den Langeweilern, die hier die Besserwisser abgeben wollen.

    Wir sind Kanzler, wir sind gut, wir sind Zukunft.
    Umso besser.

  • *g*, guter Trick gewesen, oder? So kann man die Frauen auch vorführen.
    Ich habe noch keine "Emanze" schreien hören, sie reden genauso normal wie andere Frauen auch. Interessante Aussagen zu dem Interesse eines weiblichen Menschen, sein Leben selbst in die Hand nehmen zu wollen, und die fremdgesteckten Grenzen zu benennen.
    Das Thema des Artikels ist die Unfähigkeit der Familienministerin Ziele durchzusetzen. Das sie keine hat, wird man wohl nicht behaupten können.
    Und schon wird eine dümmliche Frauendiskussion daraus, einem männlichen Minister wäre das wohl nicht "passiert".

  • Eben: Themenbezug "DEUTSCHENFEINDLICHKEIT"!

  • Der derzeit (seit Erfindung der "Pille" + Ematipationsbewegung) sogenannte (seit 40 Jahren gültige) "Gesellschaftsentwurf" ist der falsche, in dem die durchschnittlichen und Mindest-Arbeiteinkünfte so politisch gewollt reduziert wurden, daß Kinder, deren Erziehung, Bildung, Ausbildung und Identitätsentwicklung inzwischen zum Luxusgut mit hohem Existenzgefährudungpotential für unterhalspflichtige Eltern geworden sind! Wir leben in praktischen und realen Verhältnissen, die aus "umfassend zerstörerisch und bevölkerungsabschaffend" einzustufen sind, wie die gesamtdeutsche Bevölkerunsgpyramide unwiderlegbar beweist. Deshalb ist etwas ganz anderes nötig: Ein vollkommen anderer politischer Ansatz, in dem auf eine patriotische Weise unser Volk und sein Fortbestehen in den Mittelpunkt aller politischen Bemühungen gestellt wird, einschließlich der Verwaltung und Entwicklung seiner Ressourcen wird! Dazu gibt es zwei Bücher von T. Sarrazin...

  • Die Frau ist das Beste Beispiel, was bei einer Frauenquote herauskommt!
    Die Quote IQ<100% ist im Bundestag übererfüllt.

  • Eddie
    Lesen bildet. So sgte mir meine Mutter schon als ganz kleines Kind
    Sie haben den Artikel nicht gelesen oder nicht verstanden
    Frau Schröder will keine Quote.
    Die Quote wollen die sozialistischen Kreischweiber der Grünen und SPD und diese Kreischerin v. d. Leyen
    Diese Weiber würden am leibsten die Männer udn vor allem die Heteros abschaffen
    Der Gender mainstream muß durchgesetzt werden

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