Kritik an Bundesregierung Hohe Commerzbank-Boni sorgen für Unmut

Der Steuerzahler hat die Commerzbank in der Finanzkrise vor Schlimmerem bewahrt – der Bund stützt das Institut immer noch. Dennoch werden an Bankmitarbeiter Boni gezahlt. Das sorgt für Unmut.
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Vom Staat gestützt - die Commerzbank. Quelle: dapd

Vom Staat gestützt - die Commerzbank.

(Foto: dapd)

DüsseldorfDie Grünen führen die Millionen-Bonuszahlungen der staatlich gestützten Commerzbank auf Versäumnisse der Bundesregierung zurück. „Die Bundesregierung hat es in der Vergangenheit versäumt, hier auch für die Angestellten klare Gehaltsbegrenzungen vorzunehmen. Das rächt sich nun“, sagte der finanzpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Gerhard Schick, Handelsblatt Online. Es sei schlicht „niemandem vermittelbar, dass in Banken, die nur dank der Hilfe der Steuerzahler überlebt haben, großzügige Pensions- und Bonuszahlungen erfolgen“. Da verfange auch nicht das Argument, dass anderswo in der Branche besser gezahlt werde.

Bei der Commerzbank komme überdies hinzu, dass die Stille Einlage für 2010 nicht verzinst werde, weil nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) kein Gewinn erzielt wird, gleichzeitig aber Boni ausgeschüttet werden. „Hier bekommt man den Eindruck, dass alles so gedreht wird, dass der Steuerzahler der Gekniffene, wenige Bankangestellte aber die Gewinner sind“, sagte Schick.

Die Bundesregierung hatte zu Bonuszahlungen erklärt, dass die gesetzliche Obergrenze bei der Vergütung der Mitarbeiter gestützter Institute erst seit 2011 gelte. Die Boni-Ankündigungen der Commerzbank bezögen sich aber wohl auf das Jahr 2010 und verstößen damit nicht gegen die Regelungen.

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1 Kommentar zu "Kritik an Bundesregierung: Hohe Commerzbank-Boni sorgen für Unmut"

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  • 1. Wenn es darum geht, wie mit Steuergeldern umgegangen wird, sollten sich auch die Damen und Herren Politiker fragen, wie sie selber damit umgehen.
    2. Ist es doch der Staat, der eine zweite einflußreiche deutsche Bank haben wollte, die Entscheidung haben sicherlich die Commerzbank und die Allianz nicht allein getroffen.
    3. Wäre eine Pleite der beiden Banken dem Steuerzahler deutlich teuerer gekommen.
    4. Es ist doch seitens der Politik wieder eine reine Meinungsmache gegen die Banken, hätten sie doch lieber auch besser auf die Landesbanken aufgepasst, anstatt sich dort zu bedienen.

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