Kritik an Innenminister Friedrich Neuer Islamstreit spaltet die Koalition

Gehört der Islam zu Deutschland? Der Geschichte nach eher nicht, sagt der neue Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) - und gefährdet mit dem Satz den chronisch wackligen Koalitionsfrieden. Die FDP reagiert empört.
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Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld. Quelle: dpa

Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld.

(Foto: dpa)

Über die Haltung zum Islam in Deutschland ist in der Koalition ein neuer Streit entbrannt. Auslöser ist eine Äußerung des neuen Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich (CSU), die bei Muslimen für Verärgerung sorgt. Friedrich hatte unmittelbar nach seiner Ernennung zum Bundesinnenminister am Donnerstag erklärt: „Dass der Islam zu Deutschland gehört, ist eine Tatsache, die sich auch aus der Historie nirgends belegen lässt.“ Zuvor hatte er sich bereits kritisch zu Bundespräsident Christian Wulff geäußert. Wulff wiederum hatte am Tag der Deutschen Einheit auf „unsere christlich-jüdische Geschichte“ verwiesen und hinzugefügt: „Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.“

Vor allem der Koalitionspartner FDP kritisierte Friedrichs Bemerkung. Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger widersprach ihrem neuen Kabinettskollegen heftig. „Der Islam gehört selbstverständlich zu Deutschland“, sagte die Ministerin am Freitag.Sie fügte hinzu: „Ich gehe davon aus, dass der neue Bundesinnenminister wie seine Vorgänger (Thomas de Maizière/CDU) die Integrationsverantwortung in seinem Ressort wahrnimmt und sich für den Zusammenhalt und nicht für Ausgrenzung einsetzt.“

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14 Kommentare zu "Kritik an Innenminister Friedrich : Neuer Islamstreit spaltet die Koalition"

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  • Bundesinnenminister denkt menschenrechtswidrig!

    Die wichtigste Lehre aus der Nazi-Zeit ist, dass es immer dann zu Unfrieden bis hin zu den schlimmsten Verbrechen kommt, wenn eine bestimmte religiöse oder nichtreligiöse Weltanschauung benachteiligt oder bevorzugt wird. Darum wurden die weltweit geltenden Menschenrechte geschaffen, welche solch eine Ungleichbehandlung strikt verbieten.

    Das ausgerechnet der neue deutsche Bundesinnenminister Friedrich dem Islam nicht als gleichberechtigt mit dem Christentum anerkennt, sondern ihn ausgrenzt und diskriminiert, ist daher eine klare Missachtung jener Menschenrechte, ohne die ein friedliches Miteinander nicht möglich ist.
    Darum sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass es höchste Pflicht eines jeden Deutschen zu sein hat, aus der extrem grausamen Geschichte zu lernen und z.B. die schon jetzt bestehenden klar menschenrechtswidrigen Privilegien der Kirchen (z.B. die vielen christlichen staatlichen Feiertage) abzuschaffen, statt Ungleichbehandlung zu zementieren!

    Der Islam gehört zu Deutschland - genauso wie alle anderen ca. 4000 gleichberechtigten religiösen und nichtreligiösen Weltanschauungen!

  • Die CDU und FDP sind nicht mehr wählbar!
    Seid wann gehört der Islam zu Deutschland, hat Frau Merkel und ihr Aussenminister und der Herr Bundespräsident keinen Geschichtsunterricht genossen? Oder genießen sie diesen erst heute anhand einer zweifelhaften Doktorarbeit.

  • Der Islam ist eine komplette Lebensweise also viel mehr als eine Religion. Unter Religionsschutz sollte nur der reine Gottesglaube stehen und nicht mehr.

    Leider schützt Karlsruhe aber die gesamte islamische Lebensweise, das ist viel zu viel !

  • Deutschland wurde geflutet mit islamischen Wirtschafts-Flüchtlingen. Vor allem aus der Türkei. Warum das politisch geduldet wurde, dass aus 50.000 Gastarbeitern jetzt 5 Mio wurden, ist mir unklar.

    Die Deutschen sollen absichtlich überfremdet werden um sie dauerhaft einzuschüchtern. Das ist doch die Wahrheit.

    Der Islam wurde den Deutschen aufgezwungen, kann man deshalb sagen, er gehört zu Deutschland ?

    Den Ostdeutschen wurden damals auch die Russen aufgezwungen, das war halbwegs berechtigt, weil wir Russland im Krieg auch schlimmes angetan hatten. Aber eine Okkupation Deutschlands aus der Türkei und aus dem Nahen Osten ist historisch nicht begründbar.

  • Deutschland wurde geflutet mit islamischen Wirtschafts-Flüchtlingen. Vor allem aus der Türkei. Warum das politisch geduldet wurde, dass aus 50.000 Gastarbeitern jetzt 5 Mio wurden, ist mir unklar.

    Die Deutschen sollen absichtlich überfremdet werden um sie dauerhaft einzuschüchtern. Das ist doch die Wahrheit.

    Der Islam wurde den Deutschen aufgezwungen, kann man deshalb sagen, er gehört zu Deutschland ?

    Den Ostdeutschen wurden damals auch die Russen aufgezwungen, das war halbwegs berechtigt, weil wir Russland im Krieg auch schlimmes angetan hatten. Aber eine Okkupation Deutschlands aus der Türkei und aus dem Nahen Osten ist historisch nicht begründbar.

  • Na, da fragt man sich wen oder was Wulff denn repräsentiert?!

    An sich is er dann mal weg, mit sofortiger Wirkung.

  • Ich fand die Bemerkung köstlich. Das war ein absoluter Seitenhieb auf den Türkenliebling Wulff, der bis jetzt drei Reden gehalten hat und alle waren MultiKulti-Reden.
    Ein deutsches Volk gibt es ja für Wulff gar nicht nicht mehr. Zumindest redet er keines an. Obama spricht immr zu seinen Amerikanern oder seiner Nation und das beinhaltet alle Menschen die dort leben und sich zum Land zugehörig fühlen. Wulff spricht nicht zur deutschen Nation. Seine Weihnachtsrede habe ich persönlich als Ohrfeige empfunden.
    Und nun sind alle wieder so hoch empört. Mein Gott, die kommen aus ihrer Empörung gar nicht raus. Erst Guttenerg nun der neue Innenminister. Merkel wird mit dem noch Freude kriegen und vor allen die Schnarrenberger.
    Und die Empörung der FDP, mein Gott, diese Kaspertruppe weiß doch gar nicht mehr, was sie tun sollen und wer sie eigentlich sind. Den Begriff liberal kennen die doch gar nicht mehr
    Wir hatten schon mal so einen Innenminister von der CSU.
    man darf gespannt sein.
    Es wird lustig werden.
    Merkel hat offensichtlich in CSU-Kreisen etwas veschissen.
    Und das fidne ich gut so

  • "Der Regierungssprecher mahnte, sich von „Definitionskämpfen“ zu lösen und sich auf die Aufgabe zu konzentrieren, Menschen verschiedener Herkunft in diesem Land zu integrieren"

    Eine weise Empfehlung - nur sollte es hier besser heißen :
    ...Menschen verschiedener Herkunft in diesem Land zu tolerieren.

    Das gilt für Christentum und Islamismus gleichermassen.
    Nur mit dem" kleinen Unterschied" bei den Christen hatten wir schon die Inquisition -
    bei den Islamisten neigt man leicht dazu - versucht sagen zu müssen-
    manche d.h. die "Fundalisten" von ihnen scheinen diese Periode noch vor sich zu haben?

    -auch laufen Christen weniger mit Sprengstoffwesten usw. umher.

  • Muslime gehören inzwischen auch zu Deutschland. Der Islam als Unterwerfer-Religion hingegen nicht. Vielleicht einfach mal unterscheiden zwischen den Menschen und einer an sich für die Freiheit gefährlichen Religion.

  • Der Islam, das Judentum, das Christentum, der Glaube an den Kapitalismus oder den Kommunismus ist in unserem Lande so unnötig wie ein Kropf. Ich befürchte fast, dass hier zu Lande nur die Aussagen zum Islam und Judentum Diskussionsstoff erzeugen würden. Darüber sollten wir mal nachdenken! Da Aussagen zum Judentum auf Grund unserer jüngeren "1000-jährigen" Geschichte eher vermieden werden, der Kapitalismus den Kommunismus überwunden hat, das Christentum seine 500 Jahre währende Kampfgeschichte bereits im Mittelalter hinter sich gebracht hat, bleibt nur noch die Uhren in Richtung Mekka zu stellen und die islamischen "Brüder" zu ermutigen uns ihre Kultur nahe zu bringen, damit wir alle zum richtigen Glauben finden. الله أَكْبَ

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