Kritik an Westerwelle FDP-Vorstandsmitglied entschuldigt sich

Die Wortwahl "Igitt-Faktor" sei missverständlich gewesen, räumt FDP-Vorstandsmitglied Jorgo Chatzimarkakis ein. Seine Kritik habe nicht Parteichef Guido Westerwelle, sondern dem Auftritt der Partei insgesamt gegolten.
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Nicht nur der FDP-Parteivorsitzende Guido Westerwelle steht derzeit in der Kritik aus eigenen Reihen, sondern - so Vorstandsmitglied Jorgo Chatzimarkakis - die gesamte Partei. Quelle: dpa

Nicht nur der FDP-Parteivorsitzende Guido Westerwelle steht derzeit in der Kritik aus eigenen Reihen, sondern - so Vorstandsmitglied Jorgo Chatzimarkakis - die gesamte Partei.

(Foto: dpa)

düsseldorf„Mit der Wortwahl 'Igitt-Faktor' sollte die Reaktion von vielen Bürgern auf die FDP in den vergangenen Wahlkämpfen beschrieben werden“, sagte Chatzimarkakis Handelsblatt Online. Dies hätten viele Wahlkämpfer und Parteimitglieder in den letzen Wochen so oder ähnlich empfunden.

„Bedauerlicherweise ist durch die Verkürzung bzw. Herausnahme aus einem längeren Interview der Eindruck entstanden, dieser Faktor beziehe sich unmittelbar auf Guido Westerwelle“, fügte der Europaparlamentarier hinzu. Dies sei so nicht beabsichtigt gewesen und wirke beleidigend. „Ich bedaure dies zutiefst und habe mich bei Guido Westerwelle entschuldigt.“

Chatzimarkakis hatte in einem Radio-Interview erklärt, seine Partei sei durch den umstrittenen Vorsitzenden Westerwelle beschädigt. „In der Partei spürt man, dass man für den eigenen Vorsitzenden in Mithaftung genommen wird, dass man einen, ich sag es so offen, wie es ist, einen Igitt-Faktor hat“, hatte der  Europapolitiker gesagt.

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6 Kommentare zu "Kritik an Westerwelle: FDP-Vorstandsmitglied entschuldigt sich"

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  • Der "Ekelfaktor" wurde bisher nur gegen die Rechtsextremisten in Anwendung gebracht. Wenn Herr Chatzimarkakis ihn jetzt gegen seine eigene Partei ins Feld führt, sollte ihm mit einem parteiinternen Verfahren wegen parteischädigendem Verhalten geantwortet werden. Sonst hat diese Partei tatsächlich jede Selbstachtung verloren und ihr wäre wirklich nicht mehr zu helfen.

  • Die FDP wird auch für die Äußerungen von Herrn Chatzimarkakis in Mithaftung genommen. Er forderte vor kurzem einen Marshall Plan für die PIIGS... Was waren die EU Milliarden für Griechenland, Spanien und Irland in den letzten 20 Jahren anderes als ein verlängerter Marshall Plan ? Sollen jetzt die dt. Steuerzahler wieder daran Schuld sein, dass ein großer Teil des Geldes ergebnislos versickert ist ?

  • Wer solche Parteimitglieder hat wie diesen Jorgo Chatzimarkakis, der braucht keine weiteren Feinde in der Partei.
    Wenn dieser Kerl in TV-Runden präsent ist, schaltet man am besten ab. Der ist nicht zu ertragen.
    Und außerdem sollte er sich mal entscheiden ob er nun Deutsher ist und zwar ganz und gar oder Grieche.
    So jemanden nach Brüssel zu schicken, ist schon unmöglich, denn der vertritt dort keineswegs deutsche Politik

  • Herrn Chatzimarkakis´ bleibendes Verdienst besteht in der genialen sprachschöpferischen Einführung des "Igitt-Faktors" in das politische Vokabularium. Dieses schöne Verdienst bleibt bestehen, auch wenn von der FDP und Herrn Chatzimarkakis schon lange nichts mehr zu vernehmen sein wird.

  • Der Mißmut des Herrn Chatzimarkakis ist verständlich. Er hat eben bei seiner politischen Karriereplanung auf das falsche Pferd gesetzt und sieht sich nun in einer "Igitt-Partei" mit einem "Igittvorsitzenden". Da platzt einem schon der Kragen. Man kann eben, wenn man eine politische Laufbahn anstrebt, nicht vorsichtig genug sein bei der Auswahl der zur Verfügung stehenden Parteien.

  • Jorgo Chatzimarkakis ist ebenfalls Träger des politischen "Igitt-Faktors" und zwar an herausragender Stelle, wenn man nur einmal seine abwegige Haltung zum "Eurobond" in Rechnung stellt, die alleine seiner Position als "Grichenlandlobbyist" geschuldet ist. Er sollte sich bei der Demontage seines Vorsitzenden Westerwelle nun wirklich nicht beteiligen und sich in sein saarländisches Mauseloch zurückziehen.
    Dieser "FDP-Politiker" ist unmöglich.

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