Die deutsche Wirtschaft distanziert sich von Kanzlerkandidat Steinbrück. Von Wirtschaftsfreundlichkeit sei nicht viel zu erkennen, sagt BDI-Präsident Ulrich Grillo. An der Regierung hat er jedoch auch etwas auszusetzen.

Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Man könnte ja fast meinen, dass Steinbrück aus der Sicht deutscher Arbeitnehmer alles richtig macht – wenn der BDI-Präsident so meckert.
    So ist es aber nicht. Steinbrück hat es geschafft, sich zwischen alle Stühle zu setzen.
    Die Wähler, die er ansprechen will, trauen ihm nicht. Zu sehr eilt ihm der Ruf voraus, Freund der Banken zu sein.
    Die Wirtschaft traut ihm auch nicht. Zu groß ist der Druck der Partei und ihrer Basis, sich so stark zu verbiegen, dass die Wirtschaft ihn nicht mehr wieder erkennt.
    Und bei der außerordentlichen Sensibilität, derer er sich inzwischen rühmen kann, wird es ihm ganz sicher auch noch gelingen, in jedes einzelne der Fettnäpfchen hinein zu treten, die zwischen diesen Stühlen stehen.
    Mich stört das nicht – im Gegenteil. Ich denke, er ist immerhin der Typ, den sich die SPD ausgeguckt hat, um ihre Wähler ein weiteres Mal zu veräppeln um ihnen vorzumachen, dass sie ihre Interessen verträten - und je deutlicher das wird und je unglaubwürdiger er ist, umso besser für die neue Partei, die „Alternative für Deutschland“.
    Denn sicher werden nicht nur enttäuschte CDU-Wähler vom rechten Rand diese Partei wählen, wie man jetzt schon versucht, uns glauben zu machen, sondern Menschen aus allen politischen Richtungen - also auch aus der SPD.

  • Das Problem von Steinbrück wie auch der gesamten SPD ist der, dass sie sich voll in die Fänge der Grünen begeben haben

  • Drei gute Kommentare las ich hier. Den von @ Thomas-Melber-Stuttgart, den von Anonym/Rene`, und noch einmal von Thomas-Melber. "Deutsche Wirtschaft,wer oder was ist das überhaupt".

    Das ist die richtige Frage. Mein Vater hat, ohne Vermögen, weil Vertriebener, in den 50er Jahren, ein Unternehmen aufgebaut. Er hat seiner neuen Heimatstadt viel gegeben. Um sein Unternehmen aufzubauen musste die ganze Familie Zurückhaltung üben. Selbst bei den Lebensmitteln. Er war ein echter Unternehmer. Er hat etwas unternommen. Er hat etwas aufgebaut. er hat nicht viel geschwätzt, sondern angepackt. Er hat Personal mit Behinderungen eingestellt, von sich aus. Ohne Bewunderung heischen zu wollen. Ohne Zuschüsse zu beantragen. Er und seine Freunde, haben jedem Menschen das gegönnt, was diese zum Leben brauchten oder sich wünschten. Das war auch sein Credo. Nie hätte er, wenn das Geschäft schlecht lief, sein Personal oder den Staat dafür verantwortlich gemacht. Er hat seine Zeit nicht damit verplempert. Er hat sich ein weiteres Produkt ausgedacht, Kontakte ins Ausland geknüpft, sich international aufgestellt. Zu einem Treffen, besserer Angestellter (BDI), wäre er wohl kaum gegangen. Sich dort hinzusetzen und der "Abjammerei" auch noch zu applaudieren, das hätte ihn zu viel gekostet. Nämlich seine Zeit.

  • Oldiebutgoldie
    auf den Punkt gebracht.
    ABer unsre Eltern waren noch die Generation, die nicht geschwätzt und rumgeschwafelt hat, sonden sie haben die Ärmel aufgekrmepelt und haben es angepackt.
    Auch ich weiß das aus eigener Erfahrung als DDR-Föüchtling.
    meine Eltern mußten auch bei Null wieder anfangen und mein Vater hat es trotzdem geschaft, sich wider eine kleine Praxis aufzubauen. Reich geworden sind wir nicht mehr, aber wir hatten unser gutes Auskommen, Gier kannte man noch nicht
    Und unsere Politik von damals, die dann von den 68igern als miefig bezeichnet wurde, war im Grunde genommen noch in Ordnung und gut und es war immer nur ein Ziel: jeder soll gut leben können.
    Das alles ist in diesem Land verloren gegangen und das wird uns in Kürze auf die Füße fallen ud zwar mächtig.

  • Wenn die deutsche Industrie nicht nur rückgratlose Manager hätte, gilt auch für unsere Natur-Wissenschaft, hätte es diese völlig bescheuerte Energiewende auch nie gegeben. Wer sich alerdings von Soziologen, Philologen und Heulsusen wie Roth und Co., die Energieerzeugung erklären läßt, der sollte sich nicht wundern, wenn der Schuß nach hinten losgeht.

  • @ Thomas-Melber-Stuttgart,
    die deutsche Wirtschaft erwartet, dass der AN erst mit der dritten Arbeitsstelle genügend zm Leben verdient.
    Nur dann hört das dauernde Genöle auf.
    Ironie AUS.

  • Billoglohn und Zeitarbeit hat erst die Politik ermöglicht. Den Grundstein dafür hat Schröder gesetzt und die CDU hat es unter Merkel perfektioniert. Es braucht eine "ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND".

  • Hätte ich Geld, in Deutschland würde ich es nicht investieren. Die Stimmung ist derart unternehmenerfeindlich. Anstatt dankbar für Arbeitsplätze zu sein, sollen Investitionsmittel wegbesteuert werden. Die BIldungsinitiative kam zu spät, die Verblödung hat schon zu weit um sich gegriffen.

  • Was erwartet denn die "deutsche Wirtschaft" (wer oder was ist das überhaupt?).

  • Der Name Grillo scheint in Europa zu stehen für Analysefähigkeit und richtige Einschätzung der Lage.
    Sowohl in Italien als auch in Deutschland.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%