Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kritik von Versicherungswirtschaft Nahles für Betriebsrente per Tarifvertrag

Wie sicher die gesetzliche Rente ist – darüber gehen die Meinungen auseinander. Bundessozialministerin Andrea Nahles will Betriebsrenten nun über Tarifverträge stärken. Die Versicherungswirtschaft gibt Kontra.
3 Kommentare
Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) hatte bereits vor Monaten eine Reform angekündigt. Quelle: dpa
Neues Konzept

Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) hatte bereits vor Monaten eine Reform angekündigt.

(Foto: dpa)

Berlin Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) will Betriebsrenten stärker in Tarifverträgen verankern, damit künftig mehr Arbeitnehmer davon profitieren können. „Mit der Neuregelung soll der weitere Auf- und Ausbau der betrieblichen Altersversorgung gestärkt werden“, heißt es in dem Konzept aus dem Ministerium, das der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin vorlag.

Die angepeilten Änderungen des Betriebsrentengesetzes sehen vor, dass Arbeitgeber und Gewerkschaften Pensionskassen oder Pensionsfonds einrichten. In Tarifverträgen kann dann dem Plan zufolge vorgesehen werden, dass die Arbeitgeber Beiträge für die Betriebsrente zusagen. Das gilt demnach „auch für nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Arbeitnehmer, wenn zwischen ihnen die Anwendung der tariflichen Regelung vereinbart ist“.

Die Arbeitnehmer sollen von der Pensionskasse oder dem Pensionsfonds eine Mindestleistung zugesagt bekommen. Für Arbeitgeber soll das Konzept den Vorteil bringen, dass Haftungsrisiken entfallen können. Über die Nahles-Pläne hatte zuerst der „Focus“ berichtet.

Nahles hatte bereits vor Monaten eine Reform bei den Betriebsrenten angekündigt. Es hätten zwar mehr Beschäftigte als früher eine Betriebsrente, nämlich zuletzt 17,8 Millionen, erklärte sie. Das seien aber nur rund knapp 60 Prozent der Beschäftigten. An diesem Montag sollen Experten von Gewerkschaften und Arbeitnehmern mit Regierungsvertretern im Bundessozialministerium über die Pläne beraten.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft kritisierte in einer Stellungnahme den auf Tarifverträge zugeschnittenen Vorschlag. Gerade kleine und mittlere Unternehmen – in denen es oft keine betriebliche Altersvorsorge gibt – würden so gar nicht erreicht. „Diese Betriebe würden nur dann erreicht, wenn entsprechende Tarifverträge allgemeinverbindlich erklärt würden. Solcherlei Zwangsmaßnahmen sind jedoch der falsche Weg.“

  • dpa
Startseite

Mehr zu: Kritik von Versicherungswirtschaft - Nahles für Betriebsrente per Tarifvertrag

3 Kommentare zu "Kritik von Versicherungswirtschaft: Nahles für Betriebsrente per Tarifvertrag"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Es ist an der Zeit nicht nur die gesetzlichen Renten und die Betriebsrenten sondern auch die Pensionen anzupassen. Die gesetzliche Rentenversicherung wird regelmäßig von den Politikern zweckentfremdet eingesetzt, ausgeplündert und dann fehlt nachher das Geld hinten und vorn. Zuletzt passiert es mit der Mütterrente, damit auch die Mütter der Beamten in den Genuss der Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung kommen. Es ist einfach unbeschreiblich, unerhört wie mit dem Geld fremder Leute umgegangen wird.

  • Nahles soll sich aus Dingen raushalten, von denen sie nichts versteht.

  • Das, was jetzt dann als betriebliche Altersvorsorge einfließt, könnte man ja sofort an aktuelle Rentner auszahlen. Man muss sich dann nur versprechen, dass kommende Arbeitsnehmer auch an der betrieblichen Altersvorsorge teilnehmen.

Serviceangebote