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KI und Robotik

Ausstellung „Künstliche Intelligenz und Robotik“ im Heinz Nixdorf MuseumsForum.

(Foto: dpa)

Künstliche Intelligenz FDP fordert konkrete KI-Strategie in Konkurrenz zu USA und China

Die Bundesregierung will künstliche Intelligenz mit rund drei Milliarden Euro fördern. Der FDP geht das nicht weit genug.
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BerlinDer FDP-Forschungspolitiker Thomas Sattelberger hat von der Bundesregierung klare Aussagen gefordert, wie sie die Expertenlücke im Bereich künstliche Intelligenz (KI) schließen will. In Deutschland fehlten rund 10-000 Top-Experten für Big Data und Data Sciences sowie 85.000 KI-Architekten, vor allem in der Medizin und im Ingenieurwesen, sagte der forschungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion der Deutschen Presse-Agentur.

Die von der Regierung angekündigten 100 KI-Professuren und zwölf Kompetenzzentren „klingen zwar gut, sind aber nur ein Teil der Miete“.

Die Bundesregierung will rund drei Milliarden Euro zusätzlich in Künstliche Intelligenz investieren. Der überwiegende Teil soll in Forschung und Entwicklung fließen. An diesem Donnerstag will das Kabinett bei seiner Klausur in Potsdam einen entsprechenden Beschluss veröffentlichen.

Eine Strategie für Künstliche Intelligenz „muss mit Haushaltsmitteln solide hinterlegt sein“, sagte Sattelberger weiter. Auch drei Milliarden Euro von 2018 bis 2025 seien „Digitale Peanuts, wenn man sie auf Dutzende Einzelprojekte verteilt“.

Deutschland landet nach den Worten des FDP-Politikers bislang zum Beispiel bei der Entwicklung der Patentfamilien im Machine Learning weit hinter Kanada, Korea, Japan, China und den USA. Zudem habe Deutschland derzeit nur 175 KI-Startups, Großbritannien hingegen 445 und die USA 2594. Dem KI-Papier der Bundesregierung fehlten Kriterien für eine Erfolgskontrolle bei der Umsetzung, um Fortschritte, Stagnation und Rückschritte sichtbar zu machen.

„Die Bundesregierung muss Vergleichsmaßstäbe benennen, so dass sich beurteilen lässt, ob und in welchem Tempo Deutschland zu den globalen Playern USA und China aufschließt“, verlangte Sattelberger.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatten zum Auftakt der Klausur am Mittwoch betont, dass Deutschland nicht nur führend in der KI-Forschung werden müsse, sondern dass die Ergebnisse auch von Firmen umgesetzt werden müssten. „Der digitale Wandel, vor allem die Künstliche Intelligenz, bringt neue Chancen für die Wirtschaft mit sich“, sagte Altmaier. „Sie schafft mehr Produktivität, neue Geschäftsmodelle.“

Die Unternehmensberatung McKinsey schätzt das jährliche Wachstumspotenzial durch Künstliche Intelligenz allein in Deutschland auf 1,3 Prozentpunkte bis 2030.

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  • dpa
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