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Künstliche Intelligenz KI-Experten wandern laut Studie in die USA ab

Die USA ziehen die meisten KI-Forscher weltweit an. Europa liegt beim Anteil wissenschaftlicher Publikationen vorn – doch China hat stark aufgeholt.
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KI-Experten wandern laut Studie in die USA ab Quelle: dpa
Laufmaschine in Deutschland

Die Forschung im Bereich Künstliche Intelligenz boomt weltweit.

(Foto: dpa)

BerlinDie USA sind für Forscher im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) am attraktivsten. Wie eine Studie des niederländischen Wissenschaftsverlags Elsevier zeigt, die am Dienstag veröffentlicht worden ist, ziehen die USA die meisten Forscher aus dem Ausland an. Ausländische Wissenschaftler zieht es vor allem zur forschenden US-Industrie.

Woher die Wissenschaftler genau kommen, wurde in der Studie nicht untersucht. Klar ist nur: Europa verliert im Gegensatz dazu KI-Forscher an die ausländische Wirtschaft.

Als Grundlage für die Studie diente die Datenbank von Elsevier, in der laut eigenen Angaben 71 Millionen Dokumente aus Wissenschaftszeitschriften, Buchreihen oder Konferenzpapieren gelagert sind. Für den Bericht wurden laut Angaben von Elsevier 600.000 Dokumente und mehr als 700 KI-spezifische Schlüsselwörter aus den vier Bereichen Forschung, Bildung, Technologie und Medien ausgewertet.

Deutschland droht bei der Zukunftstechnologie KI den Anschluss zu verlieren. Wie eine Analyse des Datenauswertungsportals CB Insights zeigt, kommt der größte Teil der 100 vielversprechendsten KI-Start-ups aus den USA. Erst Mitte November hatte die Bundesregierung eine „Nationale KI-Strategie“ beschlossen. Sie sieht unter anderem staatliche Investitionen von drei Milliarden Euro bis 2025 und 100 neue Professuren im Bereich KI vor.

Die Forschung im Bereich Künstliche Intelligenz boomt weltweit. Laut der Analyse von Elsevier ist die Anzahl der wissenschaftlichen KI-Publikationen in den vergangenen fünf Jahren (2013-2017) durchschnittlich um rund zwölf Prozent pro Jahr gewachsen.

Europa hat bei der Zahl der Publikationen die Nase vorn, der Anteil ist in den vergangenen Jahren jedoch gesunken. Während von 1998 bis 2002 noch 35 Prozent aller wissenschaftlichen Veröffentlichungen in dem Bereich aus China kamen, waren es im Zeitraum von 2008 bis 2012 nur noch 31 Prozent, und in den vergangenen fünf Jahren 30 Prozent.

Auch der Anteil der USA ist gesunken, er liegt bei 17 Prozent. Dagegen hat China seinen Anteil stark gesteigert: von neun Prozent im Zeitraum 1998 bis 2002 auf 24 Prozent in den vergangenen fünf Jahren.

In einer früheren Version hieß es, dass für die Analyse laut Angaben von Elsevier 600 Dokumente ausgewertet wurden. Das Unternehmen hatte in seiner Mitteilung zunächst eine falsche Zahl genannt und gibt sie inzwischen mit 600.000 an.

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