Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kuhn: "Keine soziale Selektion" Grünen-Experte Kuhn: Studiengebühren einführen

Fritz Kuhn, Wirtschafts- und Finanzexperte der grünen Bundestagsfraktion, hat die Einführung von Studiengebühren gefordert. Der Bund drängte unterdessen auf die Abschaffung der Zentralen Vergabestelle für Studienplätz (ZVS).

HB HAMBURG. Eindem Zeitungsbericht zufolge sagte Kuhn: „Kindergartenplätze in Deutschland kosten hohe Gebühren, obwohl sie die Berufschancen nicht direkt verbessern. Gleichzeitig sind akademische Studien gebührenfrei, obwohl sie zu einem guten Beruf führen können. Diesen Widerspruch kann mir niemand erklären. Ich bin für die Einführung von Studiengebühren, weil sie zu mehr Wettbewerb beitragen," zitiert die Financial Times Deutschland den Grünen-Politiker in ihrer Mitwochsausgabe. Erstellte allerdings zwei Bedingungen. „Jeder der studieren will, muss auch studieren können."

Es dürfe keine soziale Selektion geben. Zweitens müsse das Geld, das durch die Gebühren reinkommt, wirklich die Unis verbessern. „Es darf nicht durch die Landesminister wieder rausgezogen werden.“

Die Fraktionsvorsitzende Krista Sager warnte dagegen vor „verheerenden Folgen“, wenn jetzt Studiengebühren ohne eine grundlegende Neuordnung der Studienfinanzierung eingeführt worden. „Damit würden wir unser Ziel gefährden, die Zahl der Studien-Anfänger und die Zahl der Absolventen zu erhöhen. In beiden Kategorien stehen wir im Vergleich der Industrieländer schlecht da“, sagte Sager der Zeitung. „Wir sind in allen Bereichen derart unterfinanziert, dass wir da durch Studiengebühren überhaupt nichts bewegen könnten“, sagte Sager: „So lange die Länder sich aus der Bildungsfinanzierung zurückziehen, wäre die Aufforderung an die Studenten falsch, dies auszugleichen.“

Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
Serviceangebote