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KZ-Gedenkstätte Obama: „Wir müssen wachsam sein“

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Der US-Präsident sagte nach dem Besuch der Gedenkstätte Buchenwald: "Ich werde das, was ich hier gesehen habe, nicht vergessen. Dieser Ort lehrt uns, dass wir stets wachsam bleiben müssen, damit sich das Böse nicht verbreitet." Der Ort sei immer noch voller Schrecken und der Beweis dafür, dass die Leugnung des Holocaust nicht richtig sei. Die Erinnerung müsse wach gehalten werden. "Wir müssen wachsam sein, dass so etwas nie wieder passiert." Der US-Präsident dankte dem deutschen Volk dafür, wie es mit seiner Vergangenheit umgeht. Dies richtete sich auch gegen den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, der wiederholt den millionenfachen Mord an den Juden in Abrede gestellt hat.

Obama erinnert an seinen Großonkel, der im April 1945 an der Befreiung eines Außenlagers beteiligt war. Was dieser dort als "junger Mann" erlebt habe, sei für den Bruder seiner Großmutter ein "großer Schock" gewesen. Nach der Rückkehr in die USA habe er eine schwere Zeit gehabt. Als junger Mann hätten ihn die Berichte seines Onkels sehr beschäftigt, fügt Obama hinzu.

Merkel betonte, es sei Teil der deutschen Staatsräson, die Erinnerung an die Schoah wachzuhalten. Es gelte aber auch, im Gedächtnis zu bewahren, dass große Opfer erbracht worden seien, um Deutschland vom Nationalsozialismus zu befreien. Sie dankte den Amerikanern, den übrigen Alliierten und den Widerstandskämpfern.

Die bewegendste Ansprache hielt Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel, der selbst Insasse des Lagers war und dort seinen Vater verloren hatte. Mit leisen, aber eindringlichen Worten appellierte der 80-Jährige: "Die Zeit ist gekommen, wir wollen nicht mehr auf Friedhöfe gehen. Es gibt genug Waisen, es gibt genug Opfer." Die Menschen müssten entschlossen sein, aufeinander zuzugehen, um dafür zu sorgen, dass das 21. Jahrhundert ein Jahrhundert des Neuanfangs sei. In Buchenwald waren 56 000 Menschen aus 36 Länder ums Leben gekommen.

Zum Auftakt seines zweiten Deutschland-Besuchs innerhalb von neun Wochen hatte Obama entschieden Darstellungen zurückgewiesen, dass sein Verhältnis zu Merkel getrübt sei: "Dies sind Spekulationen ohne konkrete Tatsachen." Das knappe Programm in Deutschland begründete er damit, dass "ein Tag nur 24 Stunden hat".

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