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Ländervergleich Bayerns Grundschüler lernen besser

Nach einem Grundschul-Bundesländervergleich steht fest: Im Süden lernen die Kinder vielfach besser. Alle Stadtstaaten haben Probleme. Es gibt ein breites Mittelfeld.
25 Kommentare

Grundschüler im Vergleich

Berlin Ein Bundesländer-Grundschulleistungsvergleich beweist: Bayerns Grundschüler können am besten lesen, rechnen und zuhören - und daraus auch die richtigen Schlüsse ziehen. Die Studie liegt der Deutschen Presse-Agentur vor, sie wird heute (Freitag) vom Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin offiziell vorgestellt.

In allen drei getesteten Disziplinen - Lesen, Zuhören, Mathematik - dominieren in der Spitzengruppe überwiegend Länder aus dem Süden Deutschlands. Danach folgt im Leistungsranking ein sehr breites Mittelfeld mit marginalen Punktunterschieden. Erhebliche Probleme in allen Bereichen haben dagegen die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg.

Für diesen ersten rein innerdeutschen Grundschulleistungsvergleich wurden im vergangenen Jahr mehr als 30 000 Viertklässler an über 1300 Grund- und Förderschulen getestet. Anders als bei den internationalen Schulleistungsstudien PISA, IGLU und TIMSS wurden die Testaufgaben für den nationalen Vergleich allein aus den von den Kultusministern verabredeten neuen bundesweiten Bildungsstandards entwickelt. Sie beschreiben, was ein Schüler am Ende der jeweiligen Jahrgangsstufe können soll.

In vielen Ländern haben Grundschüler beim Schreiben Probleme. Quelle: ap

In vielen Ländern haben Grundschüler beim Schreiben Probleme.

(Foto: ap)

Beim Lesen liegen in der Spitzengruppe Bayern (515 Punkte), Sachsen (513), Sachsen-Anhalt (511) und Thüringen (510) dicht beieinander. Die Schlusslichter Hamburg (478), Berlin (467) und Bremen (463) liegen dagegen deutlich unter dem Bundesschnitt von 500 Punkten. Rund 60 Punkte entsprechen dem Lernfortschritt von einem Schuljahr.

In der Mathematik bilden Bayern (519), Sachsen und Sachsen-Anhalt (beide 517) sowie Baden-Württemberg (512) die Spitzengruppe. Klar unter dem Mittelwert von 500 Punkten liegen dagegen Brandenburg (491) Schleswig-Holstein (487) und Hessen (484) sowie die Stadtstaaten Hamburg (470) Bremen (452) und Berlin (451).

Getestet wurde auch, wie gut Schüler aus Gehörtem Informationen ziehen können. Nur Bayern erzielt dort Werte, die deutlich oberhalb des Mittelwertes liegen.

Die Untersuchung bestätigt frühere Erkenntnisse, dass Jungen besser rechnen, die Mädchen dagegen besser lesen und schreiben können. Dies wird besonders bei der Orthografie deutlich. Dort sind die Mädchen den Jungen im Schnitt um 32 Punkte voraus - was dem Lernfortschritt von einem halben Schuljahr entspricht.

  • dpa
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25 Kommentare zu "Ländervergleich: Bayerns Grundschüler lernen besser"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Warum liegt denn Bayern auf Platz 1?

    Richtig, weil durch die Binnenwanderung gut ausgebildete Eltern der neuen Bundesländer mit ihren Kindern den Schnitt stark anheben!

    Schauen Sie sich einmal das Mathebuch der 2.Klasse der ehemaligen DDR an! (Unter ebay sind gerade ein paar Bilder einzusehen.) Da wird der Unterschied zwischen einem Quader und einem Würfel erklärt.

    Im Jahr 2012 ist dies im gelobten Bayern der Unterrichtsstoff für die 4. Klasse!!!

    http://www.isb.bayern.de/isb/download.aspx?DownloadFileID=219edd960f1b498bb20c364f99ac88da

    (ab Seite 257)

    Kinder in der 4. Klasse schreiben immer noch mit Bleistift statt mit Füllfederhalter.

    Wenn jetzt bayerns Schulsystem eines der besten dieser Republik sein soll, dann "Gute Nacht" !

    G8 statt G9? 12 Jahre bis zum Abitur? Die Errungenschaft des neuen Jahrtausend?

    Wohl kaum! Nur konnte man dies 1989 nicht übernehmen, denn damit hätte man die Überlegenheit des ostdeutschen Schulsystems anerkennen müssen.

    Keine Frage, die DDR war eine Diktatur und hatte viele Fehler aber in Sachen Bildung kommen nur wenige Schulsysteme an sie heran.

  • @ weltoffenheit

    Bitte Migranten nicht mit Dumpfbacken gleichsetzen.

    Es gibt auch eine Menge Talent das nach Deutschland gekommen ist, von dem die Gesellschaft eindeutig profitiert.

    Wir haben das Problem dass das Nützlichkeitsprinzip aus vielen Teilen der Politik verdrängt wurde, dabei ist es nur logisch diejenigen zu fördern die uns nutzen und diejenigen zu bremsen die uns schaden.

    Was wir nicht brauchen sind mehr Menschen die gerade mal das Zeug zum Besen schieben haben, wenn sie denn gewillt wären zu arbeiten. Von denen haben wir inzwischen Millionen, der wirtschaftliche Schaden ist immens.

    Neukölln ist ein perfektes Beispiel dafür was passiert wenn man das Nützlichkeitsprinzip missachtet und obendrein versucht wird Sozialstrukturen gänzlich durch Paragraphen zu ersetzen.

  • Ihr
    das war und ist alles gewollt.
    Grade Rot-Grün, auch mit dem Installieren des dämlichen Bachelor, wollte, dass Detusche wenig Bildung erhalten.
    Ein dummes Volk läßt sich bekanntlich besser regeiren (verarschen)

  • 13Barbara09
    Zustimmung
    Darüber habe ich gerade ein langes Gespräch mit meinem Sohn gehabt, der dies auch so sieht.
    Die Kuschelpädagogik ist der Untergang der Bildung.
    Dann kommt in Ländern, wie hier in NRW, der Grünen-Quatsch dazu mit Einheitsschulen und sonstigen Dingen, die allesamt die Bildung nach unten drücken.
    Wenn Grundschulkinder Kuscheltiere und sonstige Quatsch mit in die Schule bringen dürfen, stimmt was nicht.
    Wir haben auch vom ersten Schultag an gelernt und sind nicht verhaltensgestört geworden und Ritalin brauchten wir auch nicht.
    Ein Volksschüler früher hatte mehr Allgemeinwissen und war gebildetet als ein Realschüler heute. Das sollte doch endlich mal zu Denken geben

  • Endlich mal eine etwas tiefergehende Diskussion. Mein Senf: Die Probleme des Schulsystems sind zweifach: Es versagt bei den harten Kernkompetenzen Mathe, Sprachen, Deutsch - und überfrachtet die Stundenpläne mit PC Fächern, Sozialkunde, Politik, Wirtschaftswissenschaft (meiner Meinung die moderne Alchemie). Dann bildet das Schulsystem für eine untergegangene Industriewelt aus, ein weiteres Versagen. Ein interessantes Video hier.

    http://www.youtube.com/watch?v=zDZFcDGpL4U

    Man sollte das staatl. Schulsystem auflösen, die Lehrkräfte entbeamten und sie nach Marktwert bezahlen. Einige würden exorbitante Gehälter verlangen könnne, andere würden weniger verdienen, ein grosser Teil würde ausscheiden. Die Idee von Milton Friedman Gutscheine an die Eltern zu verteilen die diese dann an einer Schule IHRER Wahl einlösen könnten, statt diesen Steuern für ein schlechtes System abzupressen und unkontrolliert in ein versagendes System zu transferieren ist weiterhin aktuell.

  • @ gutmenschensucks

    Haben denn Linksideologen das aberwitzige mehrgliedrige westdeutche Schulsystem erfunden? Wieviel hundert Jahre ist es denn alt?

    In der Ex-DDR waren zweifelsohne Linksideologen am Ruder. Und deren Schulsystem war um einiges besser, als das der Bundesrepublik.

  • @ Neptun

    Unter den vielen fehlern des Deutschen "Schulsystems" finde ich folgende besonders schlimm:

    - alle Entwicklungen, Neuerungen werden in allen 16 Kleinstaaten parallel durchgeführt, treibt die Kosten extrem hoch

    - es werden keine Zusammenhänge vermittelt, sondern nur sinnlos gepaukt, damit ist das eigene Erschliesen von neuartigen Dingen sehr kompliziert bsi unmöglich

    - keine deutschlandweiten Prüfungen: dies verhindert Veränderungen aufgrund von erkannten Fehlentwicklungen durchzuführen, wäre aber der einfachste Weg der Vergleichbarkeit! Noch besser wären einheitliche Lehrpläne, denn 1+1 ist in Bayern wie in Hamburg immer noch 2!

  • @ Hanswurst

    In Sachsen dürfte es noch einige Lehrer geben, die es noch richtig gelernt haben. Deshalb sind sie so gut. Ansonsten ist das Schulniveau dort seit 1990 im freien Fall. Ist nicht mehr auch nur ansatzweise mit dem alten Bildungssystem zu vergleichen; und damit sind nicht nur die massenhaften Ausfallstunden und die permanente Finanznot gemeint.

  • @Teacher
    Das ist definitiv kein Plädoyer für die Abschaffung von Schule und Studium. Da muss ich sehr dumm sein, um so etwas zu fordern.
    Was ich zu sagen versuche ist: Die Schule und die Uni müssen ihre Rolle in der Gesellschaft neu definieren. z.B.: Es muss eine Ablösung der Uni´s und Schulen von parteipolitischen und wirtschaftlichen Ideologien stattfinden. Seit Sigmund Freud ist es schon bekannt, dass die Triebkraft der Menschen zu 90% aus Gefühlen bestehen und nur zu ca. 10% aus Sachverstand. Fehlt die Motivation, dann wird wirklich nichts gelernt, sondern man mogelt sich irgendwie durch oder man scheitert. Nur wenige werden es schaffen. So entwickelt sich der Mangel an Fachkräften.

  • Was Sie sagen ist richtig, die wichtigste Aufgabe der Schule muss darin bestehen, die Leidenschaften der Schüler zu entdecken und zu kultivieren. Dann macht auch Lernen wirklich Spaß. Ich kenne viele Menschen, die nach dem Abi plötzlich nicht wussten, was sie Studieren wollen.
    Dass Sie eine Leidenschaft in Ihrem Sohn erweckt haben, zeigt doch, dass Sie auf dem richtigen Weg sind. Hoffentlich versaut ihm nicht die Schule seine Leidenschaft. Behält er seine Leidenschaft, wird aus ihm ein großartige Arzt werden, gar kein Zweifel. Ich nehme an, dass das eigentlich Ihr Verdienst ist, dass ihr Sohn leidenschaftlich ist, nicht der der Schule.

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