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Landesverband in Sachsen Rechte Umtriebe in AfD alarmieren Bundespartei

Die AfD in Sachsen sieht sich mit einer heftigen Debatte über rechte Umtriebe einiger Mitglieder konfrontiert. Das Thema kommt kurz vor zwei Landtagswahlen zur Unzeit. Nun schaltet sich die Bundespartei ein.
04.09.2014 - 13:43 Uhr 21 Kommentare
Der Vorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke: „Die AfD grenzt sich ganz klar vom Rechtsextremismus ab.“ Quelle: dpa

Der Vorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke: „Die AfD grenzt sich ganz klar vom Rechtsextremismus ab.“

(Foto: dpa)

Berlin Nach Berichten über AfD-Mitglieder, die dem rechten Milieu nahestehen sollen, hat Parteichef Bernd Lucke drastische Konsequenzen angekündigt. „Die AfD grenzt sich ganz klar vom Rechtsextremismus ab“, sagte Lucke Handelsblatt Online. „Falls ein Mitglied dagegen verstößt, wird durch den zuständigen Landesverband ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet.“ Der Landesverband Sachsen habe auch bei derartigen Entscheidungen „meine volle Rückendeckung“.

Lucke reagierte damit auf Berichte über den AfD-Landesverband Sachsen und der dortigen Probleme mit der politischen Vita einiger Mitglieder und ihre Nähe zum Rechtsextremismus. Aus diesem Grund wird der AfD-Abgeordnete Detlev Spangenberg das Amt des Alterspräsidenten im neu gewählten Landtag nicht antreten.

Zuvor hatte der Sender MDR 1 Radio Sachsen über den Amtsverzicht berichtet. Der 70-Jährige habe seine bisherige politische Arbeit verschwiegen, sagte Uwe Wurlitzer, Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD im Landtag, dem Sender. Nach Angaben der Fraktion behält Spangenberg aber sein Mandat.

Spangenberg war von 1987 bis 2004 Mitglied der CDU in den NRW-Ortsverbänden Hagen und Radebeul und stieß erst 2013 zur AfD. Davor war er laut Wikipedia ab 2008 Mitglied der von dem Ex-CDU-Mann Henry Nitzsche gegründeten rechtspopulistischen Wählervereinigung „Arbeit-Familie-Vaterland“ (AFV) und trat für die Wählervereinigung bei der Kreistagswahl an. 2010 sei er zudem als Mitgründer des rechtspopulistischen „Bündnisses für Freiheit und Demokratie“ (BFD) in Erscheinung getreten. Während dieser Zeit soll er auch Geschäftsführer von Pro Sachsen gewesen sein.

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    Die Grünen hatten Spangenberg am Nachmittag aufgefordert, das Amt des Alterspräsidenten nicht anzutreten. „Mit Detlev Spangenberg soll ausgerechnet jener AfD-ler Alterspräsident werden, der in der Vergangenheit die offensten Verbindungen in rechtsextreme Kreise gepflegt hat“, erklärte die Fraktion.

    Auch Sicht von SPD-Landeschef Martin Dulig ändert Spangenbergs Verzicht „nichts daran, dass wir uns mit dieser rechtskonservativen Partei inhaltlich auseinandersetzen müssen“. „Die AfD instrumentalisiert Ängste von Menschen“, sagte Dulig.

    Rechtsextreme Fälle in Zwickau, Dresden und Leipzig
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    21 Kommentare zu "Landesverband in Sachsen: Rechte Umtriebe in AfD alarmieren Bundespartei"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @ Reinhardt Graetz „...und der rechte treudeutsche Obergutmensch mit dem Begriff "links". :-)“

      Da hilft auch das Grinsemännchen nichts, wer hier in D staatszersetzende Thesen propagiert ist gesellschaftsfähig, wer die gegenteilige Position bezieht, wird als deutschtümelnd, ausländerfeindlich und recht stigmatisiert.

    • @ Reinhardt Graetz „...und der rechte treudeutsche Obergutmensch mit dem Begriff "links". :-)“

      Da hilft auch das Grinsemännchen nichts, wer hier in D staatszersetzende Thesen propagiert ist gesellschaftsfähig, wer die gegenteilige Position bezieht, wird als deutschtümelnd, ausländerfeindlich und recht stigmatisiert.

    • ...und der rechte treudeutsche Obergutmensch mit dem Begriff "links". :-)

    • Verfehlungen im strafrechtlichen Sinne haben sich Leute wie J. Fischer (Obergrünling i.R.) zuschulden kommen lassen, die -wie er- Steine auf Polizisten geschmissen hat, keinen Schulabschluss vorzuweisen hat und keine Berufsausbildung abgeschlossen hat. Der Mann ist de facto und de jure ein Asozialer der besten Sorte.

    • Diese Meldung kommt genau recht und richtig für die deutschen Medienlandschaft.

      Das zieht aber nicht, weil es bald überall "in" sein wird, "rechts" zu wählen.

      In Österreich ist die FPÖ schon zweitstärkste Partei.

      Und Frankreich, Großbritannien....

      Dann könnt ihr bald einpacken mit eurer gigantischen Volksverarschung.

    • Völlig richtig. Der Gutmensch ätzt mit dem Begriff "rechts" gegen alles was nicht in sein Weltbild passt.

    • Dieses "Hetzblatt" kann man nun wirklich nicht ernst nehmen!

    • Ich war mal ein Freund der AfD. Aber ich hatte immer mehr den Eindruck, die Partei hat zwar gerechtfertigte Ideen, aber kann die nicht volksnah vertreten. Manchmal hatte ich sogar den Eindruck, die AfD sei eine Scheinpartei, um alle Eurogegner aufzufangen, damit die grossen Parteien ungestoert weiterarbeiten koennen.

      Die AfD kann (oder will gar) ihre Ideen nicht volksnah verkaufen. Der Euro frisst unsere Ersparnisse auf und unsere Altersvorsorge. Dies waeren Themen, die das Volk interessiert und nicht akademisches Gelabere ueber einen Nord- und einen Sued-Euro - gerechtfertigt aber nicht buergernah. Dadurch verhindert die AfD letztlich eigentlich eine buergernahe Auseinandersetzung mit dem Euro und zementiert den Status quo. Die GroKo kann nur dankbar fuer so viel Unfaehigkeit sein, wenn es hoffentlich keine Absicht ist...

    • deshalb ja auch Verfehlungen! und nicht Verbrechen. Trotzdem richtig, dass die Partei das einhält, was sie vorher gesagt hat.

    • Die Umfragen kenne ich. Die Demoskopen lagen bei der letzten Bundestagswahl auch schon daneben. Es kommt eben auf die Wahlbeteiligung an.

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