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Landtagswahl in Rheinland-Pfalz Die CDU setzt auf den Anti-Beck

Weiblich, frech, modern: Die Christdemokraten in Rheinland-Pfalz küren am Wochenende die Staatssekretärin und Ex-Weinkönigin Julia Klöckner zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl. Noch sieht es aus wie ein ungleiches Duell.
  • Peter Müller
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Julia Klöckner will 2011 Ministerpräsident Kurt Beck beerben. Quelle: dpa

Julia Klöckner will 2011 Ministerpräsident Kurt Beck beerben.

(Foto: dpa)

BERLIN. An den Satz, der von ihr bislang am ehesten in Erinnerung geblieben ist, mag sich Julia Klöckner nicht gern erinnern. "Leute, ihr könnt in Ruhe Fußball gucke. Wahlgang hat geklappt." Es war an einem Samstag im vergangen Mai, Klöckner saß in der Zählkommission und tippte die Worte in ihr Handy, nachdem klar war, dass Horst Köhler schon im ersten Wahlgang die nötige Mehrheit für eine zweite Amtszeit als Bundespräsident erhalten hatte. Per Twitter verbreitete sich Klöckners Nachricht in Windeseile, so dass das Ergebnis im Land bekannt war, bevor es der Bundestagspräsident im Reichstag verkündet hatte.

Für die Twitter-Affäre bekam Klöckner jede Menge Kritik. Es war der bislang einzige Patzer einer recht steilen Karriere. Einer zudem, der ohne Folgeschäden für die 37-Jährige blieb, ja ihr Image als freche, moderne Frau eher noch förderte. Am Samstag wird sie auf dem Parteitag der rheinland-pfälzischen CDU zur Spitzenkandidaten für die Landtagswahl Ende März 2011 nominiert.

Klöckner soll gegen Dauerregent Kurt Beck von der SPD antreten. Mit ihr rechnet sich die CDU im Heimatland Helmut Kohls zum ersten Mal seit bald 20 Jahren wieder ernsthafte Chancen auf eine Regierungsbeteiligung aus. Julia Klöckner soll die erste CDU-Ministerpräsidentin im Westen Deutschlands werden.

Noch sieht es aus wie ein ungleiches Duell. Seit fast 16 Jahren regiert der gelernte Elektromeister Beck sein kleines Bundesland - nicht ohne Erfolg. In Becks Regierungsjahren verwandelte sich das Weinland in einen modernen Industriestandort, an dem kleine Winzerbetriebe genauso zu Hause sind wie der Pharmariese BASF. 2006 hatten Kurt Beck und die SPD 45,6 Prozent erreicht, das reichte.

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