Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Landtagswahl Saarland wird zur Zerreißprobe für die FDP

Durch die Nominierung von Joachim Gauck für das Präsidentenamt ist der FDP ein Coup gelungen. Doch die Wahlen im Saarland könnten den Erfolg zunichte machen. Der FDP und ihrem Parteichef Rösler droht ein böses Erwachen.
27.02.2012 - 11:00 Uhr 7 Kommentare
Rainer Brüderle (rechts) steht schon in den Startlöchern, falls  schlechte Wahlergebnisse im Saarland und in Rheinland-Pfalz das Aus für Philipp Rösler bedeuten. Quelle: dpa

Rainer Brüderle (rechts) steht schon in den Startlöchern, falls schlechte Wahlergebnisse im Saarland und in Rheinland-Pfalz das Aus für Philipp Rösler bedeuten.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Auf dem Papier ist die Wahl im Saarland am 25. März nicht besonders wichtig. Das Land ist nicht besonders groß, wirtschaftlich nicht besonders bedeutend - und hat auch nur drei Stimmen im Bundesrat. Aber für die FDP hat das Land dennoch eine große Bedeutung. Denn das Oberwasser, das die Liberalen mit der Kür von Joachim Gauck zum Kandidaten für das Präsidentenamt gewonnen haben, könnte mit einem Schlag, mit einem Wahltermin verloren gehen.

In wohl keinem anderen Bundesland ist die FDP so schlecht aufgestellt, wie im Saarland. Der saarländische Landesverband ist heillos zerstritten. Im Dezember hatte der damalige Fraktionsvorsitzende, Christian Schmitt, sein Amt niedergelegt. Kurze Zeit später zog auch sein designierter Nachfolger wegen einer Dienstwagenaffäre seine Kandidatur zurück. Dieses heillose Chaos war zu viel für CDU-Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer. Mit den Liberalen sei eine Regierungsarbeit nicht mehr möglich, sagte sie - und kündigte die bestehende Jamaika-Regierungskoalition aus CDU, FDP und Grünen auf. Nach einer bespiellosen Niederlagenserie kämpft die Partei - und vor allem ihr Vorsitzender Philipp Rösler - ums politische Überleben.

Dann kam Gauck und endlich sah die trostlose liberale Welt wieder etwas besser aus. Mit der Kür von Gauck zum Kandidaten für das Präsidentenamt war der FDP ein echter Coup gelungen. Eigentlich wollte Bundeskanzlerin Merkel den populären früheren DDR-Bürgerrechtler unbedingt verhindern. Doch die FDP sprach sich frühzeitig für Gauck aus - und ließ ihr damit kaum eine andere Wahl, als den ursprünglich von SPD und Grünen nominierten Gauck zu unterstützen.

Zum ersten Mal seit Bestehen der schwarz-gelben Koalition haben die Liberalen damit im Machtpoker mit der Union alles auf eine Karte gesetzt - und sich durchgesetzt. „Entscheidend ist, dass es gelungen ist, durchzusetzen, was wir wollten,“ sagte FDP-Parteichef Rösler nach den Gesprächen mit Kanzlerin Merkel und der Union. Die Parteistrategen der FDP hoffen nun, dass sich ihre Standhaftigkeit bald in besseren Umfragewerten niederschlägt. Und ausgerechnet jetzt kommt das Saarland, dort sieht die Lage für die FDP ausgesprochen schlecht aus.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Brüderle könnte den FDP-Parteivorsitz übernehmen
    Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen
    7 Kommentare zu "Landtagswahl: Saarland wird zur Zerreißprobe für die FDP"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • die wahl wird spannend auch in der hinsicht wieviele wähler erst gar nicht abstimmen möchten eben weil sie keine große koalition wollen.

      übigens:
      diejenigen die dem saarland hier dreimal das prädikat "nicht besonders" verleihen, möchte ich einmal einladen das saarland zu besuchen, sich zu erkundigen und die hervorragenden seiten des landes kennen zu lernen :)

    • Solange ein Bundesland und deren "Lieberaale" nur für die Profite einstehen, ich meine den eigenen wird nichts mit einem Aufbruch im Saarland. Eener voor zwei zerügg. Da fällt dem "Ään odder aach Annere" immer wieder ein, ich wääs was. NOrmal ist das nicht, das heißt im Saarland stets, ich kenn jemand, der kennt jemand, der wääs was. Helau, Alaaf und Allez Hopp.

      Übrigens mit einem Wirtschaftsminister Klumpp wurde die fdp im Saarland wahrgenommen, was nachkam, da muß sich niemand mehr Gedanken darüber machen. Entweder rot wundern und schwarz ärgern, aber zusammen, da kommen die Kesselflicker zum Zuge. Ach ja und die Grünen, die denken doch tatsächlich, die WählerINnen haben sie partout nicht mehr auf dem Schirm.

      Wen wundert es bei solch einer Leuchtampel von Vorsitzendem.


    • Das Programm der FDP lautet: geistige Onanie. Offensichtlich gibt es diesbezüglich regelmäßig öffentliche Steigerungsmöglichkeiten. Ernst nehmen kann man diese Partei nicht mehr und ebenso sinnlos wie die Partei selbst agiert auch ihre Führung. Die nächsten Wahlen werden der Partei und ihrer Finanzierung die Grenzen aufzuzeigen. Wenn erst die Wahlkampfzuschüsse versiegen, bleibt auch von der Spitze der Partei nichts mehr übrig. Schade ist es um keinen.

    • Die FDP muß weg. Die meisten Menschen haben sowieso schon eingesehen, dass die FDP eine kaltherzige, neoliberale Partei ist, die für die Herausforderungen der Zukunft gänzlich ungeeignet ist. Die verbleibende, in ihrer großen Mehrheit spätrömisch-dekadent veranlagte, FDP-Kernwählerschaft feiert lieber orgienähnliche Hausfeste, destabilisiert mit hochspekulativen Derivaten ganze Volkswirtschaften und fährt umweltschädliche 150 PS Flügelautos anstatt über höhere Steuern einen Beitrag zu Konjunkturankurbelung, zum ökologischen Umbau der Gesellschaft oder zum sozialen Ausgleich beizusteuern. Dazu passt, dass die FDP mit dem eingebildeten Gauck einen Mann aufs Schild gehoben hat, der -als erster Bundespräsident überhaupt- nicht mit seiner legitimen Ehefrau sondern seiner fränkischen Konkubine als unsere "neue first lady" ins Schloss Bellevue einzieht. Mit diesen schamlosen Neoliberalen Kreaturen samt ihres verbliebenen Anhangs ist doch wirklich kein Staat zu machen. Sie müssen weg!

    • Denn das Oberwasser, das die Liberalen mit der Kür von Joachim Gauck zum Kandidaten für das Präsidentenamt gewonnen haben,
      ---------------------------------

      Nur hat der Kasper Rösler dies schon wieder zunichte gemacht mit seinen absolut dummen und höchst albernen und unqualifiziertem Verhalten bei Lanz.
      So benimmt sich kein Erwachsener und schon gar kein Partei-Vorsitzender.
      Rösler hat sich benommen als wäre er auf irgendeiner Studenten-Party.
      Diese Bubi-Partei zerlegt sich genau deshalb selbst, weil sie nur noch aus dummen Kindern besteht und das Wort Liberal gar nicht mehr buchstabieren kann.
      Sie benutzen den Bundestag einzig und allein zum Gelderwerb in Ermangelung anderer Jobs, die sie offenbar nicht bekommen haben

    • Wieder! geht es bei der Wahl des deutschen Präsidenten nur um einen Machtpoker. Schämt Euch FDP!

    • Die FDP stirbt ohnehin. Und diese Vorhersage ist von anderer Qualität als früher, wenn Ähnliches gesagt wurde; denn dieses Mal stirbt die Partei, weil sie sich von liberalen Positionen entfernt - insbesondere in Bezug auf Euro und EU. Wer mithilft, die EUSSR entstehen zu lassen, ist eben keine freiheitliche Partei mehr. Und genau deshalb stirbt die FDP zu Recht. Ich freu mich drauf.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%