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Landtagswahlen 2014

AfD-Debatte CDU-Sozialflügel warnt vor Rechtsruck in der Union

In der CDU wächst die Sorge vor einem möglichen Ruck hin zur ultra-konservativen AfD. Der Sozialflügel der Christdemokraten warnt eindringlich vor Planspielen, die politische Mitte Richtung rechts zu verlassen.
16.09.2014 - 00:00 Uhr 11 Kommentare
Rückt die CDU wieder nach rechts? Parteichefin Merkel wehrt sich und schließt Bündnisse mit der AfD weiterhin aus. Quelle: AFP

Rückt die CDU wieder nach rechts? Parteichefin Merkel wehrt sich und schließt Bündnisse mit der AfD weiterhin aus.

(Foto: AFP)

Berlin Der Bundesvize der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, ist der Forderung konservativer Unionspolitiker entgegengetreten, die wegen der deutlichen Erfolge der Alternative für Deutschland (AfD) bei den jüngsten Landtagswahlen einen Kurswechsel im Umgang mit der Partei angemahnt hatten. „Die CDU hat in Brandenburg und Thüringen hinzugewonnen. 80 Prozent der Unionswähler stehen hinter dem Kurs der Bundesregierung bei Mindestlohn und Rente“, sagte Bäumler dem Handelsblatt (Online-Ausgabe). Die Union dürfe daher „die politische Mitte nicht zu Gunsten des rechten Randes aufgeben“.

Der CDU-Politiker forderte eine stärkere inhaltliche Abgrenzung zur AfD. „Die Republikaner in Baden-Württemberg hat die CDU nicht durch inhaltliche Annäherung sondern durch Abgrenzung überwunden“, sagte Bäumler. Die Union müsse sich mit den „fremdenfeindlichen und nationalistischen Positionen“ der AfD auseinandersetzen. „Die rückwärtsgewandten Positionen dieser Partei bedrohen auch die wirtschaftliche Zukunft des Exportlandes Deutschland“, warnte der CDA-Vize.

Hintergrund der Debatte sind die starken Ergebnisse der AfD in Brandenburg und Thüringen. Im konservativen Lager der CDU wächst der Ärger über den Umgang der Parteispitze mit der eurokritischen Alternative für Deutschland. Die Strategie der Union, die AfD zu ignorieren, sei fehlgeschlagen, bemängelt der konservative Berliner Kreis in der Union nach Angaben der „Bild“-Zeitung in einem dreiseitigen Manifest.

Die sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann, die auch der konservativen Unions-Gruppe angehört, sieht den Erfolg der AfD darin begründet, dass die Partei einige der ursprünglichen Kernthemen der Union wie Sicherheit, Währung, Familie besetze. „Die hat die Union in großen Teilen dem Zeitgeist geopfert. Das rächt sich jetzt bitter“, sagte Bellmann dem Handelsblatt.

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    „Wenn die Unionsspitze davon spricht, wegen der AfD nicht vom Kurs der Partei abweichen zu wollen, dann fragen sich einige, gerade in Zeiten der Großen Koalition zurecht, was denn dieser Kurs überhaupt ist und wo er hinführt“, fügte Bellmann hinzu. „Manchmal lässt sich ja der Eindruck nicht vermeiden, dass sich die Union immer weiter nach links jenseits der Mitte bewegt.“ Schon länger gibt es in der Union Stimmen, die lautstark eine Rückkehr zum konservativen Kern der Christdemokraten und Christsozialen fordern.

    CDU-Chefin Angela Merkel hingegen will trotz der Kritik an ihrem Kurs gegenüber der AfD festhalten. „Problemlösungen sind die Antworten, die wir brauchen“, sagte die Kanzlerin am Montag nach einer Sitzung der Führungsgremien ihrer Partei in Berlin. Zugleich bekräftigte sie das Nein der CDU zu Bündnissen mit der AfD.

    • dne
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    11 Kommentare zu "AfD-Debatte: CDU-Sozialflügel warnt vor Rechtsruck in der Union"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Günther Schemutat
      Volle Zustimmung.
      Von dr Kanzlerin und diesem widerlichen Bundespräsidenten habe ich auch vor Wochen nicht sgehört, als der Anschlag auf die Synagoge in Wupeprtal war.
      Und auch jetzt bei dieser Demo in Berlin, kein Wort Richtugn Muslime. Wer hat denn vor Wochen demonstriert? Das waren Muslime.
      Gott sei Dank hatte Graumann den Mut die Wahrheit zu sagen.

    • @ Günter Schemutat „Die CDU steht doch nicht Mitte-Rechts sie steht Mitte-Links-Links.“

      So ist es, denn mit Frau Merkel zog auch Karl Marx ins Kanzleramt ein und keiner will es wahrhaben.

    • Wovor haben unsere jetzigen Parteien bzw. Politiker Angst? Wer für Deutschland/Deutsche arbeitet, braucht keine Angst zu haben. So arbeiten Sie aber bis jetzt vorsätzlich gegen Deutschland/Deutsche.

    • Solche Leute wie Christian Bäumler reden wie die Grünen und genau solche Leute werden in der CDU immer mehr. Und das ist der Grund warum die CDU nicht nur für mich, unwählbar geworden ist!

    • "CDU-Sozialflügel warnt vor Rechtsruck in der Union"

      Viel reden, nichts machen und aus dem Fenster gucken.

      Das wäre das Beste was der AfD passieren könnte.

    • So ist das mit Despoten. Lange können sie sich durch alternativlose Abschottung und Manipulation oben halten, aber sind die Dämme erst gebrochen, dann geht´s ganz schnell bergab.
      Und Merkel´s Stern sinkt spätestens seit Sonntag, und zwar im freien Fall. An der CDU-Basis ist der Teufel los.
      Es wird Zeit, dass die, den den ganzen laden hier finanzieren und am Laufen halten, wieder das Ruder übernehmen.

    • "„Problemlösungen sind die Antworten, die wir brauchen“, sagte die Kanzlerin.."

      Ich glaube nicht, daß die Meisterin des Duchwurstels jemals ein Problem lösen wird. Schon garnicht ein Problem der Bevölkerung...

    • Der Einfachheit halber sollte die SED wiederbelebt werden.

    • Richtig die CDU steht inzwischen bei Mitte-links.
      So lange Frau Merkel keinerlei Kurskorrektur
      der CDU zulässt, ist für die AFD genügend Platz um
      wichtige Themen in der Politik zu besetzen und weiteres Wählerpotenzial zu mobilisieren und zu wachsen.

      Insofern eine weitere taktische Steilvorlage für die AFD. Verunglimpfungen und Beschimpfungen von national bis braun und rechts, glaubt der mündige Bürger schon lange nicht mehr. Er informiert sich richtigerweise über Inhalte.

    • Die CDU steht doch nicht Mitte-Rechts sie steht Mitte-Links-Links. Zusammen mit ihren Einheitsbrei.Brüdern Grüne,SPD,Linke prügeln und Lügen sie was das Zeug hält auf die AFD ein. Die größte verbale Entgleisung kommt von der GS
      der SPD Fahimi , die die AFD als Braune Suppe beleidigt hat.
      Da die AFD sich aus allen Parteien speist, würde die Aussage ja bedeuten, dass der gesamte Einheitsbrei voller brauner Suppe wäre und dann kann ich auch nachvollziehen warum Juden nicht erkennbar durch Deutschlands Strassen laufen können ohne bespuckt und angegriffen zu werden.

      Im Nachtrag noch einen Dank an Herrn Graumann , der in seiner Rede in Berlin ehrlich gesagt hat, dass Angriffe auf Juden überwiegend von Muslime begangen werden.

      Da schluckten Politiker die gerne sehen wenn der Deutsche Bürger dafür verantwortlich gemacht wird.

      Die AFD wird der Pool sein , wo sich Deutsche Konservative Bürger formieren werden und das sind immer
      noch 50% in Deutschland.

      Die anderen die für alles offen und Liberal sein wollen , gibt es diesen Spruch:

      Wer für alles offen ist, der kann nicht ganz dicht sein.

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