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Landtagswahlen 2014

AfD-Spitzenkandidatin Petry im Interview „Je länger uns die CDU ignoriert, umso besser für uns“

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„In fünf Jahren sitzen wir in allen Landtagen und im Bundestag“

In der Familienpolitik haben Sie sich auch für eine Volksabstimmung über den Abtreibungs-Paragraf 218…
Nein, das war auch eine schöne Zeitungsente. Das habe ich nicht gefordert. Wir sind besorgt über die hohe Zahl von Abtreibungen und möchten nach Lösungen suchen, wie wir betroffenen Frauen helfen.  Aber ich habe das nicht gefordert. Wir haben nur nach Beispielen gesucht, zu denen ich mir grundsätzlich Volksentscheide vorstellen könnte. Da wurde aus einem Hintergrundgespräch zitiert - und dann wurde es auch noch missverstanden. Da gibt es sicherlich andere Themen wie die Euro-Rettung, über die wir zu allererst abstimmen müssten.

Trotzdem hat die CDU sich in der Familienpolitik zumindest teilweise von traditionellen Positionen verabschiedet und fordert zum Beispiel auch den Ausbau von Krippenplätzen. Wie stehen Sie zu diesem Thema?
Da ist unsere Position ganz klar: Wir wollen Wahlfreiheit für die Eltern. Der Staat hat nicht hereinzureden, ob Kinder in den ersten drei Jahren zu Hause betreut werden oder in der Kinderkrippe. In Deutschland gibt es je nach Region völlig unterschiedliche Positionen dazu. Der Staat hat das nicht zu werten. Er sollte die Eltern finanziell in die Lage versetzen, das selbst zu entscheiden. Das spart auch Bürokratiekosten.

… kann aber auch dazu führen, dass viele Eltern ihre Kinder nicht mehr in der Krippe betreuen lassen.
In einem Bundesland wie Sachsen, das traditionell durch einen hohen Anteil an Kinderbetreuung geprägt ist, haben wir ungefähr 50 Prozent der Kinder in Kindertagesstätten und weitere Kinder bei Tagesmüttern. Es wird immer einen Anteil von Eltern geben, die sich gegen eine Betreuung in Kindertagesstätten entscheiden. Und Umfragen zeigen: Das sind nicht primär bildungsferne Eltern. 

Wo steht die AfD in fünf Jahren?
In allen Landtagen und im Bundestag natürlich!
Frau Petry, vielen Dank für das Gespräch!

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26 Kommentare zu "AfD-Spitzenkandidatin Petry im Interview: „Je länger uns die CDU ignoriert, umso besser für uns“ "

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  • „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“

    Mahatma Gandhi

  • „Je länger uns die CDU ignoriert, umso besser für uns“ – Interview mit Frauke Petry im HB vom 01.09.2014: Dieser Satz ist so lange indifferent und zweideutig, solange nicht das angekündigte Parteiprogramm und die begründete Absicht, es um zu setzten, für viele erkennbar deutlich wird. Denn die Ankündigung der AfD, zumindest von Lucke und Konrad, dieses Land – ausstrahlend auch auf Europa – zu einer konkordanten Basisdemokratie zu führen und das jetzige System, in dem Politik und Öffentlichkeit zwei sich wenig berührende Bereiche sind und der Demos nach dem Muster des Leviathan von Thomas Hobbes aus dem 17.Jhd. alle vier Jahre seine Stimme abgibt im Glauben, der Leviathan wird schon seine Interessen vertreten, aus den Angeln zu heben, erfordert eine völlig neue politische Kultur. Aber das setzt nach G. Schmidt …“ einen Demos voraus, der Vertrauen in die politischen Institutionen hat und bereit ist, Mitverantwortung für politische Entscheidungen zu übernehmen… und von Wahlen und Regierungswechseln erwartet, das diese moderate Politikfolgen haben und nicht etwa in rabiate Vorteilsergatterung seitens der siegreichen Mehrheit führt…“. Aktuell haben wir aber „.. einen Demos, der hinreichend tolerant oder hinreichend ignorant ist – hinreichend tolerant um die demokratische Pfadabhängigkeit zu akzeptieren oder hinreichend ignorant, um von der Pfadabhängigkeit absehen zu können. Der Demos findet sich in diesem Fall – wie aktuell – damit ab, das er die Verhältnisse nicht recht durchschauen und weder unmittelbar noch mittelbar beeinflussen kann. Dem Demos zu erklären, das er eigentlich in einer Demokratie nach dem Muster von Weimar lebt und das alles leicht von der Strasse gekippt werden kann: „Tyrannei der Mehrheit“ nannte das vor 300 Jahren Alexis de Tocqueville und warnte die Amerikaner davor. Das dem Demos klar zu machen, sollte Hauptaufgabe der AfD sein; „andocken“ an eine der abgelutschten Farben tragenden Blockparteien schadet dem Lande nur.

  • Die CDU ist eine Partei von Wendehälsen geworden und gefühlt die neue SED.

  • Ein sehr guter Kommentar!

  • @Herr Frieder Maier

    Und Sie glauben allen Ernstes, dass, wenn wir die Schulden der Südländer drastisch reduzieren, sei es durch Schuldenerlass, sei es durch gesteuerte hohe Inflation um die Schuldenlasten zu reduzieren, sei es durch Euro-Bonds oder oder oder, was alles auf Kosten der deutschen Steuerzahler, Sparer, Rentner und zukünftige Generationen geht, dass DANN die Südeuropäer anfangen werden, solide zu haushalten? Das glauben Sie doch wohl nicht im Ernst, oder?

    Bedeutet: erst findet eine massive Vermögensumschichtung und Vermögensvernichtung in Deutschland statt, UND DANN DÜRFEN WIR IMMER WIEDER UND IMMER WEITER DIE NÄCHSTEN JAHRZEHNTE FÜR DEN SÜDEN MITARBEITEN UND ZAHLEN!!!

    Ich kann der ersten Replik nur zustimmen: Entweder WOLLEN Sie ganz bewusst ein Ausbluten Nordeuropas zu Gunsten der sich niemals ändernden Unsolidität im Süden, und das DAUERHAFT, oder Sie KAPIEREN ES WIRKLICH NOCH IMMER NICHT!

  • „In fünf Jahren sitzen wir in allen Landtagen und im Bundestag“
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    Das ist eine sehr pessimistische Darstellung der Chancen für die AfD. Und ich glaube nicht, dass sich IM-Erika, die Bundelskanzlereuse, noch länger als zwei Jahre rautenmäßig halten werden können. Die Zeit, zu erkennen, dass von dieser intellektuell minderbemittelten Frau, keine Impulse für die Zukunft - mit Ausnahme ihrer Alternativlosigkeit und dem virtuellen Neuland - zu erwarten ist, ist abgelaufen. Sie blamiert sich bis auf die Knochen, wenn wir sie weiterhin gewähren lassen. Das alles erinnert sehr an die intellektuellen Nullnummern wie Honneker oder Mielke et al., die angesichts der Tatsachen, die ihnen am Ende ihres mickrigen Daseins entgegengehalten wurden, weiter nichts zu stottern wussten, als: "Aber ich habe euch doch alle LIEB!"

  • Unsere Altersvorsorge, unsere Ersparnisse, unsere Immobilien sind für Südeuropa verpfändet, dem Staat, also uns, gehört im öffentlichen Raum fast nichts mehr, unsere Unternehmen gehören Blackrock, unsere Zukunft steht unter schwersten Vorbehalten, Deutsche werden zur lästigen und vogelfreien Minderheit im eigenen Land, die Rechtsstaatlichkeit ist nur noch Makulatur, Brüssel und die EZB agieren willkürlich zu unserem Nachteil und zu dem unserer Kinder, die eigene Sprache wird zunehmend nicht mehr beherrscht, öffentliche und veröffentlichte Meinung sind gleichgeschaltet.Und während Wohnraum so unerschwinglich ist, wie noch nie, während die deutschen Städte nicht mehr wissen, wohin mit Zuwanderern, während die Politik die Renten und Lebensversicherungen im Kamin verheizt, während das Geld auf dem Konto dahinschmilzt und während die Wohnungseinbrüche auf einem 15 Jahres-Hoch sind, zeigen irgendwelche Wirtschaftsindikatoren, allen voran die Börsenkurse und die natürlich völlig objektiven Arbeitslosenstatistiken und Preisteuerungsraten, wie gut es allen geht. Ja, und in dieser Atmosphäre erdreistet sich der Michel und wählt die AfD. Das ist wirklich beunruhigend. Von den sogenannten etablierten Parteien und von meinungsmachenden Medien wird die AfD hauptsächlich ins rechte Eck gestellt - und dies für ein Klientel, dem man das eigenständige, selbständige Denken bereits während der Schulzeit abgewöhnt hat. Da es in Deutschland keine "konservative" Partei mehr gibt (die CDU hat die SPD bereits vor Jahren links überholt), ist automatisch alles "rechts" was nicht "links" und damit systemkonform ist.

  • Typischer Verlauf eines Startups ... idR schafft es eines von 10 Startups länger als 2 Jahre zu überleben. Typisch wie die Leitmedien jeden Strohhalm greifen und gegen die AfD hetzen.

  • Sie haben nichts verstanden, leider! Wer Eurobonds pusht, der pusht die weitere Enteignung der Bundesbürger ohne Limit.
    Insb. nach den schlechten Erfahrungen der letzten Jahre (Maastricht Rechtsbruch, Lügen zum Finanzstatus vieler ClubMed-Staaten, Gründung nicht demokratisch legitimierter EUR-Rettungs-Organisationen ohne Möglichkeit des Rechtswegs etc pp) kann man so nur reden, wenn man entweder bewusst die Leute schädigen möchte o. es einfach nicht kapiert hat. Beides ist nicht akzeptabel.

  • auch ich hatte bei der letzten Bundestagswahl AfD gewählt. Euro-kritisch zu sein reicht nicht mehr. Ich erwarte von einer Partei, dass sie eine Vision zur weiteren Entwicklung Europas hat.

    Die Schweizer leiden unter einem starken Franken und binden ihn mittlerweile an den Euro (!) um ihn zu schwächen. Wiedereinführung der DM oder eines Nord-€ ? sicher nicht !

    Ich halte die Zeit für die Einführung von Euro-Bonds für reif. Der Ausgleich von Schuldnern und Gläubigern bietet die Basis für eine Konsolidierung/Sanierung Europas. Zum anderen liegen die Vorteile eines Euro als breit akzeptierter Weltreservewährung auf der Hand, zum anderen sollten wir Europas Zukunft nicht in Kleinstaaterei verspielen.

    Schmitz / Soros Buch "Wetten auf Europa" ist vor diesem Hintergrund mehr als empfehlenswert.

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