Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Special

Landtagswahlen 2014

Harsche Kritik an Unionsspitze CSU-Konservative sehen AfD als Partner

Augen zu und durch: Schwarze und Rote wollen den AfD-Erfolg mit „guter Regierungspolitik“ kontern – und sonst nicht so viel ändern. In der Union reicht das aber nicht allen: In der CSU formiert sich eine Pro-AfD-Front.
15.09.2014 - 16:57 Uhr 32 Kommentare
Ein Wahlplakat der Partei Alternative für Deutschland: Zuspruch aus der CSU. Quelle: dpa

Ein Wahlplakat der Partei Alternative für Deutschland: Zuspruch aus der CSU.

(Foto: dpa)

Berlin Nach dem konservativen Berliner Kreis in der CDU fordert nun auch die CSU-Initiative „Konservativer Aufbruch“ nach den deutlichen Wahlerfolgen der Alternative für Deutschland (AfD) einen Kurswechsel im Umgang mit der eurokritischen Partei. Lars Bergen, Erster Sprecher der Initiative „Konservativer Aufbruch! CSU-Basisbewegung für Werte und Freiheit“, schloss auch Koalitionen der Union mit der AfD nicht generell aus.

„Es ist in einer Demokratie nie angezeigt, Koalitionen zwischen demokratischen Parteien kategorisch auszuschließen. Das verringert zum einen die eigenen Handlungsoptionen und schadet darüber hinaus dem Gemeinwohl“, sagte Bergen dem Handelsblatt. Das Votum der Wähler sei von der Politik zu akzeptieren und nicht zu bekämpfen. „Abhängig von der weiteren inhaltlichen Entwicklung der AfD, könnte sie daher zukünftig auch zu einem potenziellen Partner der Union werden.“

Dessen ungeachtet hält es Bergen für geboten, dass die Union und insbesondere die CSU „ihr konservatives Profil wieder schärfen und so das entstandene, selbstverschuldete Vakuum schließen, in das die AfD ohne Gegenwehr vorstößt“, sagte Bergen weiter. Die Union müsse sich wieder auf ihre konservative Wurzel und ihre bürgerlich-konservativen Kernwerte besinnen.

Der konservative Berliner Kreis in der Union hatte sich zuvor mit einem Positionspapier zu einem offeneren Umgang mit der AfD heftige Kritik aus der CDU-Spitze zugezogen. Die Gruppe um den Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach verstoße gegen Grundsätze der Partei, kritisierte Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) nach Teilnehmerangaben im CDU-Vorstand. Das Papier solle ignoriert werden.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Kauders Haltung kritisierte der Vize-Sprecher der CSU-Konservativen, David Bendels, scharf. „Die Unionsspitzen haben den Kopf in den Sand gesteckt und sich jedweder politischer Auseinandersetzung mit der AfD versperrt. Wer auch immer diese Strategie empfohlen hat, lag völlig daneben“, sagte Bendels dem Handelsblatt. Dies widerspreche außerdem „allen demokratischen Gepflogenheiten und vergrätzt die Menschen, welche die AfD gewählt haben, nur zusätzlich“. Doch anstatt diese Bürger zu verprellen, sollte die Union sie zurückgewinnen, „indem wir uns ernsthaft damit auseinandersetzen, warum sie die AfD gewählt haben“.

    Bendels hält einen grundsätzlichen inhaltlichen Kurswechsel für dringend geboten, um die konservativen Stammwähler der Union wieder mehr erreichen und mobilisieren zu können. „Weg von linkslastiger, zeitgeisthöriger Beliebigkeit, zurück zu einer klaren bürgerlich-konservativen Politik der Verlässlichkeit und des gesunden Menschenverstands“, sagte der CSU-Politiker.

    Die CSU-Initiative ist erst vor wenigen Monaten von 20 christsozialen Lokalpolitikern gegründet worden. Anlass war insbesondere die Sorge vor einer „Ausgrenzung konservativer und wirtschaftsliberaler Positionen“ in ihrer Partei, wie es in dem Gründungsmanifest heißt.

    Die Initiative ist von der CSU-Spitze anerkannt. Anfang September trafen die vier Sprecher den CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer. Scheuer äußerte in dem Gespräch den Wunsch, dass sich der „Konservative Aufbruch“ in die Parteiarbeit einbringen und die Anliegen seiner Mitglieder vertreten könne.

    „Eine braune Suppe (..), die sich ein spießbürgerliches Gewand gibt“
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: Harsche Kritik an Unionsspitze - CSU-Konservative sehen AfD als Partner
    32 Kommentare zu "Harsche Kritik an Unionsspitze: CSU-Konservative sehen AfD als Partner"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Hilflos, perspektivlos, ratlos - CDU
      -----------
      Augen zu und durch: Schwarze und Rote wollen den AfD-Erfolg mit „guter Regierungspolitik“ kontern – und sonst nicht so viel ändern. In der Union reicht das aber nicht allen: In der CSU formiert sich eine Pro-AfD-Front.

      Gute Regierungspolitik? Was verstehen SPD und CDU denn darunter?
      Steuerverschwendung? Banken- und Eurorettung? Wahlgeschenke? Plünderung der Renten- und Krankenkasse?
      Selbstbedienung bei den Diäten?

    • Die SPD und ihr Personaltableau.
      Kaum Ahnung von der Sache, aber vor allem handeln die völlig diametral entgegen ihrer eigentlichen Wählerbasis, Arbeitern und Arbeitnehmern.

      Die arbeiten sich den Allerwertesten ab, um gerade mal die seit 2000 horrend gestiegenen Lebenshaltungskosten zu begleichen.

      Und die SPD lädt die ganze Welt ein, korrupte Staaten wie die Ukraine in die EU, und Wirtschaftsflüchtlinge aus aller Welt nach Deutschland.

      Damit wird kein einziges Problem gelöst, aber viele neue geschaffen. Die lernen nichts aus ihren Fehlern, so wie die FDP ...

    • Merkel will mit guter Politik der AfD ein Kontra geben; dann sollte sie schleunigst mit bürgernaher Politik beginnen und nicht Millionen Deutsche um ihre Altersvorsorge prellen, indem marode Südstaaten am Leben erhalten werden; bisher waren bei der Regierung nur Aussitzen und taktischer Machterhalt angesagt.

      Die sinnfreie EEG-Umlage abschaffen oder die kalte Progression minimieren, damit könnte Merkel punkten, aber bei diesen Themen ist Schweigen im Wald.

      Es bleibt zu hoffen, dass sich die CSU dieses mal durchsetzen kann und die AfD als Koalitionspartner in Betracht gezogen wird. Kauder redet sowieso nur Unfug, den muß man nicht beachten, er würde auch seine Oma verkaufen, wenn Merkel es ihm aufträgt, aber genau dieses unsägliche Geplapper bestärkt viele altgediente CDU-Wähler bald auch die AfD zu wählen.

    • .....von Frau Fahimi in ihrer grandiosen Unwissenheit..

      Ob sie eine schlechte Kind- und Jugendzeit hatte ist wohl nicht bekannt aber ihre Unwissenheit sollte man mit dem Kulturkreis aus dem sie kommt entschuldigen, das wird ja auch oft bei den Straftätern aus dem Bereich angewandt.

    • CSU-Konservative sehen AfD als Partner...

      Warum sollte die Partei das nicht sein?
      Die Sozen bedienen sich ja auch bei den SED Kommunisten (Nennen sich z.Z. "Die Linken") und bei der grünen Sekte wenn es ihnen Vorteile zu bringen scheint. Die AfD ist sicher eine "Rechte Partei" aber sicher nicht radikal (bis her) da bin ich mir bei der SED nicht so sicher, zwar nicht Rechts aber dafür Links und Demokraten auch nicht, auch wenn sie das für sich beanspruchen, denn das ist für Kommunisten unmöglich.

      Wenn andere Parteien den Wahlausgang zu Gunsten der AfD bemängeln, warum nehmen sie sich dann nicht dessen Themen an, scheinen die doch für eine große Anzahl der Bevölkerung von Bedeutung zu sein.

    • Ich halte zwar nicht viel von der AfD aber das Geschrei und die Diffamierungen der Einheitspartei macht die Afd dann eben doch waehlbar.
      Alle Mittel sind recht um sich endlich dieser Abnicker, Bankenretter und korrupten Lobbyistenverein zu entledigen.
      In den 80ern habe ich Gruen gewaehlt, aber die sind inzwischen nicht mehr von SPD oder CDU zu unterscheiden. Hoffentlich gehen die Gruenen bald den gleichen Weg wie die FDP.

    • Die Menschen die gegen die AfD wettern leben halt in ihrem Elfenbeinturm oder in einem schicken Vorort wo es solche Probleme nicht gibt. Von da aus lässt es sich halt wunderbar regieren.
      Probleme?! Nie gesehen. Unsere Nachbarschaft mit 100.000 Jahreseinkommen kennt so etwas nicht. Auf unser Privatschule sind auch keine Probleme bekannt. Schulausstattung?! Ist doch super da.
      Und das Gerücht von kaputten Straßen ist Unsinn. Vom Flieger oben sehen die Straßen alle heile aus.

      usw.

      VG
      Marvel

    • Ja, ich kenne diese Berichte ebenfalls.

      Man kann eigentlich sagen, dass diese Journalisten die wahren "Faschis...." in Deutschland sind, weil sie genau das mit ihrem Geschreibsel wieder heraufbeschwören, was sie ja eigentlich gar nicht wollen. Nur durch diesen Journalismus ist es unter anderem so weit gekommen. Sprich, Alles schön reden, alles ist gut, es gibt keine Probleme und wir leben in einer heilen Welt. usw.

      VG
      Marvel

    • ... die maroden Südländer den Euro nicht verlassen und wir das Lotterleben (!!!) dort auf ewig finanzieren müssen ...

      Jau, es ist aber auch wirklich ein Traumleben in den maroden Südländern, Arbeitslosigkeit gegen Null, soziale Absicherung auf europäischem Top Niveau, Existenzängste gibt es nicht, täglich am Strand herumliegen und die Sonne genießen, ja den Südländern geht es wirklich herrlich.

    • Nachtrag ...nach lesen der Regionla zeitung..

      Mich würde mal interssiern was die "braune suppe" beschimpfer gerade aus der SPD...
      denn zb zum thema MIRI clan in Bremen und umgebung bis runter nach Niedersachsen sagt.....

      das dann zb keine "fiktive angst" mehr....^^
      sondern ne sippe von über 1000 personen die alle mehr oder weniger Polizeibekannt sind....

      oder abu chaker in Berlin.... ud es gibt da noch einige clans die in der BRD "ihr ding" machen...

      etc etc...

      was macht die Politik da ? obwohl die themen seit über 15 jahren bekannt sind ?.....

      man läst die Polizei und den Bürger
      vor ort damit allein...
      sie soll uns beschützen... aber zeitgleich bindet man ihnen die Hände zusammen....
      wehrt sich dan n Einheimischer ist er "rechts"... und bekommt die volle Härte des gesetzes ab.. nun mnoch mehr mit dem "hass gewalt" gesetz, das ja nur auf "weiße" abziehlt.... andere volksgruppen können ja Per se nicht rassistisch sein... laut lesart der Sozial Romantiker..

      auch dieses WE in Region Aachen /NRW
      zb über 20 Raubüberfälle...
      auf offener straße.....

      Was macht die Polizei im Auftrag von Herrn Jäger.....

      Blitzmarathon ...^^

      und das sind nun mal dinge da hat die AfD vollkommen Recht sowas anzusprechen...

      Das Votum der Wähler sei von der Politik zu akzeptieren und nicht zu bekämpfen

      das sollten sich gerade die selbsternannten "Demokratie" Verteidiger der Etablierten hinter die Ohrne schreiben...

      was die von Dmeokratie in wirklich keit halten sieht man am gebaren der EU eliten täglich... das nehmen die ja auch unwidersprochen klaglos hin.....

      Artikuliert sich dann der Bürger zb indem er AfD wählt
      ist das "demokratiefeindlich"....

      schon verwirrend...^^

    Alle Kommentare lesen
    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%