Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Special

Landtagswahlen 2014

Interview mit Holger Zastrow „Ohne Euro-Kritiker hat die FDP keine Zukunft“

Seite 2 von 4:
„Frank Schäffler auszugrenzen, war ein Fehler“

Geschadet hat es ihr aber nicht.

Natürlich ist das Label AfD gerade populär. Das liegt auch daran, dass sie von den Medien hochgeschrieben wird und man vermeidet, gerade vor Ort genau hinzusehen, wer da eigentlich aktiv ist, woher die kommen und was die sagen. Aber ich habe schon so viele Parteien kommen und gehen sehen, dass mir der AfD-Hype keine großen Sorgen bereitet. Die AfD ist noch längst nicht im Landtag. Die müssen genauso kämpfen wie wir, Grüne, Piraten, Freie Wähler und NPD.

Hat nicht auch die FDP für die AfD eine Lücke geschaffen, weil sie eurokritische Stimmen, wie die von Frank Schäffler, ausgrenzt?

Das ist sicher so. Bestimmte Entwicklungen in der Europäischen Union müssen natürlich kritisch begleitet werden - gerade von einer Partei glühender Europäer, wie es die FDP ist. Wenn wir die Augen vor der Realität verschließen und aus ideologischen Gründen die vielen offensichtlichen, aber auch gefühlten Fehlentwicklungen in der EU nicht zur Kenntnis nehmen, machen wir es Parteien wie der AfD leicht. Und die wollen Europa nicht wie wir besser machen, sondern sind eine Gefahr für die europäische Idee. Im Übrigen haben wir für eine kritisch-konstruktive Auseinandersetzung mit der EU in unseren Reihen ja auch die notwendige Kompetenz, wie Frank Schäffler oder Holger Krahmer aus Leipzig. Deshalb habe ich es auch immer für einen Fehler gehalten, diese Stimmen kleinzuhalten.

Und deshalb ist die AfD so stark.

Die AfD ist eine typische rechte Protestpartei – aber keine rechtsextreme. Ist ja auch nicht schlimm, sowas gibt’s nun mal. Und sie ist eine Ein-Themen-Partei. Dass sie mit ihrer oft plumpen Europakritik Wähler erreicht, ist kein Wunder. Mich wundert eher, dass es bei der Europawahl nicht noch mehr waren. Aber die Probleme in Europa verschwinden nicht, indem man nur kritisiert, es braucht auch realistische Lösungen. Und die findet man nicht bei der AfD.

Frank Schäffler steht ja für solche Vorschläge. War es ein Fehler, ihn nicht enger in der Partei einzubinden?

Selbstverständlich war das ein Fehler. Der FDP ist es nach dem Krieg gelungen, den Liberalismus anders als zuvor in einer Partei zu vereinen. Ihr großer Erfolg bestand auch darin, ein breites Spektrum an liberalen Meinungen abzubilden. Das ist ein Schatz, den man pflegen und hüten muss.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
„Die CDU ist zur Partei der Beliebigkeit geworden“
Seite 1234Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Interview mit Holger Zastrow - „Ohne Euro-Kritiker hat die FDP keine Zukunft“

15 Kommentare zu "Interview mit Holger Zastrow: „Ohne Euro-Kritiker hat die FDP keine Zukunft“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ja, da muss ich meinem "Chef" in allem Recht geben. Auch wenn ich selbst noch ein paar Dinge zu sagen habe. Als Ergänzung zu den aktuellen Überlegungen, wie man die FDP wider zu einer ernst zunehmenden politischen Kraft in Deutschland macht. Wer noch ein bisschen mehr zum Thema will, hier ist die Möglichkeit. http://www.youtube.com/watch?v=fPlGHO28-0Q

  • Wenn die FDP tatsächlich für Europa stehen möchte, dann sollte sie sich mit unserem Geldsystem auseinander setzen. Leider hat auch Herr Schäffler unser Geldsystem nicht verstanden und kommt von daher zu den falschen Schlüssen. Gerald Braunberger (einer der ganz wenigen Journalisten, der die Geldpolitik seit mehreren Jahrzehnten verfolgt) hat „Die große Ratlosigkeit der Ökonomen“ treffend thematisiert: http://blogs.faz.net/fazit/

    Herr Scheffler befindet sich allerdings in Bezug auf seine Geld- und Schuldenirrtümer in guter Gesellschaft mit den anderen 99,9 %. Willkommen in der Zinsmatrix! Wir stehen hier vor einer kopernikanischen Wende. Allerdings müssen zuvor wohl erst noch einige Scheiterhaufen brennen. So wird das nichts mit dem Euro und auch nichts mit Europa: http://zinsfehler.wordpress.com/

  • Jede Partei braucht als erstes Glaubwürdigkeit. Und die hat man nicht, wenn man nur aus taktischen Gründen ein paar Eurokritiker in der Partei lässt (siehe Gauland/CSU), die Wähler binden sollen.

  • Na endlich sagt mal einer der führenden FDP-Vertreter mit Landespolitischer Verantwortung, was Sache ist.
    Inhaltsloses Euro-Mainstream-Geschwafel können sich nur die Volksparteien leisten. Die FDP war dann sehr erfolgreich, wenn sie sich als Programmpartei aufführte – UND das glaubwürdig.
    Als sie nur noch auf Machterhalt spielte, war sie erledigt. Denn das können die Leute bei CDU/CSU und SPD erheblich besser.
    Die FDP hatte massive Zweifel am Atomausstieg – hat die Kröte aber geschluckt
    Die FDP hat mit Schäffler auf die Einhaltung der Bail-Out-Klausel gepocht – aber am Schluss die Kröte geschluckt
    Die FDP hat gegen das Herumtrampeln der NSA auf bundesdeutschen Bürgerrechten protestiert – aber am Schluss die Kröte geschluckt
    Die FDP wollte die kalte Progression für den Mittelstand abschaffen, aber am Schluss Seehofers Kröte geschluckt
    - Zu viele Kröten – ohne die Koalition platzen zu lassen.
    - Herr Zastrow – singen Sie Ihr Credo viel lauter und geben Sie auch die Fehler zu, die andere gemacht haben, dann wird man Sie auch wählen!

  • Hans-Dietrich Genscher
    7.10.2013

    "Die FDP steht für Europa und den Euro. Wer das nicht akzeptiert, sollte sich fragen, ob er bei uns noch richtig ist".

    Das war doch eine klare Aussage. Jetzt zu liebäugeln mit "Ohne Euro-Kritiker hat die FDP keine Zukunft" und "Frank Schäffler auszugrenzen, war ein Fehler" ist populistisch und alles anderes als konsistent.

  • wer einmal lügt, dem glaubt man nicht...

    die FDP hat ihre Wähler und alles, aber auch alles verraten, wofür sie stand. Bankgeheimnis, Marktwirtschaft, mehr Netto vom Brutto, "Ihre Arbeit muß sich wieder lohnen" usw. Stattdessen die größte Steuererhöhungsserie der Republik mitgemacht, Insolvenzverschleppung von Staaten und Banken auf dem Steuerzahler abgeladen, Kapitalverkehrskontrollen miteingeführt usw. Alles? nein nicht alles. Das Recht der Raucher, anderen an öffentlichen Orten die Luft zu verpesten wird eisern verteidigt; ebenso der Schutz von Verbrechern vor wirksamer Strafverfolgung per Vorratsdatenspeicherung. Dies sind die einzig übriggebliebenen Positionen, die ich als ehemaliger FDP-Wähler und jetziges AFD-Mitglied bei der FDP noch erkennen kann.

  • Politikwissenschaftler kritisieren Um­gang mit AfD
    Oberreuter: »Mit der AfD NICHT reden, ist pubertär«

    RICHTIG !

    Mit der Bevölkerung nicht reden ist diktatorisch. Das muss aufhören, Frau Merkel. ! So einfach darf man es sich nicht machen !

  • " Konservative in CSU formieren sich gegen Seehofer

    Sie wollen die Wendungen ihres Parteichefs nicht länger hinnehmen. Eine Gruppe von CSU-Politikern gründet eine konservative Basisbewegung. Sie fordert die "personelle Erneuerung" der Parteiführung. "

    NA ENDLICH !

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article129250270/Konservative-in-CSU-formieren-sich-gegen-Seehofer.html

    ---

    ++ Rechts blinken und scharf links abbiegen ++

    ==> Die CSU ist eine verlogene Partei. Jetzt wird das immer klarer ! <==

    SPIEGEL.de "CSU-Debakel bei Europawahl - Seehofer bot seinen Rücktritt an"

    Erst macht Herr Stäuber einen auf Sudenten-Deutschen als ultra-rechter um als Stimmenmagnet zu agieren, dann die absolute "EU in Brüssel"-Unterwürfigkeit durch Seehofer und die CSU. Mit Souveränitätsverlust Deutschlands und Zentral-Regierung aus Brüssel hat die CSU auch kein Problem. War alles nur Täuschung !! Herr Stäuber kassiert stumm-freudig die EU-Gehälter und ist jetzt "EU-Fan".

    Die Wähler in Bayern wurden regelrecht betrogen von der CSU. Erst ultra-rechts "einsammeln" und dann abtauchen mit Seehofer und Merkel als EU-Vasallen-Parteien CDU/CSU.

    Ganz klarer Betrug ist das.

    Aber es gibt in Sachsen und Bayern ja ALTERNATIVE.

    ---

    Mit "EU in Brüssel" ist alles verlogen, undemokratisch und ekelhaft.

    Merkel mächtig ?? Ja wo denn ??

    Sie hängt doch auch nur an Strippen an denen andere ziehen. Deutschland ist vollkommen wehrlos und ferngesteuert. Mit Scheindemokratie und Lügenpresse. Ekelhafter geht es garnicht mehr.

    Bundeswehr ein Krippenplatz-Wohlfühl-Hotel und Zapfenstreich-Spielkapelle. Überall Porno- Propaganda und Lügen in den Zeitungen. Zum Gruseln ist das in Deutschland seit Merkel "oben" ist. Wie eine Güllegrube, Hauptsache es stinkt nach GELD. Widerlich ist das.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Die FDP ist tot und wird auch nicht mehr lebendig.

    Frank Scheffler hatte versucht, der FDP ein anderes Gesicht zu geben, er ist innerhalb der FDP gescheitert und vertritt nur noch eine Außenseiterposition. Er wird vielleicht in der FDP gerade noch geduldet aber nicht mehr respektiert. Zastrow mag diesen Umstand beklagen, das ändert nichts an der Tatsache, Personen wie Lambsdorff oder Lindner als Eurogläubige in einer Partei mit Frank Scheffler, trägt micht dazu bei, der FDP die Glaubwürdigkeit neu zu verschaffen, die ihr in Gänze verloren gegangen ist.

    Der liberale Wahlbürger weiß, es gibt Alternativen und wird sich entsprechend positionieren.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%