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Special

Landtagswahlen 2014

Kritik der CDU-Konservativen AfD-Triumphe mischen Union auf

Die jüngsten Wahlerfolge der AfD haben eine neue Debatte über den Umgang mit der Partei ausgelöst. Parteiübergreifend will man sich dem „Problem“ jetzt offensiver stellen. In der Union ist das nicht unumstritten.
15.09.2014 Update: 15.09.2014 - 13:40 Uhr 38 Kommentare

Die AfD hat nur eine Alternative

Berlin Nach den überraschend deutlichen Siegen der AfD bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Thüringen wächst bei den Konservativen in der CDU der Ärger über den Umgang der Parteispitze mit der eurokritischen Alternative für Deutschland. Die Strategie der Union, die AfD zu ignorieren, sei fehlgeschlagen, bemängelt der konservative Berliner Kreis in der Union nach Angaben der „Bild“-Zeitung in einem dreiseitigen Manifest.

Die Autoren, darunter CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach und Hessens früherer CDU-Fraktionschef Christean Wagner, fordern die Unionsspitze auf, programmatisch auf die konservativen Wähler der AfD zuzugehen. „Gerade im liberal-konservativen Bereich hat die Union in den letzten Jahren - leider - deutlich an Anziehungskraft verloren.“

Die sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann, die auch der konservativen Unions-Gruppe angehört, sieht den Erfolg der AfD darin begründet, dass die Partei einige der ursprünglichen Kernthemen der Union wie Sicherheit, Währung, Familie besetze. „Die hat die Union in großen Teilen dem Zeitgeist geopfert. Das rächt sich jetzt bitter“, sagte Bellmann dem Handelsblatt. „Wenn die Unionsspitze davon spricht, wegen der AfD nicht vom Kurs der Partei abweichen zu wollen, dann fragen sich einige, gerade in Zeiten der Großen Koalition zurecht, was denn dieser Kurs überhaupt ist und wo er hinführt“, fügte Bellmann hinzu. „Manchmal lässt sich ja der Eindruck nicht vermeiden, dass sich die Union immer weiter nach links jenseits der Mitte bewegt.“

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    CDU-Chefin Angela Merkel will trotz der Kritik an ihrem Kurs gegenüber der AfD festhalten. „Problemlösungen sind die Antworten, die wir brauchen“, sagte die Kanzlerin am Montag nach einer Sitzung der Führungsgremien ihrer Partei in Berlin. Zugleich bekräftigte sie das Nein der CDU zu Bündnissen mit der AfD. In CDU-Vorstand sei man übereingekommen, dass die beste Antwort auf die AfD „eine erfolgreiche Regierungsarbeit für die Menschen im Lande egal ob in einem Bundesland oder auf der Bundesebene ist“, sagte Merkel. Nachdem sich am Sonntag bei den Wahlen in Thüringen und Brandenburg erneut herausgestellt habe, dass das AfD-Wählerpotenzial aus allen Parteien komme, müsse die Debatte über den Umgang mit der Partei allgemein geführt werden.

    Kauder wirft Kritikern Verstoß gegen Parteigrundsätze vor
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    38 Kommentare zu "Kritik der CDU-Konservativen: AfD-Triumphe mischen Union auf"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @ Ginny Belina „Das D im Namen der Parteien steht für Deutschland und für Demokratie,...“

      Sicher? Die Altparteien haben sich diesen Staat zur Beute gemacht, in D besteht keine Demokratie, sondern eine Parteiendiktatur. Bedenken Sie, daß der größte Teil der Abgeordneten im BT über die Mogelpackung „Zweitstimme“ ein „Parteimandat“ erhält, Sie als Wähler haben auf die Figur die dann entsandt wird keinen Einfluß, sie können sie nicht wählen oder gar abwählen.


    • edit:

      Das D im Namen der Parteien steht für Deutschland und für Demokratie,...

    • Das ist ein Spiel, sollte es diess Spiel geben , auf der politischen Metaebene wo Windstille herrscht.

      Keine Einflußmöglichkeiten des "normalen" Wahlbürgers...

    • "Ist der Siegeszug der AfD noch zu stoppen?" wird in manchen Medien gefragt.

      Zur Zeit nicht, es sei denn durch eigene Fehler wie z. B. über Koalitionen mit der CDU zu debattieren.

      Die Merkelpartei soll ihre gute Politik weiterbetreiben, mit Veruntreuung unseres Spar- und Volksvermögens, Bürgschaften und Krediten für korrupte Regierungen und Mißachtung des Bürgers.

      Leider tut der CDU das Wahlergebnis noch nicht weh, da sie in Thüringen zugelegt hat. Die CDU muß mal real Wählerprozente verlieren und die AfD zulegen, dann wird es interessant in der CDU.

    • Ich erinnere mich sehr gut an die Zeit, als die Grünen sich etablierten und ich einen Kollegen, der strammer SPD-Genosse ist fragte, was er davon hält. „Das ist nur eine vorübergehende Erscheinung, mit denen brauchen wir uns nicht zu beschäftigen.“ kam es im Brustton der Überzeugung. Jahre später war die „vorübergehende Erscheinung“ plötzlich begehrter Koalitionspartner. So kann es gehen und Politiker sind nur allzu gern bereit sich um der Macht willen bis zur Unkenntlichkeit zu verbiegen.
      Ich wähle schon seit vielen Jahren nur noch die Erststimme, die Stimme für die Mogelpackung verweigere ich den Parteien.

    • Frau Merkel sagt: "Die beste Antwort auf die AfD, ist eine erfolgreiche Regierungsarbeit für die Menschen im Lande.
      Dann muss diese Regierungsarbeit ja wohl miserabel sein.
      Kluge Politiker würden die Äußerung, keine Koalitionen mit der AfD, nicht machen. Wie dumm sind Merkel und Kauder eigentlich? In ein paar Jahren wird man froh sein, mit der AfD sprechen zu dürfen.
      Leider werden die Meinungen die der konservativen Berliner Kreis äussert von Frau Merkel ignoriert.
      Wenn man nicht in der Lage ist sich sachlich mit einem politischen Gegner auseinander zu setzen, reagiert man halt wie Merkel + Kauder. Als ehemaliger CDU Wähler kann ich nur sagen, schaurig diese CDU. Ich bin AfD Wähler geworden und werde jetzt Wahlwerbung für die AfD machen.

    • Die gewonnenen Stimmen z.B. nur 2% Unterschied zu der SPD in Thüringen zeigen, dass die AfD keine Eintagsfliege ist. Trotz der zahlreichen Versuche, sie zu diskreditieren, und ihr seitens der Medien keine Luft zu lassen, sich in Ruhe zu ordnen und das richtige Personal zu finden, was jede neue Partei erst lernen muss, konnte sie beachtlich gewinnen.

      Sogar jetzt nach drei erfolgreichen Landtagswahlen hetzte und polemisierte aber in der ARD Berliner Runde die SPD in Gestalt Ihrer Generalsekretärin, anstatt den Misserfolg ihrer Partei zu ihrem Hauptthema zu machen, als einzige der Teilnehmer völlig ungeniert gegen diese Partei und erklärte damit alle, welche die AfD gewählt haben, zu Schmuddelkindern, mit denen man nicht spielt. Dagegen argumentierte der CDU-Vertreter äußerst sachlich.

      Ich gehe davon aus, dass die SPD-Generalsekretärin die Meinung ihrer Partei wiedergab, die im Mai 2013 auf Stimmenfang ging und erklärte, sie wolle eine Migrantenpartei werden, nur bei den Migranten gibt es solche und solche, und viele davon können mit der neuen SPD nichts anfangen, Doppelpass hin oder her. Wenn es aber so ist, dass die SPD vermehrt bei bestimmten Migranten Ihre Wähler sucht, dabei die Mehrheit der Wähler vergisst, welche sich gleichzeitig mit Sorge von ihr abwenden, wird sich die SPD wohl frei nach Brecht über kurz oder lang ein neues Volk wählen müssen, weil sie seit Schröder und Konsorten ohnehin nicht mehr die Partei ist, die sie mal war.

      Das D im Namen der Parteien steht für Demokratie, was von Demos = Volk kommt, und das Volk sind wir alle, auch jene von der SPD-Generalsekretärin unverstandenen AfD-Wähler. Man hüte sich davor, das Volk zu unterschätzen. Was dabei herauskommt, sieht man an der FDP, denn hätte sich die FDP nicht selbst durch ihre Bürgerferne zerstört, wäre die SPD aktuell sicherlich keine Regierungspartei, die zum Ärger der Bürger schaltet und waltet fast wie sie will, obwohl sie die Bundestagswahl verloren hatte

    • interessante Thesen

      Aufgrund welcher Tatsachen kommen Sie zu diesen sehr weitgehenden Äußerungen? Können Sie das bitte näher erläutern?

      Und: Welche Möglichkeit sehen Sie, dieses - wie Sie es nennen - abgekaterte Spiel zu konterkarieren?

    • Jens Muche
      das sit einfach köstlich. Und leider so wahr

    • Es ist schon interessant, daß die Union glaubt mit einer Abgrenzungsstrategie die AfD eindämmen zu können. Die CDU sollte lieber die Wurzeln der Wahlentscheidung zu Gunsten der AfD analysieren und sich ändern.

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