Zum Landtagswahlen 2016 Special von Handelsblatt Online

Sachsen-Anhalt Grüne wollen mit CDU und SPD sprechen

Die Grünen in Sachsen-Anhalt wollen Sondierungsgespräche mit der CDU und SPD beginnen. Der Vorstand hat das einstimmig beschlossen. Über Koalitionsverhandlungen soll aber ein kleiner Parteitag entscheiden.
Die Fraktionsvorsitzende der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Claudia Dalbert: Sondierungsgespräche beginnen. Quelle: dpa
Sondierungsgespräche

Die Fraktionsvorsitzende der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Claudia Dalbert: Sondierungsgespräche beginnen.

(Foto: dpa)

MagdeburgDer Landesvorstand der Grünen in Sachsen-Anhalt hat sich nach der Landtagswahl einstimmig für Sondierungsgespräche mit CDU und SPD ausgesprochen. Über Koalitionsverhandlungen solle ein kleiner Parteitag am 1. April entscheiden, teilte die Partei am Montagabend mit. Am 23. April könne dann ein Landesparteitag über den Koalitionsvertrag abstimmen.

Damit hat die erste Partei einen klaren Zeitplan für die Bildung einer schwarz-rot-grünen Regierung in Magdeburg aufgestellt. Am Sonntag war die CDU unter Ministerpräsident Reiner Haseloff stärkste Partei geworden. Sie braucht aber Partner - einzig mögliches Bündnis ist Schwarz-Rot-Grün.

„Seit gestern ist Europa kleiner und Merkel schwächer“
„Schwarzer Sonntag für Angela Merkel“
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Die konservative griechische Zeitung „Kathimerini“.

„Die Alternative im deutschen ‚schwarzen Loch‘“
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Die links-liberale polnische Zeitung „Gazeta Wyborcza“: „Der Erfolg der AfD ist am besten in Sachsen Anhalt zu erkennen, das in Deutschland als eine Art „schwarzes Loch“ gilt. In dem Bundesland leben laut Statistiken die meisten Bürger mit Übergewicht und ohne Abitur. Die politische Bildung und das gesellschaftliche Engagement sind niedrig, die Eliten schwach. Diese Bürger sind nun zur Wahl gegangen und der Meinung, dass jede Veränderung eine Veränderung zum Besseren sei.

„Die rechten Ultras profitieren an den Wahlurnen von der Unzufriedenheit der Deutschen mit Merkels Politik in der Flüchtlingskrise.“
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Das konservative spanische Blatt „ABC“.

„Für die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Merkel ergibt das kein klares Urteil“
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Die österreichische Tageszeitung „Die Presse“.

„Seit gestern Abend ist Europa kleiner und Angela Merkel schwächer. (...) Es ist eine Revolte der Wähler und damit eine demokratische Revolte gegen dieses System Europa. Die Migrationskrise ist nur der Zünder gewesen, der dafür sorgt, dass das System nun explodieren könnte.“
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Die italienische Tageszeitung „La Stampa“.

„Mit dem Aufmarsch der AfD ist jene politische Ordnung an ein Ende gekommen, wie Deutschland sie seit 1949 kannte und in der die „Volksparteien“ CDU und SPD zusammen fast immer ausreichende Mehrheiten hatten und Regierungskoalitionen meist aus zwei Parteien bestanden.“
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Die niederländische Zeitung „de Volkskrant“.

„Niederschmetternder Schlag für Merkel“
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Die konservative „Times“ kommentiert: „Dieser Sieg ist ein niederschmetternder Schlag gegen Frau Merkel, die vor dem Krisengipfel in Brüssel diese Woche auch Probleme hat, ihre Pläne für die Aufteilung von Asylsuchenden über die Europäische Union anderen skeptischen Regierungen zu verkaufen. Die Ergebnisse der Landtagswahlen erhöhen den Druck auf sie, die Zahl der nach Deutschland kommenden Migranten zu senken. Es ist auch das erste Mal, dass eine rechtsgerichtete Partei im modernen Deutschland breite Unterstützung gefunden hat.“

  • dpa
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