Bewerten Sie uns Beantworten Sie drei Fragen und helfen Sie uns mit Ihrem Feedback handelsblatt.com zu verbessern. (Dauer ca. eine Minute)
Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Landwirtschaft Aigner lehnt Saatgut-Pläne der EU ab

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) will alte Sorten von Obst und Gemüse schützen. Deshalb lehnt sie Pläne der EU ab, dass auch Kleingärtner künftig nur noch zugelassenes Saatgut verwenden dürfen.
31 Kommentare
Ilse Aigner (CSU) legt sich für kleine Züchter ins Zeug. Quelle: dpa

Ilse Aigner (CSU) legt sich für kleine Züchter ins Zeug.

(Foto: dpa)

BerlinBundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) spricht sich gegen Pläne der EU-Kommission aus, den Anbau von nicht amtlich zugelassenen Saaten zu unterbinden. „Es darf nicht soweit kommen, dass Privatgärtner für ein paar Samenkörnchen eine amtliche Zulassung vorzulegen haben“, sagte Aigner dem Handelsblatt. „Kleine Züchter müssen von der Zulassungspflicht befreit werden.“ Gärtner und Züchter, die das Artenreichtum und die Sortenvielfalt erhalten, „müssen auch künftig ohne Einschränkung anbauen können“, sagte sie.

Die EU-Kommission plant, dass künftig neben Landwirten auch Kleingärtner nur noch zugelassenes Saatgut verwenden dürfen. Seltene und alte Gemüsesorten etwa hätten dann kaum noch eine Chance angebaut zu werden. Ihnen fehlt die Handelszulassung, da diese für die Züchter häufig zu teuer ist und die Vorgaben durch die individuellen Formen des Obstes nicht eingehalten werden können.

Umweltverbände kritisieren, dass nach den Plänen der Kommission diese Saaten nicht einmal mehr getauscht oder verschenkt werden dürften. Die Verordnung spiele den großen Saatgut-Konzernen wie Monsanto oder Bayer in die Hände. Die Kommission will ihren Verordnungsentwurf am 6. Mai vorlegen.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dhs
Startseite

31 Kommentare zu "Landwirtschaft: Aigner lehnt Saatgut-Pläne der EU ab"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @Widukind:
    Dein Gemüsegarten wird nicht von einem Amt kontrolliert werden, sondern von einem freiberuflichen Monsanto-Agenten, der dir an Ort und Stelle eine kostenpflichtige Abmahnung ausschreibt, wenn du nicht zugelassenes Saatgut einsetzt. Das wird ein schönes Geschäftsmodell.

  • Aha. Und dann kommt n Kasper vom Amt zu mir nach Hause und kontrolliert meinen Gemüsegarten, oder wie hab ich mir das vorzustellen?
    Die Allmachtsphantasien dieser Leute werden langsam lächerlich.

  • Im Klartext heißt das doch, dass die Leute ruhig verhungern können, wenn sie nicht mehr, wie jetzt z.B. in Griechenland, in Subsistenzwirtschaft ihr eigenes Überleben sichern dürfen, weil sie nicht das Geld haben, teures Saatgut zu kaufen.
    Und diese Aigner kriecht doch vor jeder Lobby mit riesigen Wirtschaftsinteressen auf den Knien. Aktuell vera..t sie gerade die Imker, die ihre Bienen vor gefährlichen Pestiziden schützen wollen.
    http://www.avaaz.org/de/petition/Deutschland_Rettet_die_Bienen_a/?aFKhbbb
    Ich kann gar nicht so viel fr---, ich ko....möchte.

  • Diese Dokumentation ist in obigen Zusammenhang äußerst sehenswert:
    http://www.arte.tv/guide/de/036531-000/monsanto-mit-gift-und-genen

  • Nicht nur das für alte Sorten teure Zulassungsverfahren angedacht sind, die Zulassung selbst soll auch noch aufwendiger (und damit teurer) werden als die der Industriesorten.
    Damit sich die alten Sorten unter diesen erschwerten Bedingungen nicht über die Quantität kommerziell lohnen, wurde die zulässige Anbaumenge im Gesetzentwurf von vornherein auf lächerliche Mengen im 0,x Bereich begrenzt.
    Wobei der Anbau/Verkauf der Erhaltungssorten generell nur in den "nachgewiesenen Ursprungsregionen" UND bei "nachgewiesenem speziellem Interesse" UND bei "nachgewiesener Gefahr genetischer Erosion" erlaubt werden soll.

    Die Prüfung, Zulassung, Kontrolle etc. des Industriesaatgutes dagegen soll vereinfachend durch die herstellende Industrie übernommen werden.

    Faktisch wird mit dem Gesetz nur noch Industriesaatgut erlaubt sein, wobei unter gewissen Voraussetzungen (und mit unvertretbarem finanziellem Aufwand) Ausnahmen gemacht werden können.

    Mit noch meist als witzig empfundenen EU-Vorschriften über Krümmungsradien von Obst/Gemüse fing es an, jetzt schreibt sich die Lobby (vom Volk dafür noch bezahlt) die Gesetze schon selbst und legt sie wohl nur noch zum abnicken den Leuten vor die mittels "Beraterverträgen" davon profitieren.

    Die Ausarbeitung des Gesetzentwurfes wurde übrigens privaten Firmen unter Leitung des Consultingbüros "Arcadia" übertragen. Arcadia arbeitet u.a. für die Gentechnik-Industrie.

    http://www.saveourseeds.org/bibliothek/das-neue-eu-saatgutverkehrsgesetz.html

  • Nicht nur das für alte Sorten teure Zulassungsverfahren angedacht sind, die Zulassung selbst soll auch noch aufwendiger (und damit teurer) werden als die der Industriesorten.
    Damit sich die alten Sorten unter diesen erschwerten Bedingungen nicht über die Quantität kommerziell lohnen, wurde die zulässige Anbaumenge im Gesetzentwurf von vornherein auf lächerliche Mengen im 0,x Bereich begrenzt.
    Wobei der Anbau/Verkauf der Erhaltungssorten generell nur in den "nachgewiesenen Ursprungsregionen" UND bei "nachgewiesenem speziellem Interesse" UND bei "nachgewiesener Gefahr genetischer Erosion" erlaubt werden soll.

    Die Prüfung, Zulassung, Kontrolle etc. des Industriesaatgutes dagegen soll vereinfachend durch die herstellende Industrie übernommen werden.

    Faktisch wird mit dem Gesetz nur noch Industriesaatgut erlaubt sein, wobei unter gewissen Voraussetzungen (und mit unvertretbarem finanziellem Aufwand) Ausnahmen gemacht werden können.

    Mit noch meist als witzig empfundenen EU-Vorschriften über Krümmungsradien von Obst/Gemüse fing es an, jetzt schreibt sich die Lobby (vom Volk dafür noch bezahlt) die Gesetze schon selbst und legt sie wohl nur noch zum abnicken den Leuten vor die mittels "Beraterverträgen" davon profitieren.

    Die Ausarbeitung des Gesetzentwurfes wurde übrigens privaten Firmen unter Leitung des Consultingbüros "Arcadia" übertragen. Arcadia arbeitet u.a. für die Gentechnik-Industrie.

    http://www.saveourseeds.org/bibliothek/das-neue-eu-saatgutverkehrsgesetz.html

  • Es geht um unsere Ernährung - da hört es wahrhaftig auf
    und Frau Aigner - es ist löblich, das wir Kleingärtner nicht belangt werden sollen, wenn wir altes Saatgut tauschen
    mehr noch hätte ich gerne die Linda-Kartoffel wieder
    und die Äpfel alter Sorten - auch aus dem ehemaligen Ostgebieten
    Besondere Gemüsearten
    Obst und Gemüse wird auch in Deutschland angebaut, vermarktet und in den Wirtschaftskeislauf eingebunden.

    Sollen die auch noch beim Sozialamt anstehen?
    Und - wie stellt sich die Frau Aigner überhaupt unsere Ernährungslage in der Zukunft vor?

    Kaufen wir dann Wasser um es mit Pulver zu vermischen -hergestellt in der Fabrik?
    Abgestimmter Kalorienplan, weil wir sind ja eh zu fett?

    Gemeinsam stark sein in der EU - aber bitte nicht nach innen mit diktatorischen Maßnahmen kaputt machen lassen nur um der EU-Willen oder einiger weniger Unternehmen die meinen den Hunger in der Welt nur mit Brei begrenzen zu können.

  • Wundert sich diese EU noch, wenn sie keiner mehr will? Mit was für einem Quatsch und Lobbywünschen beschäftigt sich der unproduktive Wasserkopf eigentlich? Wundert man sich, wenn die AfD in Deutschland noch mehr Wasser auf die Mühle bekommt? Die Altparteien, die ja in Brüssel durch ihre Vertretungen den Unsinn erfinden, müssen den Irrsinn stoppen, sonst werden sie noch das blaue Wunder erleben. Aigner ist viel zu harmlos und lobbyunterstützend. Darum braucht Deutschland die AfD!

  • Es wird allerhöchste Zeit diese Lobbiisten in Brüssel zu stoppen.Wenns nach Denen ginge dürfen wir bald nur noch " monsant " essen.Dann sollten wir uns besser gleich selbst vergiften.Wenn ich von Lobbyisten spreche meine ich auch das Euroaparlament und die gernegrossen EU - Kommisare.
    Es wird allerhöchste Zeit Brüssel und deren Lobbyisten auf ein erträgliches Mass zu stutzen.Wenn das nicht gelingt,würde ich liber auf die EU verzichten.?? und den €.

  • Zu dem Thema hatte ich bei Avaaz meine Stimme abgegeben, es müssen Millionen gewesen sein. Scheinbar hat das nicht ausgereicht, was ich mir nicht vorstellen kann. Es geht nur und ausschließlich um Monsanto... es ist nur noch pervers, was die Industire, deren Lobby sich leisten kann und dass man von der Politik nichts als Umfallen oder Mitspielen erkennt. Wohin soll das alles noch führen? Weltweite Diktatur, Abzocke bis zum Exitus.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%