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Langzeitarbeitslose Von der Leyen will Bürgerarbeiter

Die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen will insgesamt 1,3 Milliarden Euro in ein Drei-Jahres-Programm zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit stecken. Rund 34 000 so genannten Bürgerarbeiter sollen dann pro Monat 900 Euro verdienen.
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Ursula von der Leyen: 1,3 Mrd. Euro für ein Drei-Jahres-Programm gegen Langzeitarbeitslosigkeit. Quelle: ap

Ursula von der Leyen: 1,3 Mrd. Euro für ein Drei-Jahres-Programm gegen Langzeitarbeitslosigkeit.

(Foto: ap)

HB BERLIN. Mit einem Drei-Jahres-Programm in Milliardenhöhe will Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen etwa 160 000 Langzeitarbeitslosen zu einem Job verhelfen.

Die CDU-Politikerin stellte am Freitag in Berlin nach monatelangen Vorbereitungen das Bundesprogramm Bürgerarbeit vor.

Daran beteiligen sich fast 200 Jobcenter. Sie wollen vom 15.

Juli an durch eine sechsmonatige intensive Betreuungsphase vier Fünfteln der 160 000 ausgewählten Hartz-IV-Bezieher zu einer Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt verhelfen. Für die übrigen soll es 34 000 Stellen für gemeinnützige Bürgerarbeit geben.

Die Bürgerarbeiter sollen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erhalten und bei einer 30-Stunden-Woche einen Bruttolohn von 900 Euro bekommen. Sie kämen damit auf einen Stundenlohn von etwa 7,50 Euro - soviel wie die Gewerkschaften bis vor kurzem noch als gesetzlichen Mindestlohn gefordert hatten. Inzwischen liegt deren Forderung bei 8,50 Euro. Die Arbeitgeber bekommen zudem 180 Euro für die Sozialbeiträge.

Die Gesamtkosten des Programms bezifferte von der Leyen für drei Jahre auf 1,3 Mrd. Euro. Davon sollen jährlich 200 Mio. Euro aus europäischen Töpfen kommen, während der Bund 230 Mio. Euro aus dem Hartz-IV-Topf zur Qualifizierung und Förderung von Arbeitslosen umlenkt.

Von der Leyen: Kein Arbeitsloser abgeschrieben

Das Programm soll am 15. Juli starten. Die ersten Bürgerarbeiter wird es aber erst ab Januar 2011 geben. Der gemeinnützigen Arbeit soll eine "Aktivierungsphase" vorangehen, in der schwierige Hartz-IV-Fälle durch eine besonders intensive Betreuung den Sprung in den Arbeitsmarkt schaffen sollen.

Gelingt dies nicht, soll sich die Bürgerarbeit anschließen.

Von der Leyen sieht in dieser Aktivierungsphase das Herzstück des Programms. "In der ersten Phase gehen bereits viele der Arbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt über", sagte die Ministerin. Wenn dies nicht gelinge, werde auch während der Bürgerarbeit ständig geprüft, ob für den Bürgerarbeiter nicht ein regulärer Arbeitsplatz verfügbar sei, "so dass man nicht in der Bürgerarbeit abgeschrieben ist".

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kritisierte, vom Konzept Bürgerarbeit stehe bisher "nicht mehr als der schöne Begriff als Fassade". Die Grünen monierten, statt 34 000 Stellen im sozialen Arbeitsmarkt würden 400 000 gebraucht.

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4 Kommentare zu "Langzeitarbeitslose: Von der Leyen will Bürgerarbeiter"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • in den 40ern hat man die Menschen aus dem Osten zwangsdeportiert um hier für die Lufthansa u.a. Firmen zu arbeiten. Heute haben wir ja 'glücklicherweise' die sogenannten 'Hartz'-iV-Empfänger, die wir dafür einsetzen können. Statt die Unwilligen wie damals mit Knüppeln zu traktieren, werden ihnen heute kurzerhand die Leistungen gestrichen. Ja, wir haben wirklich dazugelernt ... Wir sind schon ein ganz schön erbärmlicher Haufen!

  • Die Menschen wehren sich ja, aber sie haben keine Macht sondern sollen verhungern und betteln gehen, oder sich in Heime einweisen lassen in Deutschland.

    Leider kapiert das unsere Frauenliga nicht, die sich ihre Karrieren damit erkaufen, und für lediglich ein paar Jahre teuer bezahlen lassen nur weil Sie in ihren begrenzten bereichen teuer bezahlt werden, denken sie die Welt ist so und alle hätten es so leicht.
    Und genau diese Frauen werden eingesetzt.

    Haben Sie schon mal eine buch über Familienplanung gelesen? Da geht es um Verhütungsmaßnahmen etc.

    Also was bei den Frauen in Peru die Zwangssterilisation ist, ist bei uns die eigenverantwortliche Pille.
    Und warum in Deutschland laut Statistik 1 million Männer unfruchtbar sind, und das sind nur diejenigen die untersucht worden sind, ja da bleiben Fragen offen.

    ich kann mich gut erinnern unsere Erdkundelehrerin musste uns im Jahre ca. 1980 über 1 kind politik in China berichten. Und diese Lehrerin wurde dazu gezwungen und war nicht glücklich damit.
    Sie hat mir das emotional vermittelt und man hat es an ihrem Verhalten gemerkt.

    werst später war ich alt genung um zu begreifen, um was es wirklich geht. Doch die heutigen Frauen tragen hochbezahlt die Konzepte im vermeintlichen Glauben mit.

  • Niedrigstlöhne,Niedrigstrenten vom Staat garantiert.Durch eine durchschnittliche europäische Erbschatssteuer,haupsächlich gezahlt von den reichsten Menschen in Deutschland,brächten 33 Milliarden ein.Dann wären die Menschen noch immer sehr reich.Statt dessen sollen auf dem Rücken der Arbeitslosen,das Sozialsystem saniert werden.Wenn man den Arbeitslosen ihren Rentenanspruch aus dieser Maßnahme errechnen würde,dann kommen da 2 bis 3 Euro raus.Ausbeutung durch den Staat.Wann wehren sich die Menschen endlich

  • Mariana Mayer, Dipl informatikerin FH seit 5,5 Jahren abgeschrieben als Arbeitslose. Aufgrund von zahlreichen Mobbingattacken arbeitslos. 0 Euro Einkommen. Die Sozialversicherung ist im Deutschland vom Kindesunterhalt zu zahlen.

    ist Situation auf dem Arbeitsmarkt : die Frauen werden als LeiharbeiteriN verheizt . Auf die Qualifikation kommt es nicht an. Auch nicht auf den KiGA Platz.
    Frauen in Deutschland haben Arbeit im bereich ErzieheriN, AltenPflegerin oder LehreriN.
    Viel mehr ist nicht drin. Dort fördert der Staat.

    Der Rest wird in Leiharbeit verheizt.

    Alleinerziehende sind das ist allgemien bekannt, der schlechtgestellteste Part der deutschen bevölkerung.
    Selbst Migrationshintergrund wird offiziell debattiert und anerkannt.

    Doch für deutsche alleinerziehende Frauen oder alleinstehende Frauen ist kein Platz da. Dort gibt es keine Lobby. Die Ausbildung spielt dabei überhaupt keine Rolle.