Leichter Rückgang Arbeitslosenzahl fällt auf 2,85 Millionen

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai um 108 000 auf 2 855 000 gesunken. Das waren 105 000 weniger als vor einem Jahr. Der deutsche Jobmotor beginnt zu stottern.
Update: 31.05.2012 - 10:55 Uhr 25 Kommentare
Logo der Bundesagentur für Arbeit: Die Arbeitslosenzahl geht nur noch leicht zurück. Quelle: dpa

Logo der Bundesagentur für Arbeit: Die Arbeitslosenzahl geht nur noch leicht zurück.

(Foto: dpa)

NürnbergDie Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai zwar gesunken, aber schwächer als für diesen Monat üblich. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte, ging die Erwerbslosigkeit auf 2,855 Millionen zurück. Dies seien 108.000 Arbeitslose weniger gewesen als im April und 105.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote fiel auf 6,7 Prozent. BA-Chef Frank-Jürgen Weise sagte, der Arbeitsmarkt habe sich insgesamt weiter positiv entwickelt. "Allerdings schwächt sich die positive Grundtendenz etwas ab", fügte Weise hinzu. Dies hänge auch damit zusammen, dass die Statistik weniger stark als in den Vorjahren durch Fördermaßnahmen für Arbeitslose entlastet werde.

Saisonbereinigt blieb die Arbeitslosenzahl laut BA unverändert. Von Reuters befragte Volkswirte hatten einen saisonbereinigten Rückgang um 5000 erwartet nach einem unerwartet deutlichen Anstieg im April.

Trotz der abgeschwächten Entwicklung sieht Weise noch keine Trendwende am Arbeitsmarkt. „Wir fahren weiter mit Geschwindigkeit, beschleunigen aber nicht mehr“, sagte er mit Blick auf den vergleichsweise geringen Rückgang der Arbeitslosigkeit im Mai. Die Entwicklung sei weiterhin gut, „wir können aber nicht erwarten, dass die Zahl der Arbeitslosen permanent sinkt und die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze stark steigt“, fügte er am Donnerstag in Nürnberg hinzu. Für dieses Jahr rechnet Weise weiterhin mit einer durchschnittlichen Arbeitslosigkeit von rund 2,9 Millionen. Er räumte aber ein, dass die Euro-Schuldenkrise und ihre möglichen negativen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft auch für den Arbeitsmarkt weiterhin ein Risiko darstellen.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewegt sich nach Angaben der Nürnberger Bundesbehörde auf hohem Niveau. Im Mai waren demnach knapp eine halbe Million offener Stellen gemeldet, 29 000 mehr als im Vorjahr. Besonders gesucht seien zurzeit Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Elektro, Metall, Maschinen- und Fahrzeugbau, Logistik, Gesundheit und Handel.




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25 Kommentare zu "Leichter Rückgang: Arbeitslosenzahl fällt auf 2,85 Millionen"

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  • Der Beste Kommentar hier und besser recherchiert als der Hauptartikel

  • der beste Beitrag und besser recherchiert als der Hauptartikel

  • Die Zahlen stimmen heute genauso wie 2005 ! Oder sie stimmen heute genauso wenig wie 2005 .
    Suchen sie es sich aus !

    Wenn die heutigen Zahlen geschönt sind , was sind dann die eines Herrn Schröder der in zusammenarbeit mit den Grünen diese Schlagzeile produzierte !

    Deutschland: Höchste Arbeitslosigkeit seit 1933
    Von Peter Schwarz
    3. März 2005
    Mit über 5,2 Millionen hat die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland den höchsten Stand seit 1933, dem Jahr der Machtübernahme der Nationalsozialisten erreicht.

    http://www.wsws.org/de/2005/mar2005/alos-m03.shtml

    Insofern dürfen sie diesen Zahlen schon vertrauen , denen von 2005 übrigens auch !

  • http://www.meinpolitikblog.de/analyse-die-tatschlichen-arbeitsmarktzahlen-april-2012-2

  • Na, na, na - Zahlen werden von Banken und offiziellen Stellen doch nicht gefälscht ! Bei denen heißt das "KREATIVE BUCHFÜHRUNG". Das entgegnete ein Banker, als man ihm Fälschungen von Büchern vorwarf. Die Arbeitslosenstatistik ist genaus "geschönt" wie die offiziellen Inflationsraten. Deswegen verarmen die Menschen ja immer mehr. Wir die offizielle Inflation Z.B. mit 2,0 % ausgewiesen, so müssen Arbeitgeber, Länder, Bund etc. nur geringe Lohnerhöhungen zahlne. Der Arbeitnehmer bekommt nun 2,5 Prozent mehr Lohn (wenn überhaupt) und man suggeriert ihm, er habe ja nun 0,5 mehr Geld zur Verfügung.
    Deswegen werden wir ja immer ärmer, weil die wahre Inflation bei 4-6 Prozent liegt. Eine hedonische Berechnung und ein umstrittener Warenkorb helfen da ungemein beim "Schönen"

  • Was muss man einem Journalisten zahlen, damit er so einen Artikel schreibt?

  • Bai aller berechtigter Kritik an den Kriterien nach denen die Statistik erstellt wird und verständlichem Frust über die - ggf. auch eigenen - prekären Beschäftigungsverhältnisse... Welch vorhersehbarer Reflex, allmonatlich undifferenziert und unargumentativ auf die Statistik bzw. deren Publikation zu schimpfen!
    Fakt ist, daß die Methoden der Erstellung internationalisiert wurden und vorher weniger "geschönt" waren - die Ursache ist also ggf. andernorts zu suchen als die meisten hier vermuten. Das macht das problem zwar nicht kleiner, aber vielleicht etwas weniger innenpolitisch? Fakt ist auch, daß die Methode nicht jeden Monat neu noch stärker geschönt wird, die Vergleichbarkeit mit dem Vormonat und dem Vorjahr ist also durchaus gegeben, wenn auch die absolute Zahl fragwürdig ist, so ist es die Entwicklung der Zahlen durchaus weniger.
    Insegesamt würde dem Theme ein weniger ideologisch wirkender Umgang guttun und Vorschläge, wie/welche Statistik (auch) publiziert werden sollte wären hilfreicher als undifferenzierte "alles Betrüger und Unterdrücker" Kommentare. Im Übrigen ist hier noch zu differenzieren zwischen dem - sehr viel ausführlicheren - Arbeitsmarktbericht der Agentur und dem, was die Presse daruas mach. Ich fürchte, letzteres ist dem Publikum geschuldet, also Ihnen und mir. Wenn wir alle weniger auf Headlines und Bilder ansprechen würden, als auf fundierte Daten und begründete Meinungen, dann wäre vieles besser. Fordern Sie doch letzteres bei der Zeitung (oder dem Radio- bzw. Fernsehsender) ihrer Wahl einfach mal ein, wenn mal wieder eine Meldung erscheint, die ihnen zu flach ist. Vielleicht hilft das ja irgendwann mal, wenn viele von uns das tun.

  • Kann man machen. Muß man aber nicht.

  • Liebes HB, ein Journalist zitiert eine Quelle folgendermassen (im Konjunktiv):
    "Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte, sei die Erwerbslosigkeit auf 2,855 Millionen zurückgegangen". Da sieht die Meldung schon ganz anders aus. Es sei denn, das HB sieht sich als Sprechorgan der Regierung.

  • Wenn die Zahlen so sensationell gut sind,frage ich mich warum nicht endlich der groteske Personalüberhang bei der Bundesagentur für Arbeit abgebaut wird. Man hört von weit über 30000 Leuten zu viel an Bord.

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