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Leitartikel Der Gürtel wird weiter geschnallt

Kritiker bemängeln, der Tarifabschluss der Metallindustrie falle zu üppig aus. Dabei werden solche Vertragskonditionen den Boom der deutschen Wirtschaft nicht bremsen können.
Haben vorerst keinen Grund mehr zu streiken: Beschäftigte der Metallindustrie. Quelle: dpa
Metallarbeiter im Streik

Haben vorerst keinen Grund mehr zu streiken: Beschäftigte der Metallindustrie.

(Foto: dpa)

Berlin Ein Vertrag wird immer dann unterzeichnet, wenn sich beide Vertragsparteien einen Vorteil versprechen. Insofern ist die jetzt gefundene Einigung im Tarifstreit der Metallindustrie höchst effizient: Die Arbeitgeber haben einen teuren Streik und einen Großteil der Zusatzforderungen der Gewerkschaften abgewendet, die 3,7 Millionen Beschäftigten bekommen einen üppigen Lohnzuschlag von 3,4 Prozent. Angesichts von Nullinflation ist das ein ungewöhnlich hohes Reallohnplus. Doch kann sich Deutschland solche Tarifabschlüsse leisten? Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat die Frage reflexartig mit einem klaren Nein beantwortet. Der Metall-Abschluss dürfe keinesfalls Vorbild für die anstehenden Verhandlungen in der Chemieindustrie und im öffentlichen Dienst der Länder sein!

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