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Liberaler Gerhart Baum „Die Lage der FDP ist zum Verzweifeln“

Wie kommt die FDP aus ihrer Krise? Mit einem überzeugenden liberalen Konzept, meint Gerhart Baum. Das müsse aber zügig präsentiert werden. Im Interview fordert der Alt-Liberale, den Mai-Parteitag vorzuziehen.
43 Kommentare
Der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP). Quelle: dapd

Der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP).

(Foto: dapd)

Handelsblatt Online: Wie würden Sie die Lage für die FDP knapp zwei Monate vor der Landtagswahl in Niedersachsen beschreiben? Gerhart Baum: Die FDP ist nach wie vor in einer schwierigen Situation. Die jetzt von Dirk Niebel losgetretene Personaldiskussion ist nicht hilfreich. Er hat der Partei damit keinen Dienst erwiesen. Die Bundespartei sollte im kommenden Jahr sehr schnell darüber entscheiden, mit welchen Themen und mit welchen Personen sie in den Bundestagswahlkampf gehen möchte.

Was steht für die FDP in Niedersachsen auf dem Spiel?

Die Niedersachsen-Wahl ist natürlich sehr wichtig. Sie entscheidet aber nicht über das Schicksal der FDP. Es ist ein Stimmungsbild. Wir sehen, wo wir stehen. Es ist noch keine Vorentscheidung für die Bundestagswahl, aber, wenn es schief gehen sollte, ein negatives Vorzeichen. Nicht leugnen lässt sich allerdings, dass sich die Partei angesichts von Umfragewerten, die sich dauerhaft um die fünf Prozent bewegen, immer noch in einer Existenzkrise befindet.

Wie kommt sie da wieder heraus?

Ich denke, dass die FDP in einem sich verändernden Parteiensystem große Chancen hat. Dass sich das auch in Erfolgen widerspiegeln kann, haben ja Lindner und Kubicki gezeigt: Liberale Substanz, authentische Personen und ein ganzheitlicher Liberalismus, der ausstrahlt auf alle Felder der Politik. Die FDP muss nun auf Bundesebene das Vertrauen zurückgewinnen, das sie in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein schon wieder gewonnen hat.

Danach sieht es derzeit aber nicht aus.

Es ist leider so, dass guten Nachrichten aus der FDP, für die die Minister und die Fraktion stehen, überhaupt nicht zu liberalen Wählern durchdringen. Sie verharrt in Umfragen bei vier Prozent, weil der Wähler auch positives Regierungshandeln schlicht nicht registriert und akzeptiert.

"Lindner und Kubicki haben vorgemacht, wie es geht"
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43 Kommentare zu "Liberaler Gerhart Baum: „Die Lage der FDP ist zum Verzweifeln“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Graf Lambsdorff und Genscher waren politische Größen zu ihrer Zeit, obwohl sie in der FDP waren. Der Rest, wird bald Geschichte sein, dank Möllemann, Westerwelle und Rößler. Schade eigentlich!

  • zitat....Und es ist selbstverständlich, das man Werturteile aus den ersten Entwürfen von Gutachten entfernt....

    Das nennt sich dann Gefälligkeitsgutachten.

    Einfluss auf ein Gutachten für selbstverständlich nehmen? Ein typischer Blickwinkel der FDP.

  • Dummes Geschwätz: die sind doch schon DRIN und müssen ala Wulff nie wieder das, was Sie wollen.

  • @Red_Hot_Chili

    Sie haben Herrn Genscher vergessen, der in seiner aktiven Zeit als Minister Großes geleistet hat. Leider sind diese Zeiten lange vorbei. Daß Herr Genscher jetzt für den jetzigen Kurs der FDP ist, mag man ihm verzeihen,; es schmälert seine Verdienste um diese Republik nicht.

  • Weil die Rettung Griechenlands nicht mit deren Haushaltsgebahren zu tun hat.
    Es ist völlig egal, wie Griechenland wirtschaftet, es geht um Zeitgewinn, damit unsere Finanzindustrie ihre Bücher bereinigen kann. Andernfalls verlieren wir über die Ausfälle unserer eigenen Banken und deren folgen wesentlich mehr Geld.
    Im Grunde handelt es sich bei den Rettungsmilliarden doch nur um wertloses Buchgeld.
    Letztlich entscheidend ist die Stabilität unserer Unternehmen und unseres Staatshaushaltes, der ohne dieses Geld viel drastischer in Schieflage geraten würde.

    H.

  • Die Lage der FDP ist selbst verschuldet....

    wir haben alle das hohe lied der kanzlerin beim EU verträge demontiern gesungen...... damit den fehler der EURO überstürtzen einführung noch verschärft... und D an den Leichnamn der EU gekettet

  • Das mit der Fälschen von Gutachten ist so eine unreflektierte Propaganda. Tatsächlich wurden Werturteile korrigiert, nicht Fakten. Und es ist selbstverständlich, das man Werturteile aus den ersten Entwürfen von Gutachten entfernt.

    Der Vorwurf der Fälschung ist schnell erhoben und eine Entkräftung eines solchen Vorwurfs niemals vollständig und fast nie glaubwürdig.
    Da hat jemand ganz hinterhältige Propagandaarbeit geleistet.

    H.

  • Warum träumt so ein vergreister FDP-ler von guten alten Zeiten...:

    - die Zeit ist nicht stehengeblieben, wir haben nicht mehr die Nachkriegszeit für Ideologien a la Baum
    - die Republik hat sich gewandelt, wir sind heute nicht mehr die vorzeigbare alte Bundesrepublik, sondern ein vergammelter sozialistischer Staat unter Führung einer Staatsratsvorsitzender
    - die FDP hat nicht mehr Politiker a la Lambsdorf, Rexroth, etc., sondern Grünschnäbel ohne Prinzipien wie Rößler, Bahr, Lindner und eine Reihe Traumtänzer und Schmarotzer a la Westerwelle, Niebel, Kubicki...

    Wer braucht dieses Gesindel noch..? Ab in Harz 4, zur Basis in die Lehre um die Realität kennen zu lernen !

    Auf der Titanic, die dampft und segelt, da gibts die Mutti, die euer Ende regelt...!

  • Die Liebe steht über Allem, geht über alles und geht mit wem sie will,ganz autonom "liberal"
    Gott Eros war der erste wirklich Liberale, sozusagen ein Individualanarchist und das sind die extremsten Liberalen oder Libertären.

  • *schmunzel*
    Wer sich zum Schaf macht, wird geschoren!
    Spaß beiseite. Es wird Zeit, daß der *mündige* Bürger seinem Anspruch gerecht wird und endlich anfängt, mal gründlich nachzudenken! Das Ergebnis könnte "Berlin" ziemlich schockieren.

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