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Linkspartei Wagenknecht besteht auf Fraktions-Doppelspitze

Sahra Wagenknecht besteht darauf, dass die Linksfraktion im Bundestag ab Herbst von einer Doppelspitze geführt wird. Die Wortführerin des linken Parteiflügels hat zudem grundsätzlich Interesse, für einen der beiden Führungsposten zu kandidieren.
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Sahra Wagenknecht besteht darauf, dass die Linksfraktion im Bundestag ab Herbst von einer Doppelspitze geleitet wird. Quelle: dpa

Sahra Wagenknecht besteht darauf, dass die Linksfraktion im Bundestag ab Herbst von einer Doppelspitze geleitet wird.

(Foto: dpa)

BerlinDie stellvertretende Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht besteht darauf, dass ihre Fraktion ab Herbst von einer Doppelspitze geführt wird. Vor der an diesem Montag beginnenden zweitägigen Klausurtagung der Linken-Abgeordneten erinnerte die 45-Jährige an einen entsprechenden Parteitagsbeschluss aus dem vergangenen Jahr. „Parteitagsbeschlüsse sind auch für eine Fraktion bindend. Ich gehe davon aus, dass wir im Herbst eine Doppelspitze in der Fraktion haben werden“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Gleichzeitig bekräftigte die Wortführerin des linken Parteiflügels ihr grundsätzliches Interesse, für einen der beiden Führungsposten zu kandidieren. Sie fügte aber hinzu: „Ich würde das nur machen, wenn es eine deutliche Mehrheit in der Fraktion gibt, die das unterstützt.“

Gregor Gysi führt die Fraktion seit 2005 - seit 2009 allein, davor zusammen mit Oskar Lafontaine. Seitdem hat er sich mehrmals erfolgreich dagegen gewehrt, dass er eine Frau an seine Seite bekommt. Im vergangenen Mai forderte dann der Parteitag - das höchste Parteigremium - die Bundestagsfraktion mehrheitlich dazu auf, noch vor Ende 2014 eine Doppelspitze zu wählen. Diesen Termin ließen die Parlamentarier aber verstreichen, weil die Wahlperiode für den Posten bis Herbst dieses Jahres läuft.

Neben Wagenknecht gilt Dietmar Bartsch vom gemäßigten Reformflügel als aussichtsreichster Kandidat für den Fraktionsvorsitz. Ob der 67-jährige Gysi im Herbst schon aufhören will, ist noch unklar. Auf eine entsprechende Frage antwortete er kürzlich in einem Interview der Wochenzeitung „der Freitag“: „Wie kommen Sie denn auf so was? Ich bin doch topfit! Sie müssen mich noch fast ewig ertragen.“

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