Liveblog zu GroKo-Verhandlungen GroKo-Verhandlungen gehen erneut in die Verlängerung

Die GroKo-Verhandlungen werden in der Nacht unterbrochen: Am Dienstag sollen die Gespräche fortgesetzt werden. Die Entwicklungen im Überblick.
Update: 06.02.2018 - 00:15 Uhr 33 Kommentare

Hierauf haben sie Union und SPD bereits geeinigt

BerlinDie Verhandlungen von Union und SPD am Montag sind beendet, am Dienstag soll es weitergehen. Noch sind ein paar dicke Bretter zu bohren, der angestrebte Koalitionsvertrag lässt noch ein bisschen auf sich warten. Zu den noch ungelösten Knackpunkten in der Schlussphase gehören zwei Themen, die den Sozialdemokraten besonders am Herzen liegen: sachgrundlos befristete Arbeitsverträge und die Ungleichbehandlung von Kassen- und Privatpatienten. Die wichtigsten Entwicklungen und Äußerungen des Tages im Überblick.

+++GroKo in neuer Umfrage ohne Mehrheit+++

Union und SPD haben einer neuen Umfrage zufolge keine eigene Mehrheit mehr. Im aktuellen INSA-Meinungstrend für die „Bild“-Zeitung (Dienstag) verlieren CDU/CSU drei Prozentpunkte und kommen nur noch auf 30,5 Prozent. Die SPD büßt einen halben Punkt ein und erhält 17 Prozent. Die Grünen gewinnen 1,5 Punkte hinzu und landen bei 12,5 Prozent. AfD und FDP steigern sich um jeweils einen Punkt auf 15 beziehungsweise 10 Prozent. Die Linke verharrt bei 11 Prozent.

Erstmals seit Erhebung des INSA-Meinungstrends hat die große Koalition aus Union und SPD mit zusammen 47,5 Prozent keine Mehrheit mehr. Die anderen Parteien kommen auf zusammen 48,5 Prozent. Ein Jamaika-Bündnis aus CDU/CSU, FDP und Grünen könnte aktuell mit 53 Prozent der Stimmen rechnen.

+++Verhandlungen sollen am Dienstag enden+++

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sagt, am Dienstag sollten die Verhandlungen endgültig abgeschlossen werden. Man sei sich einig, dass morgen der entscheidende Tag sei. "Wir sind gewillt, die Verhandlungen morgen zu einem positiven Ende zu bringen", sagt er. Am Montagabend wurde in der 15er-Gruppe zunächst noch weiter über das Thema Gesundheit gesprochen. Es gab insgesamt noch Themen, wo man auseinanderliege. Man sei am Montag aber auch vorangekommen.

+++GroKo-Verhandlungen gehen in die zweite Verlängerung+++

Die Koalitionsverhandlungen von CDU, CSU und SPD gehen nach dpa-Informationen aus Teilnehmerkreisen am Dienstag in die zweite Verlängerung. Nach einer Zwischenbilanz der noch offenen Streitpunkte einigten sich die Parteispitzen demnach am Montagabend darauf, die Beratungen in der Nacht zu unterbrechen und den zweiten anvisierten Puffertag zu nutzen.

+++ CDU-Wirtschaftsrat: SPD steuert nicht Europapolitik +++

Der CDU-Wirtschaftsrat kritisiert die Schulz-Äußerung, dass das beschlossene Europakapitel das „Ende des Spardiktats“ sei. „Europapolitik wird auch in einer Großen Koalition nicht in der SPD-Zentrale gemacht“, sagt Wirtschaftsrat-Generalsekretär Wolfgang Steiger der Nachrichtenagentur Reuters. Es dürfe nicht länger der Eindruck entstehen, dass die Union in der Europapolitik das Feld räumt und einer SPD folgt, die unter „pro europäisch“ nur mehr Umverteilung in die Krisenländer verstehe. „Damit würde die Union einen wesentlichen Teil ihres Markenkerns aufgeben.“

+++ Union und SPD ringen um Verhandlungsabschluss +++

Die Spitzenrunde der 15 Unterhändler von CDU, CSU und SPD ist am Montagnachmittag in die Beratung über einen der beiden Hauptknackpunkte im Finale der Koalitionsverhandlungen eingestiegen. Die Gruppe um Kanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chef Martin Schulz und den CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer verhandelte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen in Berlin über Lösungsmöglichkeiten angesichts der SPD-Forderung nach einem Aus für die Regelungen zur sachgrundlosen Befristung von Arbeitsplätzen.

+++ Koalition will Blockchain-Strategie entwickeln +++

Die Koalitionsverhandler wollen die hinter den Internet-Währungen stehende Technologie nutzen, Missbräuche aber unterbinden. „Um das Potenzial der Blockchain-Technologie zu erschließen und Missbrauchsmöglichkeiten zu verhindern, wollen wir eine umfassende Blockchain-Strategie entwickeln und uns für einen angemessenen Rechtsrahmen für den Handel mit Kryptowährungen und Token auf europäischer und internationaler Ebene einsetzen“, heißt es in einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Papier, das noch der endgültigen Billigung durch die Verhandlungsspitzen bedarf. Die Fachleute der Parteien wollen die Möglichkeiten des bargeldlosen Zahlens erweitern. „Anonymes Bezahlen mit Bargeld muss weiterhin möglich bleiben“, hieß es aber auch.

Plädiert wird von den Verhandlern grundsätzlich für eine kohärente Aufsicht und Regulierung auch im Bereich der Kryptowährungen. Dabei gehe es zudem um die Stärkung Deutschlands als führender Digitalisierungs- und FinTech-Standort. „Wir werden unnötige bürokratische Hemmnisse beseitigen und dafür sorgen, dass Geschäfte mit gleichen Risiken auch gleich reguliert werden“, hieß es.

+++ SPD-Abgeordneter fordert Nennung von Minister-Namen +++

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Axel Schäfer hat die Parteispitze aufgefordert, die Namen möglicher Minister rasch offenzulegen. „Die SPD sollte, sobald der Koalitionsvertrag vorliegt, klarmachen, wer für uns als Minister ins Kabinett gehen soll“, sagte der frühere Fraktionsvize der „Welt“ (Dienstag). In der Partei sei das Bedürfnis an Transparenz sehr groß. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Thomas Hitschler dagegen sagte der Zeitung: „Unsere Mitglieder wählen nicht „Germanys Next Top Minister“, sondern entscheiden über sozialdemokratische Inhalte.“

+++ Kündigungsschutz für Brexit-Banker soll aufgelockert werden +++

Union und SPD wollen im Fall einer neuen großen Koalition mehr Spitzenbanker nach Deutschland locken und für sie den Kündigungsschutz aufweichen. "Angesichts des bevorstehenden Austritts Großbritanniens aus der EU wollen wir den Standort Deutschland für Finanzinstitute attraktiver gestalten", heißt es in dem Papier der Unterhändler beider Parteien, das Reuters am Montag vorlag.

+++ Einigung bei zwei kleinen Themen +++

Die Unterhändler von SPD und Union sind bei zwei Themen zu gemeinsamen Ergebnissen gekommen: Sie wollen zum einen die missbräuchliche Umgehung der Grunderwerbsteuer beim Verkauf von Immobilien unterbinden. „Nach Abschluss der Prüfarbeiten durch Bund und Länder werden wir eine effektive und rechtssichere gesetzliche Regelung umsetzen, um missbräuchliche Steuergestaltungen bei der Grunderwerbsteuer mittels Share Deals zu beenden“, hieß es in einem Reuters am Montag vorliegenden Papier der Verhandler. Die Mehreinnahmen dadurch könnten die Bundesländer zur Senkung der Steuersätze verwenden. Zum anderen wollen sie die kleinen Banken in Deutschland weniger streng regulieren als große Geldhäuser.

+++ Klöckner hat Flug vorsorglich auf Dienstag verschoben +++

CDU-Vize Julia Klöckner rechnet nicht mit einem schnellen Abschluss der Koalitionsverhandlungen von Union und SPD. „Im Endspurt sind wir, aber wir sind noch nicht fertig“, sagte Klöckner am Montag in Berlin. „Es gibt noch zwei, drei große Baustellen.“ Sie sei zwar zuversichtlich, dass es vorangehe, habe ihren für Montagabend geplanten Flug aber auf Dienstag verschoben.

+++ Lauterbach bezeichnet Kosten für neue Honorarordnung als „Unsinn“ +++

SPD-Vizefraktionschef Karl Lauterbach widerspricht Berechnungen, wonach eine gemeinsame Honorarordnung für gesetzlich und privat Versicherte die gesetzliche Krankenversicherung fünf Milliarden Euro kosten würde. Dies sei Unsinn, schreibt er bei Twitter. Schließlich spare der Staat zwei Milliarden Euro bei der Beihilfe für Beamte, so dass drei Milliarden Euro für bessere Leistungen für die GKV übrig blieben.

+++ Die Themen Gesundheit und Arbeit erweisen sich als hohe Hürden +++

Unterhändler rechnen fest mit einer Nachtsitzung. „Man hat sich vor allem bei Gesundheit und Arbeit verhakt“, heißt es in Verhandlungskreisen. Der Entwurf des Koalitionsvertrages habe mittlerweile mehr als 160 Seiten, heißt es in Verhandlungskreisen. Die strittigen Stellen seien gelb markiert.

+++ Für Europa: Schulz appelliert an Parteimitglieder +++

SPD-Chef Martin Schulz hat an seine Partei appelliert, eine große Koalition als Chance für die Europapolitik zu betrachten. „Wir haben jetzt eine echte Chance, zusammen gerade auch mit Frankreich, Europa demokratischer, sozialer und handlungsfähiger zu machen“, schrieb Schulz am Montag in einem Messenger-Infodienst der SPD an die Parteimitglieder. Das sei im Interesse der Bürger Deutschlands und aller Europäer. „Dieses Projekt ist mir ein Herzensanliegen“, schrieb Schulz weiter. „Ich würde mir sehr wünschen, dass wir diese Chance jetzt auch nutzen.“

+++ Rotation in der SPD-Zentrale +++

Im Willy-Brandt-Haus wird nach Angaben aus Parteikreisen in wechselnden Zusammensetzungen getagt. Mal kämen die drei Parteivorsitzenden von CDU, CSU und SPD – Angela Merkel, Horst Seehofer und Martin Schulz – alleine zusammen. Dann gebe es wieder andere Runden.

+++ Bayerische Staatsregierung sagt turnusmäßige Kabinettssitzung ab +++

Die Bayerische Staatsregierung sagt ihre turnusmäßige Kabinettssitzung am Dienstag ab und begründet das mit den andauernden Koalitionsverhandlungen.

+++ SPD-Parteisprecherin lässt Termin für Mitgliederentscheid offen +++

Der genaue Termin, an dem das Ergebnis des SPD-Mitgliederentscheids veröffentlicht wird, steht noch nicht fest. Er wird erst von den Parteigremien bei ihrer nächsten Tagung beschlossen. Das stellte die SPD-Parteisprecherin Elena Pieper auf ihrem Twitteraccount klar. Via Twitter hatte sich zuvor verbreitet, dass am 4. März das Ergebnis verkündet werden soll.

+++ Verhandlungen über Europa-Kapitel abgeschlossen +++

SPD-Chef Martin Schulz teilt über soziale Medien mit, dass die Verhandlungen über das Europa-Kapitel im Koalitionsvertrag abgeschlossen sind. Das Ergebnis sei „ein dringend nötiges Signal für einen neuen Aufbruch für Europa“, sagt Schulz.

+++ Noch drei große und etwa 15 kleinere offene Punkte +++

CDU, CSU und SPD haben die Zahl der strittigen Punkte in ihren Koalitionsverhandlungen weiter reduziert. Teilweise in Nachtarbeit und seit dem frühen Morgen seien einige offene Fragen geklärt worden, verlautete am Montag aus Verhandlungskreisen. So habe die sogenannte Steuerungsgruppe redaktionell am Koalitionsvertrag gearbeitet und beispielsweise Dopplungen beseitigt.

Nach dem Verhandlungstag am Sonntag sei der Text aktualisiert, die erzielten Einigungen seien eingearbeitet worden. Nun gebe es noch etwa 15 kleinere offene Punkte und drei große Streitthemen: die Gesundheitspolitik, die Regeln für befristete Arbeitsverträge und als übergeordnetes Thema die Finanzen. Auch das Europa-Kapitel sei jetzt geeint worden. Jetzt gehe es „ans Eingemachte“, hieß es kurz vor dem geplanten Beginn der Beratungen der Chef-Unterhändler beider Seiten.

+++ Verhandlungen ziehen sich wohl bis in den Abend hinein +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Horst Seehofer gehen davon aus, dass sich die entscheidenden Verhandlungen mit der SPD über einen neuen Koalitionsvertrag mindestens bis in den Abend ziehen. Der Unionsteil der großen 91er-Verhandlungsrunde müsse sich nicht vor 18.00 Uhr bereit halten, machten Merkel und Seehofer am Montag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen bei einer Vorbesprechung des Unionsteils der großen Runde der Unterhändler in Berlin deutlich. Die große Verhandlungsrunde muss am Ende eine Einigung der Spitzenrunde der 15 Unterhändler auf einen Koalitionsvertrag noch endgültig absegnen.

+++ Dobrindt: „Die Hürden sind noch groß“ +++

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt erklärt, man könne nicht vorhersagen, ob die Koalitionsverhandlungen am Montag abgeschlossen würden. „Die Hürden sind auch noch groß.“ Es sei noch eine „Riesenaufgabe“ zu lösen. Das Ganze könne am Montag gelingen, oder es könne noch einmal schwierig werden.

+++ Kauder und Bouffier dämpfen Hoffnung auf schnelle Einigung +++

Unions-Fraktionschef Volker Kauder und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (beide CDU) dämpfen die Hoffnung auf schnelle Einigung mit der SPD. „Das wird ein langer Abend, vielleicht brauchen wir auch morgen noch“, sagt Bouffier. „Nein, das kann man noch nicht sagen“, antwortet Kauder auf die Frage, ob man sich am Montag einigen werde.

+++ Medienbericht: Koalitionsvertrag wird am Dienstagmorgen vorgestellt +++

Die drei Parteichefs von CDU, CSU und SPD wollen am Dienstag den fertigen Vertrag für eine weitere große Koalition vorstellen. Das berichtet die „Rheinische Post“ (Dienstagsausgabe) unter Verweis auf einen internen Zeitplan der SPD-Parteiführung. Wie dem der Zeitung vorliegenden Papier zu entnehmen ist, werden Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Martin Schulz (SPD) um 9 Uhr auf der Fraktionsebene des Bundestages für einen Unterschriftentermin zusammenkommen. Anschließend sollen die SPD-Parteigremien sowie die Fraktion tagen. Die Bundestagsabgeordneten der Union haben bislang nur die Aufforderung, sich für eine Fraktionssitzung nach Abschluss des Koalitionsvertrags bereit zu halten. Für den heutigen Montag sieht das Papier erneut ganztägige Koalitionsverhandlungen vor. Zwischen 15 und 17 Uhr soll es eine Lesepause für den Vertragstext geben. Ab 18 Uhr, nach einer SPD-internen Runde, ist für eine Stunde eine Hauptverhandlungsrunde angesetzt. Im Anschluss soll es dem Papier zufolge ein kurzes Statement der drei Parteivorsitzenden im Atrium des Willy-Brandt-Hauses geben.

+++ Unterhändler sind voller Hoffnung +++

Unterhändler von SPD und Union geben sich optimistisch. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sagt, er sei hoffnungsvoll, dass am Montag ein Abschluss gelingt. „Ein Tag länger muss nicht sein“, sagt der CDU-Politiker. „Das wird was“, sagt Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU). 09.30 Uhr – „Das wird“, sagt SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles beim Eintreffen in der SPD-Zentrale. „Sie wissen wie das ist mit einem Kompromiss - man einigt sich und jeder glaubt, er habe mehr erreicht als der andere“, scherzt der CSU-Politiker Hans Michelbach.

+++ Laschet befürchtet Kostenexplosion bei Ärztehonoraren +++

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat vor möglichen Kostensteigerungen durch die von der SPD geforderte Angleichung von Arzthonoraren gewarnt. „Es gibt ja viele, die sagen, das wird extrem teuer, wenn plötzlich die Honorare der gesetzlich Versicherten auf die der privat Versicherten angeglichen werden“, sagte der CDU-Politiker am Montag im ARD-„Morgenmagazin“ kurz vor dem möglicherweise letzten Verhandlungstag zwischen Union und SPD über eine Fortsetzung der großen Koalition.

+++ Lauterbach sieht SPD unter Druck +++

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat die bei den Koalitionsverhandlungen noch strittige Frage der Zweiklassenmedizin als „wesentlich“ für seine Partei bezeichnet. „Wir sind an diesem Punkt unter großem Druck“, sagte er am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. Die SPD setzt sich für eine Angleichung der Arzthonorare bei Privat- und Kassenpatienten ein.

Lauterbach zeigte sich zuversichtlich, dass die Differenzen mit der Union in dieser Frage überwunden werden könnten. „Bei den schwierigsten Fragen, da einigt man sich zum Schluss“, betonte er. Die Chancen stünden 50 zu 50, dass es noch am Montag eine Einigung geben werde.

+++ Barley sieht gute Einigungschancen +++

Familienministerin Katarina Barley sieht „ganz gute Chancen“ auf eine Einigung. „Ich bin nach wie vor der Meinung, dass wir es hinkriegen können“, sagt die SPD-Politikerin dem SWR. Zugleich betont sie aber: „Gerade in den Punkten, die jetzt noch offen sind, sieht man eben, dass wir sehr unterschiedliche Parteien sind und dass wir auch von unterschiedlichen Grundüberzeugungen kommen.“

Auch SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel glaubt an einen Durchbruch. „Ich bin da ganz zuversichtlich“, sagt er beim Eintreffen in der SPD-Zentrale. Dort beraten seit 07.00 Uhr der geschäftsführende Finanzminister Peter Altmaier (CDU) und der SPD-Haushälter Carsten Schneider.

+++ Rolle von Schulz in GroKo noch unklar +++

Ob SPD-Chef Martin Schulz als Minister in ein mögliches schwarz-rotes Kabinett einsteigt ist, ist offenbar noch offen. Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Natascha Kohnen wollte sich am Montag im Deutschlandfunk zwar nicht dazu äußern, ob Schulz aus Gründen der Glaubwürdigkeit keinen Posten in der neuen Regierung übernehmen sollte. Sie ergänzte aber: „Na klar wird man darüber reden müssen.“ Schulz hatte früher einmal erklärt, er werde einem Kabinett unter Angela Merkel nicht angehören. Inzwischen wiederholt er diese Position aber nicht mehr.

+++ Laschet glaubt an Einigung am Montag +++

CDU-Vize Armin Laschet hält eine Einigung in den Koalitionsverhandlungen noch am Montag für möglich. „Nach dem Klima gestern und nach dem, was jetzt noch auszuverhandeln ist, ist, wenn alle wollen, es heute möglich“, sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident in der ARD. Selbst in schwierigen Situationen hätten die Verhandlungen gezeigt, dass man zueinander Vertrauen habe. Die jüngsten Vereinbarungen der Verhandlung zum Thema Wohnen/Mieten nannte Laschet „ein Beispiel für einen guten Kompromiss“. Und davon gebe es etliche. Im Prinzip reichten die erzielten Fortschritte bereits, doch gebe es bei den Themen Gesundheit und Arbeit noch Gesprächsbedarf.

+++ Oettinger drängt auf Abschluss der Verhandlungen +++

EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) dringt auf einen raschen Abschluss der Koalitionsverhandlungen. „Je schneller, desto besser“, sagt Oettinger der „Rheinischen Post“. Auf EU-Ebene stünden wichtige Entscheidungen zur Bankenunion, zur Harmonisierung des Asylrechts und zum Haushaltsrahmen an. In Brüssel setze man darauf, dass die neue Bundesregierung bis zum nächsten EU-Gipfel - voraussichtlich am 22./23. März – vereidigt sei.

+++ Luftverkehrssteuer wird doch nicht abgeschafft +++

Die von den Verkehrsexperten von Union und SPD vorgeschlagene Abschaffung der Luftverkehrssteuer wird wohl doch nicht kommen. Ein entsprechender Vorschlag dürfte nicht im Koalitionsvertrag auftauchen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Sonntagabend aus Verhandlungskreisen. Ein Grund sollen die Kosten sein, denn die Steuer bringt dem Staat mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr ein. Gegen Ende der Koalitionsverhandlungen wollen die Spitzengruppe der drei Parteien und die Finanzexperten darauf achten, dass die Summe der Ausgabenwünsche der Fachpolitiker nicht zu groß wird – fehlende Steuereinnahmen gehören dazu.

  • dpa
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33 Kommentare zu "Liveblog zu GroKo-Verhandlungen: GroKo-Verhandlungen gehen erneut in die Verlängerung"

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  • Offiziell ist es Gott sei Dank in Deutschland noch nicht verboten, stolz auf seine Nation zu sein.

    Man muss dafür allerdings in Kauf nehmen, als Nazi, ewig Gestriger und sonst was gebrandmarkt zu werden.

    Im Klartext – ich bin genauso stolz darauf ein Deutscher zu sein, wie es ein Franzose z. B. ist, was ich dem auch zugestehe. Auf der Basis habe ich mit Franzosen auch nie Probleme gehabt.

  • Herr Peer Kabus@ Meine Meinung ist, es gibt Millionen von Pferden in der EU und die werden siegen.

  • Hier liest man öfters Merkwürdiges aber wir haben aus der Geschichte gelernt, weder
    der Führer noch seine Nachfolger haben uns besiegt und darauf bin ich stolz auch wenn man auf seine Nation nicht stolz sein darf, ignoriere ich hier Heiko.

  • Kann es sein, dass Sie ein trojanisches Pferd sind, Herr Spiegel, das mit "Kommentaren" dafür sorgen will, dass die neuen Insa-Umfnageergebnisse auf Seite 2 verschwinden?

  • Es ist schon lange verboten, in einen "Mohrenkopf" zu beissen.

    Hier geht es um das Konterfei der neudeutschen Facharbeiter - und das kann doch wohl bleiben.

    Mal ganz nebenbei, herr Spiegel. Ihre Wortwahl lässt sehr zu wünschen übrig.

    "verschleiert" tzzzz

    Genau das sind die Begriffe, die der maaslose Maas nicht verbieten und zensieren lassen wird.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • Mit so viel Rück- und Weitblick habe ich das allerdings noch nicht gesehen, Herr Spiegel.

    Aber jetzt frage ich mich wirklich ernsthaft – warum sollen dann eigentlich Mohren-Apotheken umbenannt und die fast historischen Abbildungen entfernt werden?

    Könnte es vielleicht möglich sein, dass die Anführerin dieses Vereins, deren fotografisches Konterfei frappant der Symbol-Abbildung ähnelt, in Wahrheit eine richtige grüne Deutsche ist?

  • Der Helenenmarsch ist natürlich angesagt, weil er vor dem deutschen Sozialismus war.
    Die Haselnuss ist zu dem "neuem Deutschen" doch passend und wird von daher nicht verboten. Es ist doch eine schöne Hymne an die Neue in Verbindung zur verbrauchten deutschen Bevölkerung.

  • Meinen Sie das ernsthaft? Das setzt nämlich voraus, dass diese Merkel den Lichtschalter tatsächlich erst einmal finden und dann auch noch richtig betätigen können müsste, Herr Spiegel.

    Ich fürchte, wenn soweit ist, steht die selbst erst einmal im Dunklen und andere müssten ihr den Weg zum Ausgang leuchten.

  • Herr Spiegel,

    ich weiß nicht so recht, ob ich Sie für Ihre Tapferkeit, sich Liedgut-Vorträge im BT anzutun bewundern soll, oder ob nicht Unverständnis drob solcher Zeitverschwendung angebrachter wäre.

    Statt Tipps zu afrikanischem Liedgut zu geben, sollten Sie sich dafür einsetzen, dass deutsches Liedgut nicht verboten wird, weil es ähnlich wie die Mohren-Apotheken rassistisch sein soll.

    Ich denke da z. B. an Heino „schwarz-braun ist die Haselnuss“. Schlimm, wenn daraus „rot-grün ist …“ werden würde.

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