Lockdown „Bis zu 250.000 Jobs gefährdet“: Einzelhandel fordert umfassendere Hilfen
Von den Lockdown-Beschlüssen direkt oder indirekt betroffene Einzelhändler sollen Zuschüsse von bis zu 500.000 Euro erhalten können.
Berlin Die meisten Geschäfte ab Mittwoch geschlossen, Schulen und Kitas ebenfalls, weitgehende Ausgangsbeschränkungen in Hotspots: Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben am Sonntag einen harten Lockdown beschlossen. „Wir sind zum Handeln gezwungen und handeln jetzt auch“, sagte Merkel mit Blick auf die Corona-Fallzahlen und die Lage in den Krankenhäusern.
Die von den Schließungen betroffenen Unternehmen sollen finanziell unterstützt werden. Sie können via Überbrückungshilfe Zuschüsse zu ihren Fixkosten von bis zu 500.000 Euro beantragen. Einzelhändler sollen zudem unverkäufliche Waren leichter abschreiben und rechtlich gestärkt mit Vermietern über Mietnachlässe verhandeln können.
Die Kosten für den Haushalt schätzt Finanzminister Olaf Scholz auf 11,2 Milliarden Euro pro Monat. Der Handelsverband HDE kritisierte, die vorgesehenen Gelder reichten „bei Weitem nicht aus, um eine Pleitewelle in den Innenstädten zu verhindern“. Der Verband forderte stattdessen eine Umsatzerstattung, wie sie die bereits seit Anfang November geschlossene Gastronomie erhält.
Jetzt weiterlesen
Erhalten Sie Zugriff zu diesem und jedem weiteren Artikel im
Web und in unserer App für 4 Wochen kostenlos.
Sie sind bereits registriert? Jetzt einloggen
Jetzt weiterlesen
Erhalten Sie Zugriff zu diesem und jedem weiteren Artikel im
Web und in unserer App für 4 Wochen kostenlos.
Sie sind bereits registriert? Jetzt einloggen





