Lohnuntergrenze Mindestlohn steigt 2019 auf 9,19 Euro und später auf 9,35 Euro

Arbeitsminister Hubertus Heil will der Empfehlung der Mindestlohnkommission folgen und die Lohnuntergrenze in zwei Stufen auf 9,35 steigen lassen.
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Mindestlohn steigt 2019 auf 9,19 Euro und später auf 9,35 Euro Quelle: dpa
Mindestlohn

Die Lohuntergrenze betrug bei ihrer Einführung noch 8,50 Euro.

(Foto: dpa)

BerlinDer gesetzliche Mindestlohn für Millionen Arbeitnehmer in Deutschland steigt ab dem kommenden Jahr in zwei Stufen. Zum 1. Januar 2019 erhöht er sich von derzeit 8,84 Euro auf 9,19 Euro pro Stunde und zum 1. Januar 2020 weiter auf 9,35 Euro. Das sieht eine Verordnung von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vor, der das Bundeskabinett am Mittwoch zugestimmt hat. Die Anhebung folgt einem Votum, das die zuständige Kommission aus Vertretern von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Wissenschaft Ende Juni gefasst hatte. Grundlage dafür ist die Entwicklung der durchschnittlichen Tariflöhne.

Der gesetzliche Mindestlohn gilt für alle volljährigen Arbeitnehmer - außer für Langzeitarbeitslose nach Aufnahme einer Arbeit in den ersten sechs Monaten. Auch für Azubis, bei Pflichtpraktika oder Praktika unter drei Monaten gilt er nicht. Die Lohnuntergrenze war bereits im Jahr 2017 zum ersten Mal von 8,50 Euro auf 8,84 Euro angehoben worden. In mehreren Branchen gibt es zudem Mindestlöhne, die über der allgemeinen Untergrenze liegen.

  • dpa
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