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Loveparade-Katastrophe Kein Ende der Ermittlungen in Sicht

Bereits 3370 Zeugen wurden bei den Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Stadtverwaltung und des Loveparade-Veranstalters Lopavent vernommen. Bei der Loveparade im Juli 2010 starben 21 Menschen, über 500 wurden verletzt.
10.02.2012 - 11:03 Uhr Kommentieren
Zwei Unfallsanitäter am Tag des Unglücks vor dem Eingangstunnel zum Festivalgelände. Hier brach die Massenpanik aus. Quelle: APN

Zwei Unfallsanitäter am Tag des Unglücks vor dem Eingangstunnel zum Festivalgelände. Hier brach die Massenpanik aus.

(Foto: APN)

Duisburg Auch mehr als eineinhalb Jahre nach der Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten kann die Duisburger Staatsanwaltschaft kein Ende der Ermittlungen absehen. „Es wäre schön, wenn es noch in diesem Jahr klappen würde“, sagte Staatsanwalt Rolf Haferkamp in Duisburg.

Ermittelt werde weiterhin gegen 17 Beschuldigte. Darunter seien elf Mitarbeiter der Duisburger Stadtverwaltung, fünf des Loveparade-Veranstalters Lopavent sowie ein Polizeibeamter. Unter den Beschuldigten seien jedoch weder der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) noch Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller.

Bislang seien 3370 Zeugen zu den Geschehnissen vernommen worden. Die Akten mit einem Umfang von inzwischen 27.600 Blättern füllten 56 Ordner. Ein von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebenes Gutachten liege derzeit noch nicht vor. Bei dem Unglück seien in dem Gedränge nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen auch 541 Menschen verletzt worden.

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