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Ludwig Erhard

Der frühere Wirtschaftsminister und Bundeskanzler ist der Namensgeber der Ludwig-Erhard-Stiftung.

Ludwig-Erhard-Stiftung Merz bekommt für seinen Verzicht auf den Erhard-Preis Beifall seitens der Politik

Friedrich Merz hat den Preis der Ludwig-Erhard-Stiftung abgelehnt, weil ihm deren Leiter Roland Tichy zu rechts ist. Viele Politiker loben diesen Schritt.
16.07.2018 - 18:01 Uhr 8 Kommentare

Berlin Der Konflikt in der Ludwig-Erhard-Stiftung um Stiftungschef Roland Tichy beschäftigt auch die Politik. „Endlich steht jemand aus dem bürgerlichen Lager auf und entlarvt Roland Tichy, dessen rechtspopulistischer Blog ,Tichys Einblick‘ nicht zufällig so oft auf den Pulten der AfD im Bundestag liegt. Danke, Friedrich Merz“, twitterte FDP-Bundestagsfraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff.

Am Montag hatte das Handelsblatt berichtet, dass der für dieses Jahr auserkorene Preisträger des Ludwig-Erhard-Preises, Friedrich Merz, die Ehrung aus Protest gegen die publizistische Tätigkeit von Stiftungschef Roland Tichy abgelehnt hat. Tichy betreibt den Blog „Tichys Einblick“, der laut Kritikern die Grenze zum Rechtspopulismus überschreitet.

Nach der Absage von Merz zogen sich auch fünf Mitglieder aus der Jury des Ludwig-Erhard-Preises zurück. Sie fürchten, die Erhard-Stiftung nehme wegen Tichys publizistischer Tätigkeit Schaden. Tichy weist das zurück.

Bundespolitiker begrüßten Merz’ Schritt. „Ich hätte nie gedacht, dass ich Friedrich Merz noch mal für etwas Respekt zolle. Aber dass er von dem immer mehr rechtspopulistischen Roland Tichy nicht den Ludwig-Erhard-Preis bekommen wollte, zeigt Haltung“, schrieb SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach. Der CDU-Abgeordnete Andreas Nick schrieb: „Respekt für Friedrich Merz – Längst überfällige Diskussion!“ Es meldeten sich auch Unterstützer Tichys zu Wort, aber keine namhaften Politiker.

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    Die übrigen Preisträger des Ludwig-Erhard-Preises wollen nach derzeitigem Stand ihre Preise annehmen, die Verleihung nach eigenem Bekunden aber teilweise nutzen, um auf inhaltliche Differenzen zum Stiftungsvorsitzenden hinzuweisen.

    Die Ludwig-Erhard Stiftung hat für Dienstag eine Krisensitzung angesetzt. Darin soll es um eine „Erneuerung“ des Preises gehen, heißt es in einer internen Mail, die dem Handelsblatt vorliegt. Im Vorfeld gab es bereits neuen Ärger. So wurden neben alten und neuen Jurymitgliedern auch „weitere Teilnehmer“ zu der Sitzung eingeladen, darunter der Journalist Michael Hirz sowie der FDP-Politiker Frank Schäffler, der für „Tichys Einblick“ schreibt.

    Dies sorgte unter alten Jurymitgliedern für Verwunderung. „Ich ging davon aus, dass es sich um ein Treffen zwischen verbliebenen und ehemaligen Jurymitgliedern handelt zur Erhellung des entstandenen Konflikts“, schreibt Rainer Hank, Wirtschaftschef der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, in einer Mail an Tichy. Nun sehe er weitere Teilnehmer auf der Liste. „In welcher Mission werden sie dabei sein? Nach welchem Auswahlprinzip wurden sie eingeladen?“, fragt Hank.

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    8 Kommentare zu "Ludwig-Erhard-Stiftung: Merz bekommt für seinen Verzicht auf den Erhard-Preis Beifall seitens der Politik "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • >>Viele Politiker loben diesen Schritt.<<
      "Viele" auch nicht. Wollen Sie das Gegenteil behaupten? Nennen Sie das Wirtschaftsjournalismus oder gar seriös?
      Da liegt eine Journal von Herrn Tichy auf Pulten der AfD. Na so was aber auch. Was liegt denn auf den Pulten der Anderen? Haben Sie das schon spioniert? Nun was sollte es denn sein; das" Handelsblatt"?
      Da sage ich doch ganz populistisch, aber verbindlich: "Wir" wollen Herrn Steigart wieder haben.


    • >>Viele Politiker loben diesen Schritt.<< Als Aufmacher. Bloß genannt wurden nicht viele, und die, die eine andere Meinung haben erst gar nicht. Ja und viele auch nicht, behaupte ich. Meine Güte, das ist doch widerwärtiger Journalismus Meinungsmache im Stil der "BLÖD". Ziehen Sie jetzt die Grenze zum eindeutig definierten Rechtspopulismus? Sind Sie dann Linkspopulistisch? Wir wollen Steingart wieder haben.

    • Pfff - uuund noch ein anbiedernder Mainstream-Bappler, der auf eigenes Denken verzichtet und sich in politisch-korrekter Gefälligkeit bepudern lässt.

      Meinen Beifall jedenfalls erhält er nicht - mehr. Hatte ich ja doch von früher her eine recht hohe Meinung von ihm. Aber dass er sich wie all die anderen politisch korrekten Nachbappel-Mainstreamer intolerant gegen die Meinungsfreiheit positioniert, bringt ihn auf meine persönliche Liste Rückgratloser Anbiederungskönige..

    • @handelsblatt: Sie sind sich ganz sicher, dass Sie nicht unter einer heftigen Ischias-Attacke leiden? Wir reden von DEM Roland Tichy, diesem ordoliberalen Journalisten, der in seinem Fach immer noch zu den besten und rennomiertesten Fachjournalisten in ganz Europa zählt? Ehrlich? - Was irgendwelche "Berufspolitiker" zwitschern oder äußern, ist mittlerweile i.d.R. nicht mehr relevant, da es sich bei derartigen Äußerungen lediglich um verachtenswerte Grabenkrämpfe von Parasiten auf Kosten der Steuerzahler handelt. Meine Verachtung für vergeigte Typen wie Merz, Lauterbach, Lambsdorff und Konsort-Innen steigt von Tag zu Tag an...

    • Das Handelsblatt beugt die Tatsachen schon gehörig. Das könnte man berechtigterweise auch schon als "fake-News" bezeichnen. Dies bei einer (früher) seriösen Zeitung - doch sehr bemerkenswert.
      Herr Merz hat ausdrücklich erklärt, dass er sich grundsätzlich schwer tut, irgendwelche Auszeichnungen anzunehmen - unabhängig von Herrn Tichy.
      Dass es aus der Politik keinen Zuspruch für Merkel-kritische Äußerungen gibt, kennt man ja schon. Die Meinungsvielfalt und demokratische Grundprinzipien leiden in D immer mehr unter der Hexenjagd auf alles, was man irgendwie als "rechtspopulistisch" verunglimpfen kann. Wobei es kaum einen Politiker in der Regierung gibt, der nicht selbst zu 100 % populistisch ausgerichtet ist. Die Kanzlerin ganz an der Spitze der Schleimspur.
      Dank Ihrer Berichterstattung habe ich mir erstmals die Veröffentlichungen von Herrn Tichy angesehen. Diese entsprechen sicherlich nicht der heutigen linksliberalen Meinung der Medien - aber weiter rechts als "erlaubt" sind sie ja nun wirklich nicht. Wenn man heutzutage schon mit zulässigen kritischen Meinungsäußerungen ins Dauer-Kreuzfeuer (garniert mit bewusst gestreuten Halbinformationen) der Medien gerät - muss man sich schon zu recht fragen, ob sich nicht die Medien selbst schon im Rahmen der Verhaltensmuster des dritten Reiches (oder der SED, ....) bewegen, die man ja nun mit allen Mitteln vorgibt verhindern zu wollen.

    • "Entlarvt" ??? So ein Unsinn, Herr Tichy publiziert seie Meinungen doch fast regelmäßig.

      Tichy ist ausweislich seiner Artikel und bisherigen Tätigkeiten ein Ordoliberaler und damit ein Gewinn für die Erhard-Stiftung. Langsam bekomme ich den Eindruck, dass die CDU auf allen Fronten ihre Kritiker abschießen und sich die Erhard-Stiftung "zurückholen" will.

    • Überschrift: „Endlich entlarvt jemand Roland Tichy“ .

      Liebes HH, mit dem Begriff "entlarvt" habt ihr eure Kommunistische Grundhaltung nun geoutet.
      Es war in der DDR das Hauptschlagwort. Bürger wurden der antisozialistischen Umtriebe entlavt, als Reaktionäre entarvt usw.

      Ja es muss eine andere Republik her. Weg vom Sozialistischen Einheitsbrei der Altparteien, hin zu einer freiheitlichen demokraqtischen marktwirtschen Republik.
      Denen sind Tichy, Schäffler und andere ein Dorn im Auge.
      Was soll der Popanz um Merz, wer ist Merz eigentlich heute? Nur Otto Normalbürger, gescheiteter Möchtegernpolitiker der alles besser weis aber nichts selber zustande bringt und sonst nichts.

    • Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Diskutieren erwünscht – aber richtig“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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