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Luftverkehr Luftfahrt und Politik – im Sommer drohen Störungen im Flugverkehr

Flugreisende müssen sich in diesem Sommer auf viele Verspätungen und Ausfälle vorbereiten. Der Engpass in der Flugsicherung sei nicht so schnell zu beheben.
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Es gebe weiter schwierige Themen wie zusätzliche Kapazitäten im Luftraum und die Ausbildung zusätzlicher Fluglotsen. Quelle: dpa
Flughafen Hamburg

Es gebe weiter schwierige Themen wie zusätzliche Kapazitäten im Luftraum und die Ausbildung zusätzlicher Fluglotsen.

(Foto: dpa)

HamburgFlugreisende müssen sich auch in diesem Sommer auf viele Verspätungen und Ausfälle gefasst machen. Branchenvertreter und Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) kamen nach einem erneuten Spitzentreffen zu dem Ergebnis, dass zwar viele Vorkehrungen gegen ein erneutes Flugchaos getroffen wurden, der Engpass etwa in der Flugsicherung aber nicht so schnell zu beheben ist.

„Wir sind dran. Wir sind bemüht, wir sind konzentriert, aber wir können für den Sommer 2019 nicht alle endlos glücklich machen“, sagte Scheuer am Donnerstag in Hamburg. Es werde noch zu manchen „Ruckeleien“ kommen.

Auch der Chef des Frankfurter Flughafens Stefan Schulte räumte ein, trotz der bisherigen Bemühungen wisse man: „Noch nicht alle Maßnahmen werden jetzt greifen“. Es gebe weiter schwierige Themen wie zusätzliche Kapazitäten im Luftraum und die Ausbildung zusätzlicher Fluglotsen. „Wir hoffen, dieses Jahr ein besseres Jahr zu sehen, aber es wird noch kein Topjahr sein.“ Im Oktober hatte sich die Branche auf ein Paket von rund zwei Dutzend Maßnahmen geeinigt, um die Lage zu verbessern. Alle Beteiligten hätten hier einen wichtigen Beitrag geleistet, sagte Scheuer.

Im vergangenen Jahr war es zu einem massiven Anstieg von Verspätungen und Flugausfällen in Europa gekommen. Dafür gab es mehrere Gründe: In der Flugsicherung gab es Streiks und es fehlten Lotsen, die Integration der pleite gegangenen Air Berlin ging nicht schnell genug, und es gab ungewöhnlich oft Unwetter. An den Flughäfen kam es mit dem wachsenden Luftverkehr zu Verzögerungen bei den Sicherheitskontrollen, sodass Passagiere ihre Flüge nicht mehr erreichten.

Lufthansa und die anderen größeren deutschen Airlines TUI fly und Condor haben seitdem Flugpläne entzerrt, halten mehr Reserveflugzeuge bereit oder setzen mehr Personal ein. Die großen deutschen Flughäfen richteten zusätzliche Kontrollspuren ein.

Doch als Nadelöhr gilt weiter die Deutsche Flugsicherung (DFS). Sie ist am Standort Karlsruhe für die Koordination eines europäischen Knotenpunkts im Luftraum zuständig, leidet dort aber besonders unter einem Mangel an Lotsen. Die DFS hat die Zahl der Ausbildungsplätze zwar erhöht, doch das kann erst in einigen Jahren Entlastung schaffen. Der Luftfahrtverband BDL, der auch die DFS vertritt, warnte deshalb vor kurzem, auch in diesem Sommer werde es zu vielen Störungen im Luftverkehr kommen. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) befürchtet sogar noch mehr Verspätungen wegen Personalknappheit und macht dafür eine jahrelange verfehlte Sparpolitik der DFS verantwortlich.

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