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Luftverschmutzung Alte Dieselmotoren könnten aus Steuergeldern nachgerüstet werden

Die EU setzt die Bundesregierung wegen der dreckigen Luft in Städten unter Druck. Experten empfehlen nun Diesel-Nachrüstungen aus Steuergeldern.
16.02.2018 Update: 16.02.2018 - 07:35 Uhr 12 Kommentare
Alte Dieselmotoren könnten aus Steuergeldern nachgerüstet werden Quelle: dpa
Auspuff eines Diesel-Fahrzeugs

Ziel der Bundesregierung ist es, großflächige Fahrverbote in Deutschland zu vermeiden.

(Foto: dpa)

Berlin/Flensburg Besitzer von Dieselautos sollen Medienberichten zufolge womöglich mit Steuergeld dazu bewegt werden, den Stickoxid-Ausstoß ihrer Fahrzeuge zu senken. Wie „Süddeutsche Zeitung“ und Bayerischer Rundfunk berichten, schlagen Regierungsexperten vor, die Nachrüstung „ganz oder zu einem höchstmöglichen Anteil“ zu fördern.

Das gehe aus dem Entwurf eines Abschlussberichts an die Bundesregierung hervor. Demnach könnte sich die Förderung neben öffentlichen Mitteln auch aus finanziellen Beiträgen der Automobilhersteller speisen. Diese lehnen Nachrüstungen an der Hardware alter Dieselwagen mit Verweis auf technische und finanzielle Fragen ab.

Den Berichten zufolge ist das betreffende Gremium eine von vier Expertengruppen, die nach dem Dieselgipfel der Bundesregierung im vorigen August eingesetzt worden waren. Union und SPD hätten in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, auf Basis dieser Expertenempfehlung noch 2018 über Nachrüstungen zu entscheiden.

Diese sollen helfen, die Städte von den überhöhten Stickoxid-Emissionen der Fahrzeuge zu entlasten. Ziel der Bundesregierung ist es, großflächige Fahrverbote zu vermeiden.

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    Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entscheidet am kommenden Donnerstag am Beispiel Düsseldorfs über solche Verbote. Die Entscheidung hat nicht nur für private Autofahrer erhebliche Bedeutung, sondern auch für Teile der Wirtschaft. Beispielsweise im Handwerk sind viele Diesel-Fahrzeuge im Einsatz.

    Die Bundesregierung war zuletzt in Brüssel immer stärker unter Druck geraten. Es droht eine Klage der EU-Kommission. Um die Luftqualität in deutschen Städten zu verbessern, hatte der Bund zuletzt sogar kostenlose Bus- und Bahntickets sowie Fahrverbote in Problemzonen angeregt, um die Zahl privater Fahrzeuge zu verringern.

    Das geht aus einem Brief von Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD), Verkehrsminister Christian Schmidt (CSU) und Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) an EU-Umweltkommissar Karmenu Vella hervor. Der Vorschlag hatte in dieser Woche für große Diskussionen gesorgt.

    Es hapert auch bei Software-Updates von Dieselmotoren
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    12 Kommentare zu "Luftverschmutzung: Alte Dieselmotoren könnten aus Steuergeldern nachgerüstet werden"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Nach einer graphischen Darstellung des Bundesumweltamtes!!! sinkt der Stickoxidgehalt
      seit Anfang der Neunziger Jahre beständig. Heute beträgt er nur 1/3 vom Anfangswert!
      Damals war Aktion angesagt, aber nicht gekommen. Heute ist Passivität angebracht, denn
      von Jahr zu Jahr werden alte Diesel, gegen neue, bessere Diesel ausgetauscht. So kommen
      wir in den nächsten Jahren zur Einhaltung der idiotischen Grenzwerte, für die es keinen
      Sachgrund gibt. Aber unsere Regierung besteht nur aus bedingungslosen Erfüllungsgehilfen
      der EU. Die möchte uns allen am liebsten in einen Agrarstaat zurückführen. Augenmass muss
      was sein, was heute unbekannt ist. Wähl ab, was Dich kaputt macht !

    • Die verkehrsreichsten Städte , Paris , Lyon , Neapel haben das deutsche Problem nicht ?
      Wie machen die da ?

    • Der Artikel sollte als erstes klarstellen, was ALT bedeutet. Ich gehe davon aus, dass es sich
      um mehr als 10 Jahre alte Autos handelt. Der richtige Weg waere eine Praemie fuer die
      Verschrottung zu zahlen, denn irgendwann sollen die alten Autos Jahr aus dem Verkehr
      gezogen werden. Das koennte mit einem zukuenftigen Stadtfahrverbot gekoppelt werden,
      dann koennen die Rentner auf dem Land diese Autos noch um einige Jahre weiterfahren.
      Nach meiner Kenntnis trifft die Auto-Industrie keine Schuld - die haben geliefert was
      seinerzeit Stand der Technik war und es gab auch keine Mogelpackung. Der Staat hat
      die Betriebserlaubnis erteilt - wie bei den AKWs. Wenn er sie jetzt zuruecknimmt, muss er
      haften. Sicherlich wuerde die Auto-Industrie einen Rabatt fuer Neu-Autos als Ersatz
      anbieten.

    • Mit der Idee werden die betroffenen Diesel Eigentümer sehr einverstanden sein und sich ruhig verhalten. Darauf kommt es an .

    • @Herr Holger Narrog
      Gute Analyse!
      In Amerika unserem tollen Vorbild gelten NOx Grenzwerte von 100, hier 40
      In der EU kümmert sich nur Deutschland um "genaue" Messungen an viel befahrenen Strassen - da hat man schon mal 80 - statt der erlaubten 40.
      Dass unsere Autohersteller sehr gut und international geachtet sind, wird vernachlässigt.
      Dass über die Jahre die Emissionen stark zurück gingen ebenfalls.
      HIER WIRD EIN AUFREGERTHEMA NACH DEM ANDEREN VERÖFFENTLICHT - GANZ IM STIL DER BILD ZEITUNG - VON WICHTIGEN THEMEN WIRD VERSUCHT ABZULENKEN

      ARMES HANDELSBLATT - ARMES DEUTSCHLAND

    • Erst wird der Autokäufer betrogen, dann soll er die Folgen des Betrugs auch noch selbst finanzieren.

      So finden das "Experten in der Politik" jedenfalls völlig selbstverständlich.

      Das entspricht in etwa der politisch veranlassten Masseneinwanderung - Folgen und Kosten dürfen allerdings neben dem Steuerzahler die Gesamtheit der Bürger tragen..

    • Die Standardlösung in Merkeldeutschland: Wenn irgend jemand richtig Mist baut, seien es französische Banken bei der Kreditvergabe an Griechenland, seien es entfernte Staaten zu den Menschen dort, sei es Merkeldeutschland selbst bei der bedingungslosen Grenzöffnung, oder seien es jetzt die deutschen Autobauer beim Dieseldreck: Die Kosten kann ja einfach der deutsche Steuerzahler begleichen. Deutschland ist bei Steuern und Sozialabgaben schon am zweithöchsten in Europa. Trotz boomender Wirtschaft. Wenn diese mal in die Krise rutscht, wird es zappenduster mit dem Bundeshaushalt und Merkels weltweite Spendierfreudigkeit
      .

    • Der Staat (in Form des Steuerzahlers) soll also dafür zahlen, daß Konzerne (nicht nur VW) ihren Profit auf illegale Weise erhöht haben.

      Eine Belastung in Millonen (Milliarden?höhe für die Konzerne, die eigentlich die Sache wieder ins Lot bringen müßten, kommt natürlich nicht infrage, denn in diesem Land gilt der Grundsatz:

      "Profite werden privatisiert, Verluste sozialisiert"

      Kein Wunder, daß immer mehr Menschen die Schauze voll haben von diesem korrupten StaatsUNwesen.

    • Lasst mich raten, die Experten, welche die Nachrüstung und die Bezahlung durch den Staat empfehlen kommen aus der Automobilindustrie.

      Da bin ich voll dagegen. Wenn, dann müssen das die Hersteller finanzieren, da sie die Werte nicht einhalten.
      Oder jeder Besitzer eines Benziners bekommt den Gegenwert einer potentiellen Nachrüstung auf die Kfz-Steuer gutgeschrieben.

      Aber es gibt wirklich dringlichere Probleme. Aber man muss Probleme schaffen, welche das gesamte Volk betrifft, um von anderen Problemen abzulenken. Diese Ablenkungsprobleme werden auch in der Presse extrem gepusht, während alles andere hinten runterfällt.
      Die Presse ist so auf keinen Fall neutral und beschäftigt sich mit Appel&Ei-Problemen, während im Hintergrund alles den Bach runtergeht.
      Die Presse gehört eben inzwischen Konzernen, und Konzerne haben eigene Interessen.

    • Und wo bliebe denn da die Gleichbehandlung?
      Bekommen Benziner-Besitzer dann einen neuen Satz Winterreifen?

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