Luftverschmutzung Die Deutschen wollen keine Fahrverbote

Das Bundesverwaltungsgericht urteilt heute zu Fahrverboten. Die meisten Deutschen sprechen sich jedoch gegen solche Einschränkungen aus.
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In vielen deutschen Städten ist die Luft zu schmutzig. Quelle: dpa
Abgase

In vielen deutschen Städten ist die Luft zu schmutzig.

(Foto: dpa)

BerlinVor dem heutigen Diesel-Urteil des Bundesverwaltungsgericht sprechen sich die Deutschen gegen Fahrverbote aus. Wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsunternehmen Civey zeigt, die dem Handelsblatt exklusiv vorab vorliegt, ist rund die Hälfte der Deutschen gegen Fahrverbote. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presseagentur hatten zuvor 43 Prozent der Bürger gesagt, dass Diesel-Fahrverbote in bestimmten Kommunen eher schlecht oder sehr schlecht wären.

20 Prozent der Befragten sprechen sich allerdings für ein generelles Fahrverbot in Ballungsräumen aus. Rund ein Viertel würde Fahrverbote nur an Tagen mit hoher Feinstaubbelastung befürworten.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig urteilt voraussichtlich darüber, ob Fahrverbote für Dieselautos zulässig sind, um die Stadtluft sauberer zu bekommen. Die Europäische Kommission bemängelt bereits seit Langem die zu hohe Luftverschmutzung in rund 70 deutschen Städten. Es droht sogar ein Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof.

Als mit verantwortlich für die hohe Luftverschmutzung werden auch die von deutschen Autoherstellern manipulierten Dieselfahrzeuge gesehen. Die Civey-Umfrage zeigt jedoch: Die zurückliegenden Skandale haben kaum langfristigen Einfluss auf die Einstellung der Bundesbürger zur deutschen Autobranche. Das Meinungsforschungsunternehmen befragte von April 2017 bis Ende Januar 2018 insgesamt 118.000 Deutsche, und dabei mindestens 5000 Deutsche pro Umfrage, wie sie die Lage der deutschen Automobilindustrie beurteilen.

Zwar trübte sich im vergangenen Sommer kurzzeitig die Stimmung rund um den Diesel-Gipfel und die damit verbundene Diskussion um Fahrverbote deutlich ein. Am Ende des Jahres hatten sich die Umfragewerte aber wieder erholt. Auch die Aufdeckung von Abgasversuchen mit Affen im Auftrag von Volkswagen führte nur zu einer sehr moderaten Reaktion der Befragten.

Generell zeigt sich, dass für die Deutschen ein eigenes Auto nach wie vor eine große Bedeutung hat. 87,9 Prozent der Menschen im ländlichen Raum stimmten der Aussage zu, dass es heute noch notwendig ist, ein Auto zu besitzen. In Ballungszentren sagten das hingegen nur noch 54 Prozent. Die meisten Befragten gaben an, das Auto für Alltagserledigungen zu benötigen, mehr als ein Fünftel zum Pendeln und knapp 14 Prozent für Urlaub und Ausflüge.

Derzeit versucht die Bundesregierung mit einer Prämie für E-Autos den Absatz der Fahrzeuge zu erhöhen - allerdings mit mäßigem Erfolg. Immerhin fast die Hälfte der Deutschen kann sich vorstellen, ein Elektroauto zu kaufen. Derzeit gilt vor allem China als Treiber der E-Mobilität. Noch nicht einmal ein Fünftel der Befragten glaubt hingegen, dass die Impulse zur Entwicklung von E-Fahrzeugen aus Deutschland kommen.

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  • Faszinierend ist das fast die Hälfte der Bevölkerung Fahrverbote nicht ablehnt gleichwohl der Anteil derer die Autos benutzen bei nahezu 100% liegt.

    Die sogenannte "Deutsche Umwelthilfe" (DUH) die für Fahrverbote in deutschen Städten klagt ist eine NGO die gem. alternativer Medien Mittel aus dem deutschen Bundeshaushalt erhält. Insofern stehen Fr. Merkel und Genossen hinter den Fahrverboten.

    Mein aktuelles Auto, ein Diesel Bj2010 verfügt über eine Common Rail Einspritzung (saubere, vollständige Verbrennung), Abgasrückführung (Reduktion NOx), Katalysator und DPF (Klasse 4). Zur Jahrtausendwende fuhr ich einen Diesel ohne diesen Schnickschnack. Mein erstes Auto war ein Ford Capri mit Vergaser, >12 L Verbrauch, verbleites Benzin, ca. 2,5% CO und 0,5% unverbrannte Kohlenwasserstoffe.

    Insgesamt sind die Schadstoffemissionen aus Autos seit Jahrzehnten stark rückläufig.
    Sachlich ist es sehr schwierig einen Handlungsbedarf zu erkennen.

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