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Lungenkrankheit China verschärft Maßnahmen, um Coronavirus einzudämmen

Erstmals erliegt ein Mann außerhalb Chinas dem Coronavirus. Auch zwei aus Wuhan ausgeflogene Deutsche sind erkrankt. Einige Länder schotten sich bereits gegen China-Reisende ab.
02.02.2020 - 17:04 Uhr Kommentieren
Am Sonntag ordneten lokale Behörden in Wuhan an, dass sich alle Menschen, die im Verdacht stehen, sich mit dem Virus infiziert zu haben, in Quarantänestationen begeben müssen Quelle: Reuters
Befragung in China

Am Sonntag ordneten lokale Behörden in Wuhan an, dass sich alle Menschen, die im Verdacht stehen, sich mit dem Virus infiziert zu haben, in Quarantänestationen begeben müssen

(Foto: Reuters)

Peking Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist weiter gestiegen. An diesem Sonntag wurde das erste Todesopfer des Krankheitserregers außerhalb von China gemeldet. Auf den Philippinen starb ein 44-jähriger Mann aus der chinesischen Stadt Wuhan, dem Epizentrum des neuartigen Virus, an einer Lungenentzündung.

Die Zahl der Infizierten ist mittlerweile auf mehr als 17.200 gestiegen, die der Todesfälle auf 361. Bis auf das jüngste Opfer auf den Philippinen waren alle in China gestorben. Auch in Deutschland stieg die Zahl der Infizierten auf zehn Menschen an. Die bislang Infizierten sind nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums in einem gesundheitlich stabilen Zustand.

Am Samstag war ein Flug der Bundeswehr in Frankfurt gelandet, der 128 deutsche Staatsbürger und ihre Angehörigen aus Wuhan und der näheren Umgebung ausgeflogen hatte. Wie sich nach einem Check herausstellte, waren zwei der Passagiere mit dem Virus infiziert. Beide seien beim Abflug in Wuhan und bei der Ankunft in Frankfurt symptomfrei gewesen, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Die weiteren Passagiere befinden sich derzeit in Quarantäne in einer Kaserne in Germersheim.

Weltweit wächst die Sorge wegen einer Ausbreitung des Krankheitserregers. Auch andere Länder wie die USA und Großbritannien hatten ihre Staatsbürger aus der abgeriegelten Stadt Wuhan ausgeflogen. Immer mehr Länder schotten sich zudem gegen Reisende aus China ab. Australien, die USA, Neuseeland und die Philippinen wollen keine Ausländer aus China mehr einreisen lassen.

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    China verschärft derweil die Maßnahmen, um das Virus einzudämmen. Am Sonntag ordneten lokale Behörden in Wuhan an, dass sich alle Personen in Quarantänestationen begeben müssten, die im Verdacht stehen, sich mit dem Virus infiziert zu haben. In der Sieben-Millionen-Einwohner-Stadt Huanggang nahe Wuhan darf Medienberichten zufolge nur noch ein Familienmitglied pro Haushalt die Wohnung verlassen, um Besorgungen zu erledigen.

    Verlängerte Ferien enden

    In dieser Woche erwartet China eine Reisewelle, denn offiziell enden die Neujahrsfeiertage, nachdem die Regierung sie wegen des Coronavirus verlängert hatte. Viele Menschen waren aus den Städten zu ihren Angehörigen gereist und kehren nun zurück. Reisende müssen sich laut Berichten lokaler Medien an den Bahnhöfen Temperaturkontrollen unterziehen. Jene mit mehr als 37,3 Grad sollen den Bahnhof nicht betreten dürfen.

    In weiten Teilen Chinas steht das Leben weitgehend still. Auf den Straßen in der Hauptstadt Peking fahren kaum Autos, Geschäfte und Restaurants sind geschlossen. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg haben 14 Provinzen und Städte, die 2019 für insgesamt 69 Prozent des chinesischen Bruttoinlandsprodukts verantwortlich waren, die Feiertage wegen des Krankheitserregers noch bis zum 9. Februar verlängert.

    Die Verlängerung betrifft etwa die Provinz Guangdong, Heimat der Technologiemetropole Shenzhen, sowie Schanghai. Andere Provinzen und Städte hatten Firmen angewiesen, ihre Angestellten nur in Ausnahmefällen ins Büro zu holen. Von den Arbeitspausen sind auch zahlreiche deutsche Firmen betroffen. So verlängerte der Autobauer BMW die Betriebsferien in seinen drei Werken in Shenyang bis zum 9. Februar, auch VW will die Produktion in China erst am 10. Februar wieder aufnehmen.

    Experten erwarten, dass die Folgen des Coronavirus das Wirtschaftswachstum Chinas im ersten Quartal belasten werden. Auch deutsche Unternehmen werden demnach die Krise spüren. In einer Kurzanalyse rechnet Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen, damit, dass das Coronavirus „erhebliche Auswirkungen auf die deutsche Autoindustrie“ hat.

    Mehr: Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus lesen Sie in unserem Newsblog.

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